Autorenlesung mit Nina Weger

Autorin Nina Weger schreibt erfolgreichstes Buch …
Dies war die Antwort der Kinder-und Jugendbuchautorin Nina Weger auf die Frage einer Schülerin, welche Schlagzeile über sich selbst sie gerne in der Zeitung lesen würde.
Am Dienstag war die Autorin aus Hannover zu Gast in der Grundschule Nikolausdorf.
Dort stellte Frau Nina Weger sich und ihre Bücher den Schülern der Klassen 3 und 4 vor.
Im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler mit der überaus interessanten Biografie der Autorin beschäftigt und in einige der Bücher „reingeschnuppert“.
Allein die Vorstellung der eigenen Person zog die Schülerinnen und Schüler in den Bann.
Frau Nina Weger startete ihre Karriere mit dem Schreiben von Drehbüchern für Fernsehserien. Auch für die Zeitung arbeitete sie bereits. Als Kind hat sie in einem Kinderzirkus mitgewirkt, der durch die Initiative ihres Vaters, einem Pastor, entstanden war. Bis heute verbringt die Autorin viel Zeit im Kinderzirkus Giovanni in Hannover.
Die Arbeit und der Umgang mit Kindern liege ihr sehr am Herzen, so Frau Weger.
Das Buch „Trick 347 oder Der mutigste Junge der Welt“ hat ein Stück weit autobiografische Züge. E geht in diesem Buch um einen Jungen, der auf der Suche nach seinem Vater in einem Zirkus landet. Sie selbst seit ein Jahr lang mit einem Zirkus gereist, habe im Wohnwagen gelebt, Zelte aufgebaut und auf die Kamele aufpassen müssen.
Aus eben diesem Buch las Frau Nina Weger den Schülerinnen und Schülern vor, erzeugte mit ihrer Art zu lesen, zwischendurch frei zu erzählen und den verschiedenen Stimmlagen eine unglaubliche Spannung. Alle hörten gebannt zu. Selbstverständlich beendete sie ihren Vortag an der spannendsten Stelle. Die Schülerinnen und Schüler waren sich einig, dass sie dieses Buch unbedingt weiterlesen müssen.
Durch ein sich anschließendes Interview mit sehr ausgeklügelten Fragen der Kinder, erfolgten noch viele interessante Informationen rund um Biografie und Werke der Autorin.
Ihre Inspiration für die Geschichten bekommt Frau Weger durch unterschiedliche Quellen. „Manchmal sieht man etwas, manchmal hört man etwas, manchmal liest man etwas manchmal erlebt man etwas“. Auf diese Weise entstehen ihre Bücher. Beispielsweise sei das Buch „Helden wie Opa und ich“ aus den Geschichten ihres Onkels, der in einer Klinik gearbeitet hat, entstanden. Dort habe sich ein Patient für Gott gehalten, so wie es beim Opa im Laufe der Geschichte dann auch passiert.
Ein großes Vorbild und die Lieblingsautorin von Frau Weger ist Astrid Lindgren.
An einem Buch schreibt sie ungefähr ein Jahr. Wenn sie nicht schreibt, dann ist sie auf Lesereisen.
Derzeit schreibt sie an einem Buch über „Wachkoma“. Für die Recherche besuchte sie Familien, deren Kinder im Wachkoma liegen. Entsprechende Fachbücher seien ihre aktuelle Lektüre. Die Recherche für die Geschichten sei wichtig.
Auch der Aufbau einer Geschichte, wie die Kinder ihn in der Schule lernen, sei von großer Bedeutung. Eine Geschichte benötigt eine Einleitung, einen Hauptteil und ein Ende. Weiterhin gab Frau Weger den Schülerinnen und Schüler den Tipp, dass jede Geschichte einen Helden / eine Heldin benötigt.
Wir danken Frau Nina Wegen für eine sehr kurzweilige und spannende Autorenlesung und freuen uns auf die Lektüren, die sowohl für die schuleigene Bücherei als auch von Frau Meyer von der Bücherei in Nikolausdorf angeschafft worden sind.