Werkstätten 2015

Werkstatt 1
Vom Denken lernen – Erkundungen im Spannungsfeld zwischen Reflexion und Handeln

„Für eine Theorie des Wandels ist eine klare Trennung von Tatsachen und von Annahmen über Tatsachen von entscheidender Bedeutung.“ (Paul Watzlawick)
Jeder Mensch kann dazu lernen, egal, wie alt er ist. Vor allem, wenn er sich auf ein Gegenüber einlässt – offen und neugierig ist. Aber, jeder Mensch hat Vorannahmen über sich selbst und erst recht über andere Menschen.  Diese Annahmen beruhen oft auf Sichtweisen, die mit den tatsächlichen Geschehnissen nicht übereinstimmen müssen. Was passiert dann eigentlich, wenn die Annahme mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmt? Der Mensch geht in die Irre, sucht nach einem Ausweg, einer Lösung und – verheddert sich möglicherweise noch tiefer, insbesondere dann, wenn er kein Korrektiv hat. Wie jedoch kann er sich selbst erkennen und heilen? Wie kann er lernen, sich selbst und andere zu lieben, um dann auf dieser Basis ganz andere, neue Lösungen zu finden? Auf diese Fragen wollen wir Antworten finden. „Soziales Lernen“ proben – nicht nur in der Theorie, auch mit praktischen Übungen. Unser Angebot: Interaktive Selbsterfahrung. Modelle zur Reflexion. Spaß und Freude dabei, sich selbst auszuprobieren beim Überdenken des Denkens. Und damit: Die Chance, persönlich zu wachsen.

michaelaMichaela Heiser,
Jg. 1960 hat einen Magister in Germanistik und Psychologie, ist ausgebildete Schauspielerin und Dipl. Syst. Coach. Nach ein paar Jahren am Schauspiel Frankfurt, wechselte sie zum Hörfunk und arbeitete viele Jahre lang als Gerichtsreporterin für RPR, HR und WDR. Inzwischen reportiert sie als freie Hörfunk und Fernsehjournalistin für den WDR. Ihr zweites Standbein: Seminare für Führungskräfte. Thema – authentische Kommunikation.

johannJohann Scholten


Werkstatt 2
Superhelden

Was sind Superhelden? Was bedeuten sie für uns heute und wie ist es, wenn wir uns im Computerspiel als Superheld bewegen? Mit diesen Fragen werden wir uns theoretisch und praktisch auseinandersetzen.
An drei Tagen werden wir uns zunächst theoretisch damit beschäftigen, wie die Computerspiel-Lebenswelt von Kindern- und Jugendlichen heute aussieht. Es soll geklärt werden, wie Spiele heute funktionieren, wie man sie bedient und welchen Prinzipien sie folgen. Dann darf jeder einmal ran 🙂 Geplant ist mit jeweils zwei Personen an einem Gerät zu spielen, was ca. 8-12 Teilnehmer in unserem Workshop zulässt. Am Ende reflektieren wir gemeinsam das Erlebte.
Somit wollen wir euch einen kleinen, aber präzisen  Einblick in die große Welt der Games bieten. Von Casual-Games (Helden der Prokrastination), über künstlerisch orientiere Spiele bis hin zum Superhelden im Ego-Shooter werden wir eine breite Palette aktueller Spiele vorstellen.

LucaLuca Wagner,
Jg. 1998 besucht die 10. Klasse eines Gymnasiums im Rheingau und ist begeisterter “Zocker”. Er liebt Mathematik, Physik und Informatik, schaut aber ebenso gerne Actionfilme und spielt selbst mit Leidenschaft Theater. Die Combi macht’s und dass er Computerspiele mag, liegt damit auf der Hand. Sie sind für ihn eine schöne Nebenbeschäftigung, um Aggressionen abzubauen und Konzentration und Reaktionsfähigkeit zu fördern.

ekkehardEkkehard Brüggemann,
Jahrgang 1971. Förderschullehrer mit einer, sich seit den 80er Jahren im digitalen Untergrund entwickelnden und noch immer gepflegten, Hassliebebeziehung zur Informationstechnik. An Energie gewinnt er z.B. durch Reibung an den heutigen und früheren technischen Herausforderungen diverser Systeme aber auch durch netzpolitische Themen.  Heute ist Brüggemann als medienpädagogischer Berater des NLQ im Auftrag für niedersächsische Schulen und Lehrer unterwegs und darf als Multiplikator nur noch wenige Stunden in der Woche als Lehrer unterrichten.


 

Werkstatt 3
Was wissen wir von dieser Welt – wie sind wir in die Welt gestellt?

Wir wollen in dieser Werkstatt gemeinsam erkunden, woher wir eigentlich wissen, was wir wissen (bzw. zu wissen glauben): Wie funktioniert Lernen? Was sagen Psychologen und Neurowissenschaftler über Wahrnehmung, über Motivation oder über Kompetenzen? Wie verändert sich derzeit das Verhältnis formaler zu informeller Bildung, was hat das für Konsequenzen für traditionelle Bildungseinrichtungen und Pädagogen, und macht uns die ständige Verfügbarkeit von Informationen wirklich klüger? Hinzu kommen Grundfragen unseres individuellen Selbstverständnisses und seiner spürbaren Veränderungen, über die wir reden sollten – der Jenaer Soziologe Hartmut Rosa hat ein interessantes Modell des In-die-Welt-gestellt-Seins entworfen, das wir weiterdenken wollen. Wer also gern diskutiert, ohne zu vorher feststehenden Ergebnissen kommen zu müssen, der ist hier genau richtig. Und es wird durchaus nicht so bierernst zugehen, wie dieser Text vielleicht suggeriert – eher heiter und prickelnd wie ein leichter Sommerwein…

