Archiv für den Monat: Juni 2017

Schulausflug in den Zoo

Am 8. Juni hieß es für die gesamte Rückertschule: Auf in den Zoo! Die beiden vierten Klassen hatten in ihrem Unterricht in Gruppenarbeit tolle Tierplakate und Referate vorbereitet und standen nun als Experten vor den Gehegen, um die jüngeren Klassen zu informieren. Natürlich wurden auch die Spielplätze des Zoos ausgiebig in Beschlag genommen. Es war ein gelungener und sehr lehrreicher Ausflug! Vielen Dank an die 4. Klassen und ihre Klassenlehrerinnen Frau Rissling und Frau Lüttmann für die Vorbereitung!

Bundesjugendspiele auf der Illushöhe

Am Freitag, den 2. Juni fanden die Bundesjugendspiele auf der Illushöhe statt. Frau Wurth hatte alles perfekt organisiert. Mit der Hilfe vieler Eltern konnten die Kinder bei schönstem Sonnenschein zeigen, wie schnell sie laufen und wie weit sie springen und werfen können. Verschwitzt aber glücklich nahmen alle am Ende ihre Urkunden entgegen. Da die neuen Ehrenurkunden mit der Unterschrift des neuen Bundespräsidenten wohl zu spät in Druck gegangen waren, müssen sich unsere Spitzensportler noch bis zum Zeugnistag gedulden, um dann ihre Auszeichnung entgegenzunehmen.

Ausflug zur Synagoge

Ausflug der Klasse 4a in die Synagoge

Am 15. März 2017 ging die Klasse 4a zur Synagoge Osnabrück. Zusammen
mit den Lehrerinnen Frau Rissling und Frau Reyl stiefelten wir um 10 Uhr
los. Als wir nach 5 Minuten angekamen, wurden wir von Frau Brox erfreut
empfangen. Nachdem wir unsere Jacken aufgehängt hatten, stellte uns
Frau Brox die Synagoge vor. Zuerst zeigte sie uns ein Modell der
Synagoge, wie sie vor dem 2. Weltkrieg ausgesehen hatte. Dann ging sie
mit uns zu einem Waschbecken, nahm einen Kelch mit Wasser und wusch
sich erst dreimal die rechte und dann genauso die linke Hand.
Anschließend erklärte sie uns, dass man dazu ein Gebet auf Hebräisch
spricht und sich der Rabbiner vor dem Gebet auch so die Hände wäscht.
Sie berichtete, dass jede Tür in der Synagoge am Rahmen ein kleines
Kästchen, die ‚Mesusa’, hat. Darin befindet sich eine kleine eingerollte
Bibelschrift, die Toraschrift. Außerdem erzählte sie uns, dass, wenn man in
den Raum geht, erst die Mesusa anfassen muss. Wir gingen an mindestens
5 Plakaten vorbei, auf denen z.B. Bilder und Texte von Juden aus dem 2.
Weltkrieg oder die alte Synagoge abgebildet waren. Bevor wir in den
Gebetsraum gingen, mussten alle Jungen eine Kippa aufsetzen. Im
Gebetsraum saßen die Mädchen etwas erhöht und die Jungen etwas weiter
unten, in der Mitte des Raumes. Eine andere Dame erklärte uns den
jüdischen Gottesdienst, dann öffnete sie den Toraschrank, der im Osten
des Raums stand. Zusammen mit Frau Brox zeigte sie uns mehrere
Torarollen, erklärte uns etwas über sie und öffnete sogar eine Rolle.
Anschließend gingen wir in einen Nebenraum mit einer Bühne, setzten uns
an Tische und es wurde erzählt, wofür der Raum benutzt wird: Für
Instrumentenvorspiele und gemeinsame Mahlzeiten. Zusätzlich kann
dieser Raum mit dem Gebetsraum verbunden werden. Nach dieser
ausführlichen Erklärung gingen wir wieder in den Gebetsraum. Der Kantor
kam zu uns und sang seine Lieder. Sein Gesang erfüllte den ganzen Raum.
Hinterher erklärte er uns die Lieder und wir erfuhren von ihm viel über den
Sabbat, der von den Juden jeden Samstag gefeiert wird.
Als Abschluss unserer Führung besuchten wir im Keller der Synagoge das
Tauchbad. Es wird Mikwe genannt und dient dazu, sich von Unreinheiten
durch dreimal Untertauchen zu waschen. Als unrein gelten nach jüdischer
Tradition z. B. Tote, mit denen man in Kontakt kam, aber auch
Körperflüssigkeiten, wie z.B. Blut. Ein Mikwe muss 7 Stufen haben, die ins
Wasser führen und mehr als 500 Liter umfassen.
Nach dieser tollen Führung und den vielen Eindrücken, die wir erhalten
hatten, zogen wir unsere Jacken an, verabschiedeten und bedankten uns
bei den beiden Damen und gingen im Fußmarsch in Richtung
Rückertschule.
Von Lasse Unkel und Victor Thiele