Geschichte

IAKM – ein Verein mit Geschichte!

Die IAKM blickt auf eine fast 50jährige Geschichte zurück. 1964 entstand die IAK aus einem Kreis von Studenten/Innen und Kursteilnehmer/Innen um den 1975 verstorbenen Kommunikationspädagogen Franz Zöchbauer, Salzburg. Sie beschlossen damals, eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen und sich jährlich zu einem Erfahrungsaustausch zu treffen. Aus diesem Erfahrungsaustausch entwickelten sich die Studienwochen, die Kernaktivität der IAKM.

Auf diesen Seiten dokumentieren wir

  • die Anfangsjahre der IAK(M) mit einigen Anmerkungen, die Walter Aulehla 1989, zum 25jährigen Jubiläum in Brixen vortrug.
  • Kurzportraits der bisherigen Präsidenten/Präsidentinnen der IAKM
  • Dokumente zu besonderen Ereignissen aus der Geschichte

Das Archiv der Studienwochen mit den Programmen und teilweise die Tagungsdokumentationen ergänzen diese geschichtlichen Anmerkungen:

Die IAKM: 50 Jahre aber immer up-to-date!

1964: Die Gründung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für katholische FiIm- und Fernseherzieher oder „Mehr als ein Versprechen“

In unserem IAK-Prospekt steht unter „Wie entstand die IAK“: „1964 entstand die IAK aus einem Kreis von Studenten und Kursteilnehmern um den 1975 verstorbenen Kommunikationspädagogen Franz Zöchbauer, Salzburg. Sie beschlossen damals, eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen und sich jährlich zu einem Erfahrungsaustausch zu treffen.“

Wie war es dazu gekommen?

(1) Die Vorgeschichte
Franz Zöchbauer , Alters- und zeitweise Studienkollege von Josef Moosbrugger war bereits in den Fünfziger Jahren Professor an der Lehrerbildungsanstalt in Salzburg. Im Zuge der Hinwendung der Schulbehörden zum Spielfilm entstand der älteste Medienerlass der Welt im Jahre 1955. In Folge beschäftigte sich Franz Zöchbauer zunehmend mit der Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern auf diesem neuen Gebiet. Zahlreiche Arbeitsgemeinschaften entstanden und Zöchbauer war meist daran beteiligt. Unter der Patronanz von Franz Hubalek entwickelte er in der S.H.B. verschiedene „Medienkoffer“ samt Begleitmaterialien und knüpfte schon früh Kontakte zum FWU-München und dem „Institut Jugend und Film“. Besonders Dr. Günther Vogg wurde in der Folge für die IAK sehr wertvoll.

Zöchbauers Kontakte reichten bis zur Lendeszentrale für politische Bildung in Nordrhein-Westfalen, zu Eduard Bungter und seinem wohlwollenden Vorgesetzten Nachtweih. In der Schweiz hatte er Verbindung mit den Lehrerbildnern Josef Feusi, Sr. Augusta Rosenberger und Seminardirektor Dr. Theodor Bucher.

Seine „ehrenamtliche Tätigkeit für die „Aktion der gute Film“ brachte ihm weitere Kontakte. Als Referent für Fragen der Filmwirkung war er sehr gesucht, wenn auch nicht unumstritten. Sein Wirkungsgebiet lag deshalb mehr im Westen Österreichs, was seine Vorliebe für Kursorte in Salzburg (Obertauern) und Tirol (Grillhof) teilweise erklärt.

Sein Engagement für die kirchliche Medienarbeit, zunächst als Diözesan-Filmreferent von Salzburg, brachte ihn mit kirchlichen Instituten im Lehr- und Erziehungsbereich in Kontakt . Bei den „Sommerkursen der Katholischen FiImkommission Österreichs“ war er der obligate Referent für die psychologischen Aspekte der jeweiligen Themenschwerpunkte.