Prof. Dr. Paul Bartsch,
ist Literaturwissenschaftler, Medienpädagoge und Professor für „Erziehungswissenschaft: Kindheit und Medien“ an der Hochschule Merseburg


Werkstatt 4
Kommunikation als hohe Lebenskunst

Wir Menschen sind auf Gemeinschaft und gegenseitige Ergänzung angewiesen und damit auf gelingende Kommunikation. Dazu müssen wir die Logik des Beziehungsgeschehens erfahren und erkennen.
Die Grundlage hierfür ist die Fähigkeit uns selbst und die anderen Menschen mit ihren Gefühlen, ihren Absichten und Antrieben wahrzunehmen. Kommunikation kann , wenn sie gelingt, Vertrauen, Verstehen, Beziehung und Versöhnung begründen und fördern.
Wie oft werden wir in einer Beziehung verletzt? Oder wie oft verletzen wir jemanden?
Es ist leicht, unsere Absichten zu verheimlichen oder gar zu verfälschen. Deshalb sind Zwietracht, Feindschaft und Hass  wichtige Aspekte missglückter und verletzender Kommunikation. Das wahrzunehmen ist schon ein guter Ausgangspunkt.
Wie kann Kommunikation positiv gelingen? Zuerst einmal geht es immer um Transparenz und Ehrlichkeit. Solange das Unbewusste herrscht, sind Störungen unlösbar. Vielleicht gelingt es uns Störungen zu entschlüsseln und aufzulösen. Denn gekonnte Kommunikation ist Lebenswissen.

josefJosef Rohe,
geboren 1936.Gymnasium bis zur „mittleren Reife“ und Verwaltungslehre als Voraussetzung zum Studium der Sozialarbeit. 1959 Staatsexamen als (wie es damals noch hieß) zum Wohlfahrtspfleger. Dann Ausübung verschiedener Berufe: Heimerzieher, Bewährungshelfer, Jugendamt. Dann etwa 30 Jahre Erwachsenenbildner. Zusatzausbildung am Institut am Institut für Beziehungslernen und Beziehungstherapie in Rosenheim (Prof Stadter).
Seit ich in Rente bin, arbeite ich bei der „Notfallseelsorge Limburg-Weilburg e.V.“
40 Jahre Geschäftsführer des Vereins „Lern- und Lebenshilfe Sri Lanka e.V.“


Werkstatt 5
Qigong – heilsamer Umgang mit dem Körper

Der Grundgedanke der Traditionellen Chinesische Medizin ist die Lehre der 5 Elemente. Alles, was uns in unserem Leben begegnet, ist diesen 5 Elementen zugeordnet. Wenn wir gesund sein wollen, dann kommt es „nur“ darauf an diese Elemente im Gleichgewicht zu halten. Das ist leichter gesagt, als getan. Wer ist schon wirklich im Gleichgewicht. Die TCM beschreibt Konstitutionstypen, die den 5 Elementen zugeordnet sind. Wenn ich meine Konstitution kenne, kann ich gezielter darauf einwirken und wieder ins Gleichgewicht kommen. Qigong ist eine gute Möglichkeit sich diesem Gleichgewicht anzunähern. In diesem Workshop möchte ich mit ihnen eine kurze Qigong-Übungsreihe üben, die den 5 Elementen zugeordnet ist. Wir werden diese Elemente aus den Bewegungen heraus erspüren und dann gestalten.

ulrikeUlrike Hoffmann, 
Jahrgang 1964, Lehrerin für Taijquan, Qigong und Körperarbeit, Gesundheitmanagerin (Hochschule Magdeburg-Stendal), Therapeutin für Traditionelle Chinesische Medizin, Studienaufenthalt in China
Schwerpunkte: Taijiquan und Qigong in der Stationären Psychotherapie (Diakoniekrankenhaus Halle), freie Kurse. Mitarbeit am Forschungsprojekt der Universitätsklinik Halle zum Thema Taiji bei älteren Herzpatienten (Shace it). Mitglied im Deutschen Dachverband für Taijiquan und Qigong e. V.


Werkstatt 6
Naturerlebnis in der Arche für Kinder und Jugendliche

Das Landgut Arche ist ein Paradies für Kinder und Jugendliche. Es gibt ein Freibad, einen Streichelzoo und auch sonst reichlich was zu tun. Das Angebot ist fast nicht zu schaffen: Brötchen backen im Steinofen, Ritterspiele, Basteln mit Speckstein oder die Führung durch das Scheunenmuseum sind nur eine kleine Auswahl. Wer will kann Reiten oder Bogenschießen, Tischtennis, Basketball, Volleyball und/oder Fußball spielen. Und zum „dicken“ Ende gibt es das Neptunfest. Eine Betreuerin kümmert sich darum, dass die Aktivitäten rund laufen.


Werkstatt 7
Beratungs-Training: Projektmanagement

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. (Seneca)
Workshopangebot für die medienpädagopgischen Beraterinnen und Berater aus Niedersachsen im Rahmen des Beratungs-Training.
(geschlossener Teilnehmerkreis)

HGHans Günter Brassel;