Jahrgang 10

Betriebsbesichtigungen
Jeder Schüler der 10. Klasse der Hauptschule Bramsche hat im Verlauf seiner Schullaufbahn ein persönliches Bewerberprofil erstellt. Dieses Profil enthält Informationen über die Zensuren, das Arbeits- und Sozialverhalten, die Fehltage, die Hobbies und auch über die geleisteten Praktika.
Auf Anfrage/ Einladung der Bramscher Betriebe vermitteln wir zwischen den Ausbildern und den Schülern: Ein Betrieb bietet einen freien Ausbildungsplatz an, der Schulsozialarbeiter Herr Gerke fährt mit den interessierten Schülern zu dem Betrieb. Dort erhalten alle eine Betriebsführung sowie eine genau Erläuterung des Anforderungsprofils. Unsere Schülerinnen und Schüler zeigen daraufhin ihr Bewerberprofil vor und erhalten umgehend eine Rückmeldung, ob eine Bewerbung erfolgversprechend ist. Gerade bei kurzfristig zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätzen ist dieses Verfahren für die Betriebe und unsere Schüler und Schülerinnen sehr hilfreich.
chülerbetriebspraktikum
Zu Beginn des Schuljahres (Mitte September) gehen die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen in ein 14-tägiges Betriebspraktikum. Ziel ist es, den Beruf hinsichtlich der Tätigkeiten, Handlungsabläufe und Ausbildungsmöglichkeiten näher zu erkunden. Gleichzeitig sollen sich unsere Schüler jedoch so präsentieren, dass es ggf. zu Angeboten bezüglich eines Ausbildungsplatzes kommt.
Im Vorfeld werden unsere Schüler dazu angehalten, sich selbst einen Praktikumsbetrieb zu suchen, der in ihrem Wunschberuf ausbildet. Dort müssen sie sich schriftlich bewerben und auch persönlich vorstellen. Unterstützt werden sie dabei jederzeit von dem Schulsozialarbeiter Herrn Gerke, sowie ihren Klassenlehrern.
Die Schüler sind verpflichtet, den Verlauf des Praktikums zu dokumentieren und am Ende einen Bericht zu verfassen, der für die Zensur im Fach „Wirtschaft“ herangezogen wird.
Die Klassenlehrer betreuen die Schüler durch regelmäßige Besuche während der Arbeitszeit.

Bewerbungen schreiben
Aufbauend auf den Kenntnissen aus der Klassenstufe 8 und 9 sollen Bewerbungen geschrieben werden. Zu einer vollständigen Bewerbung gehören ein Deckblatt, ein Lebenslauf, ein Anschreiben, die aktuellen Zeugnisse und Kompetenznachweise.
Die Schülerinnen und Schüler sollen sich zu Beginn des Schuljahres auf einen Praktikumsplatz bewerben. Im weiteren Verlauf sollen sie sich erneut intensiv mit ihrem Wunschberuf auseinandersetzen und aufgrund verschiedener Recherchen eine vollständige Bewerbung schreiben und auch abschicken.

Spiel das Leben
Spiel das Leben“ ist ein handlungsorientiertes Programm, bei dem die Schülerinnen und Schüler in die Arbeitsrollen von Erwachsenen schlüpfen. Durch Gespräche und Erkundungsübungen lernen sie viele reale Aspekte des Lebens kennen, mit denen sie als Erwachsene konfrontiert sein werden. Dazu gehören auch die Bereiche Finanzplanung, Zufriedenheit im Job und Zukunftsplanung.
Die Schülerinnen und Schüler übernehmen nach und nach ihre beruflichen Rollen und führen verschiedene Übungen durch, die ihnen einen Eindruck von der Realität des Arbeitslebens vermitteln.
Im Verlauf des Spiels erhalten alle Schüler ihre Kündigung und müssen sich gemäß ihren Stärken und Schwächen in der Rollenbeschreibung auf einen neuen Arbeitsplatz bewerben. Jeder Schüler muss eine Kurzpräsentation zur eigenen Person entwerfen und sich einem Vorstellungsgespräch unterziehen.

Nachtworkshop – Erobern mit Stil

Kommunikationstraining und das Einüben von angemessenem Verhalten und Auftreten stehen im „Nachtworkshop Erobern mit Stil“ Vordergrund.
Viele Unternehmen stehen vor dem Problem, dass Schulabgängern oft die Kenntnisse der einfachsten Regeln des Zusammenlebens fehlen. Gute Umgangsformen werden jedoch im privaten und im beruflichen Umgang geschätzt. Sie erleichtern den Jugendlichen mitunter den Weg in die Zukunft.
Ziel dieses Workshops ist es, dass die Schüler erkennen, wie sie durch vernünftiges Auftreten, einen guten Sprachgebrauch, interessierte Fragen und angemessene Kleidung ihren Arbeitsalltag leichter gestalten können. Durch einfache kleine Hilfsmittel der nonverbalen Kommunikation können sie gegenüber Kollegen und Vorgesetzten einen guten Eindruck machen.
Ergänzend bearbeiten diejenigen Schüler, die bereits einen Ausbildungsplatz haben, mit einem Ausbildungslotsen der Jugendberufshilfe die Themen „Angemessenes Verhalten am Arbeitsplatz“ sowie „Rechte und Pflichten in der Ausbildung“.
Die übrigen Mitschüler bereiten sich derweil auf Vorstellungsgespräche und Einstellungstests vor.
Am Nachmittag wird gemeinsam ein festliches Dinner vorbereitet, welches abends im Rahmen einen „Black- and White-Dinners“ verzehrt wird. Auch hier geht es natürlich um Benimm- und Verhaltensregeln.

Mein Start in die Ausbildung
Am Ende des10. Schuljahrganges wird der Workshop „ Mein Start in die Ausbildung“ durch Herrn Möller von der „Maßarbeit“ durchgeführt. Die Schüler erhalten Informationen zu rechtlichen Grundlagen in der Ausbildung. Es werden Tipps für das Verhalten am Arbeitsplatz gegeben. Informationen über Hilfs – und Unterstützungsangebote werden vermittelt.