Die Ausweitung der Kurstätigkeit wurde durch das Erscheinen des KonziIsdekrets über die „Instrumente der sozialen Kommurnikation“ (INTER MIRIFICA) im Jahre 1963 beschleunigt. Generalkapitel der Schulorden in Rom erbrachten nämlich den Auftrag zur „geistigen Nachrüstung“ von Lehrern und Erziehern an katholischen Privatschulen. Dadurch ergab sich die Notwendigkeit von FortbiIdungskursen für Religionslehrer und Lehrer aller Schulgattungen, für Erwachsen- enbiIdner und Mitarbeiter kirchlicher Medienstellen.

Diese Kurse mit Teilnehmerzahlen um die 100 Personen wurden meist ein Jahr später mit einem „Aufbaukurs“ fortgesetzt . Einige der Teilnehmer hatten aber danach immer noch das Bedürfnis weiterzulernen, über ihre Erfahrungen zu berichten und Neues zu hören und zu sehen! Die Katholische FiImkommission war jedoch nicht in der Lage, diese Kurse weiter zu finanzieren und so wurden Subventionsgeber gesucht und zunächst in einigen Abteilungen des Bundesministeriums für Unterricht auch gefunden . Das Finanzierungsproblem blieb aber das Dauerproblem Zöchbauers und seiner Mitarbeiter .

(2) Die Gründung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für katholische Film- und Fernseherzieher

Durch die Einladung von Teilnehmern aus Kursen, die in Österreich, in der Schweiz und in der Bundesrepublik stattgefunden hatten, in Häusern, die in der BRD, in der Schweiz, in Österreich und in Südtirol lagen, trat als zwangsläufige „Nebenwirkung“ Internationalisierung ein.

Bei einem dieser ersten „Erfahrungsaustausche“ auf dem Grillhof bei Innsbruck im Juli 1964 versprachen die Teilnehmer und Franz Zöchbauer einander, diese Veranstaltung in den Folgejahren weiterzuführen und sich zum Zeichen der Zusammengehörigkeit „Internationale Arbeitsgemeinschaft für Katholische Film- und Fernseherzieher“ zu nennen.

Statuten und Geschäftsordnung waren nicht vonnöten, als Obmann galt unumstritten Franz Zöchbauer.

(3) Motive für die Gründung

  • Im Trend der Zeit lag die Gründung von beruflichen und auch kirchlichen Arbeitsgemeinschaften.
  • Für Arbeitsgemeinschaften stiegen die Möglichkeiten, bei Subventionsgebern Gehör zu finden.
  • Die gefühlsmäßige Bindung der Teilnehmer zueinander und zum Duo Franz Zöchbauer und Wolfgang Angerer verlangten nach einer gewissen Sicherheit und Stabilität der Gruppierung.

(4) Weitere Entwicklung der Arbeitsgemeinschaft

1966 versuchte Zöchbauer beim OCIC (Internationales katolisches Filmbüro; Präsident Jean Bernard, Luxemburg) die Anerkennung der AG zu erreichen. Der Antrag bei der Sitzung der Comité directeur im Juli 1966 in Assisi wurde jedoch abschlägig beschieden.Der Hinweis, amn möge das Einverständnis der jeweiligen Medienbischfe einholen, führte dazu, dass ab 1966 den Briefkopf der AG die Namen von vier Bischöfen als Mitglieder des „Ehrenpräsidiums“ zierten:

  • SE. Exz. Dr. Stephan Laszlo, Bischof von eisenstadt, Österreich
  • SE. Exz. Dr. Carl Joseph Leiprecht, Bischof von Rottenburg, BRD
  • SE. Exz. Johannes Vonderach, Bischof von Chur, Schweiz
  • SE. Exz. Josef Möller, Bischof von Groningen, Niederlande

Dieses Ehrenpräsidium erbrachte einiges an „offenen“ und „verdeckten“ Subventionen.

