Werkstätten 2013

Werkstatt 1
Konfliktmanagement

Betzavta (dt.: Miteinander) ist ein Bildungsprogramm, das Demokratie konkret erlebbar macht. Die Teilnehmenden lernen dabei mit Konflikten kreativ umzugehen indem sie bereits im Seminar gemeinsam konkrete Situationen bearbeiten. Viele Übungen haben einen spielerischen Charakter und vermitteln so –ganz ohne moralischen Zeigefinger– dass jede und jeder das gleiche Recht auf freie Entfaltung hat. Die Konflikt-Dilemma-Methode und die vier Schritte der demokratischen Entscheidungsfindung führen oft zu überraschenden Ergebnissen im Seminar und machen den Wert von demokratischen Entscheidungen deutlich. Betzavta wurde am Jerusalemer Adam Institute for Democracy and Peace entwickelt, mit dem Ziel, die Erziehung zur Demokratie in Israel zu fördern. Das Konzept wurde vom Centrum für angewandte Politikforschung an derUniversität München für die Anwendung in Deutschland adaptiert und evaluiert.

Dr. Susanne Ulrich, München
Leiterin der Akademie Führung & Kompetenz am Centrum für angewandte Politikforschung der Universität München

 

 

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Werkstatt 2
Soziale Projekte managen

Soziale Projekte gibt es viele. Die Notwendigkeit der Akquise von Spenden ist in den letzten Jahren vor dem Hintergrund der leeren Kassen von Städten und Gemeinden deutlich gestiegen. Das Werben von Sponsoren begegnet uns täglich in den Medien und prangt auf überdimensionierten Plakaten. Wie können Sponsoren erreicht werden, was spricht sie an? Ist es das Schildern von brutalsten Ereignissen oder sind es dezentere Hinweise, wie viel Kreativität sollte es sein, oder doch etwas ganz Unerwartetes tun? Im Rahmen dieser Werkstatt soll ein wenig dargestellt werden, wie sich dieses gemeinnützige Projekt „vermarktet“; viel mehr soll es jedoch darum gehen, mit den TeilnehmerInnen Ideen zu entwickeln, soziale Projekte zu kreieren oder solche, die es bereits gibt kreativ, vielleicht auch einmal ganz anders zu präsentieren.

Birgit Köppe-Gaisendrees
Leiterin der Ärztlichen Kinderschutzambulanz Bergisch Land e.V. am Sana-Klinikum in Remscheid arbeitet seit 22 Jahren mit Kindern und Jugendlichen, die von körperlicher Misshandlung, Vernachlässigung, sexuellem Missbrauch betroffen sind.

 

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Werkstatt 3
Mit Handy professionelle Filme erstellen

Wenn Bilder schnell ins Netz kommen sollen nutzen auch professionelle Journalisten ihr Handy für die Aufnahme von Ereignissen und kleinen Geschichten. Vorraussetzung für „sendefähige“ Beiträge sind Grundlagen der Bildgestaltung, der „Goldene Schnitt“ und das BBC- „Five shots“ -Modell. Die Teilnehmenden drehen mit ihrem Handy (oder auch mit einer Foto-Kamera) eigene Videos und schneiden sie auch am Laptop.

Sonja Giersberg, Hannover
Pädagogische Mitarbeiterin im Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) mit dem Schwerpunkt Filmbildung

 

 

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Werkstatt 4
Arm-Reich-Berichterstattung in den Medien

Diese Werkstatt führt den gleichnamigen Vortrag weiter und untersucht praktisch an verschiedenen Medien die unterschiedliche Einschätzung und Berichterstattung z.B. des Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Die Teilnehmenden bekommen ein Gespür dafür, wie Medien das Thema Arm-Reich auch politisch beeinflussen und warum z.B. bei jedem Beitrag über einen Armen parallel der Missbrauch von Sozialleistungen mitschwingt.

Dr. Wolfgang Storz
Publizist, Lehrbeauftragter an den Universitäten Kassel und Frankfurt, Medien- und Kommunikationsberater, stellv. Chefredakteur und Chefredakteur bei der ˜Frankfurter Rundschau˜ (2000 bis 2006).

 

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Werkstatt 5
Wikipedia – Zugang zum Weltwissen für alle

In 1, 5 Millionen Artikeln bietet die deutschsprachige Version der Wikipedia einen freien Zugang zu Informationen aus allen Wissensgebieten. Ein Riesenerfolg ohne Werbeeinnahmen, auf der Basis ehrenamtlicher Mitarbeit und vieler kleinen Spenden.
Um Inhalte zu verändern oder einen neuen Lexikonbeitrag hinzuzufügen, ist eine Anmeldung nicht erforderlich. In einem offenen Bearbeitungsprozess hat Bestand, was von der Gemeinschaft der Mitarbeitenden akzeptiert wird. Wie das funktioniert, kann man an der „Versionsgeschichte“ nachverfolgen. Eine wichtige Eigenschaft von „Wikis“ ist es, dass jede Änderung zu einer neuen Version des Artikels führt, aber alle vorgegangenen Versionen aufrufbar und vergleichbar bleiben.
Wikipedia selbst schlägt eine Reihe von Möglichkeiten zur Mitarbeit vor: Die Korrektur von Rechtschreibfehlern zählt ebenso dazu wie die Verbesserung, Erweiterung und Aktualisierung bestehender Artikel. „Informationslücken“ zu finden, ist nicht schwer. Denn in Wikipedia haben auch Artikel über Orte, Denkmale, Fußballvereine, Bücher und vieles mehr ihren Platz.
Wer sich ungern durch umfangreiche Anleitungen durcharbeitet, dem eröffnen sich andere schnelle Zugänge zum Mitmachen. Wer will, kann sich aber auch einem online-Mentor anvertrauen.

Dr. Wolf-Rüdiger Wagner, Hannover
studierte an der Universität Marburg Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie. Er arbeitete in unterschiedlichen pädagogischen Tätigkeitsfeldern – Schule, Erwachsenenbildung, Universität und Lehrerfortbildung. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift ‘Computer und Unterricht’.

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Werkstatt 6
Meditativer Tanz und Folklore

„Legt eure Müdigkeit auf den Boden und tanzt,
tanzt eure Heiterkeit und tanzt eure Trauer,
tanzt eure Ausgelassenheit und tanzt eure Schwere,
tanzt eure Hoffnung und tanzt eure Ängste,
tanzt das Sichtbare und tanzt das Geheimnis,
tanzt allein, tanzt mit anderen,
tanzt den Alltag und tanzt das Fest,
tanzt das Unendliche, tanzt das Heil,
tanzt.“

Im Kreis- und Reigentanz verbinden wir uns miteinander und umtanzen eine Mitte, die auch mit unserer eigenen Mitte in Verbindung steht. Im Hören der Musik und im Erleben der Kreistänze können wir die Erfahrung von Leichtigkeit und Glück, von Freude und Erfüllung erleben.
Dazu lade ich Sie herzlich ein

Felicitas Glajcar, Mainz
Dozentin für Meditation des Tanzes, Tanzpädagogin. Seit 1985 Tätigkeit als Tanzleiterin. Seit 1986 Fort- und Weiterbildungskurse in Meditation des Tanzes bei Friedel Kloke-Eibl, Meditation in Bewegung und Tanz bei Nanni Kloke, Kontemplativer Tanz bei Wilma Vesseur, Folkloretanz bei Yankele Levi, Bianca de Jong, Hennie Konings, Dimitris Barbaroussis u.w.. 1989 – 1991 Dance-Alive Ausbildung am Langen Institut, Monheim. 2003 – 2005 Ausbildung bei Friedel Kloke-Eibl in Meditation des Tanzes. Qualitätssicherung durch ständige Weiterbildung in Meditation des Tanzes, Klassischem Tanz und Folklore.

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