Die Präsidenten der IAK(M)

1969 bis 1975:
Franz Zöchbauer

1975 bis 1989:
Henk Hoekstra
Drs. Henk Hoekstra (1932-2000) aus Amstelveen/NL gehört zu den Mitgründern der IAK, war zunächst deren Vizepräsident und wurde 1975 nach dem Tod von IAK-Präsident Prof. Franz Zöchbauer dessen Nachfolger. Dreizehn Jahre hindurch prägte er den Arbeitsstil der IAK und ihre Haltung gegenüber den modernen Massenmedien. Von 1990 bis 1998 war er Präsident der Internationalen Katholischen Organisation für Film und audiovisuelle Medien (OCIC)

1989 bis 1992:
Karin Strobl-Zöchbauer
Studium der Medizin, Psychologie, Pädagogik und Kommunikationswissenschaften an den Universitäten Frankfurt/M., Gießen und Salzburg; Promotion zum Dr. phil.; Lehrbeauftragte am Institut für Publizistik und Kommunikationstheorie der Universität Salzburg; Therapeutin am Institut für medizinische Psychologie der Universität Graz (Gesprächs- und Gruppentherapie). Ausbildnerin beim internationalen Trainer-Training der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Kommunikationspädagogik (IAK) Zürich – Ludwigshafen,  Leitung des Instituts für Kommunikationswissenschaft in Graz, Managementtrainerin und Beraterin am Hernstein Institut für Management und Leadership und Mitglied der Hernstein Fakultät Kommunikation.

1992 bis 199..:
Karl-Volker Schmitt
Jg. 1927. Schulzeit im Dritten Reich in Karlsruhe und Heidelberg. Kriegsdienst und Gefangenschaft. Studienjahre in Heidelberg, Freiburg und Mainz (Neuere Geschichte, Soziologie, Vergl. Kulturwissenschaften). Redaktions-Volontariat bei der „Trierischen Landeszeitung“(TLZ). Nach Jahren als Reporter-und Redakteur bei Tageszeitungen in Saarbrücken und Stuttgart Wechsel zur Agenturarbeit (KNA). Danach Einstieg in die elektronischen Medien als Kirchenfunkredakteur beim NDR. Von 1969-1975 verantw. Redakteur für die kath. Sendungen im ZDF. 1982 bis 1990 Leiter der ZFP (Zentrale Fortbildung der Programm-Mitarbeiter von ARD/ZDF).

199. bis 2005:
Erich Totzauer
geboren in Wien, Studium Theater- und Musikwissenschaft an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Regieführender Programmgestalter beim Österreichischen Rundfunk Fersehen (ORF); 10 Jahr Berufs-, Aus- und Fortbildung (BAF im ORF) für Journalisten und Redakteure; Lehrbeauftragter Publizistik an der Universität Wien; Berater und Trainer für ARD unf ZDF: Redaltion, Moderation, Programmentwicklung; Trainer bei der Medienakademie für ZDF und ARD: Gestaltung, Reportage und Live-Sendung.
Kleine Video-Firma: Design und Video

2005 – 2013
Gregor Heise
Jahrgang 1962; Studium der Heil- und Sonderpädagogik, Philosophie und Medienpädagogik. Ausbildung zum Familien- und Systemberater und zum NLP Practioneer, seit 1990: Konsulent für das Hernstein Institut Wien. 1990-1996: Trainer und Berater bei der „Gesellschaft für Organisationsent-wicklung“ (GFO); seit 1996: Trainer, Berater, Supervisor und Coach im Netzwerk der Com Consult KG. 2012: NEXT Partner im Hernstein Institut Wien

2013 – heute
P1020566Claus Fokke Wermann
TV-Journalist und Diplom-Psychologe hat die Schwerpunkte Wirkung von Kommunikation, optische Gestaltung, Live-Berichterstattung und Moderation, Veränderungsmanagement und Führungskräftequalifikation. Er war über 30 Jahre bei öffentlich-rechtlichen Anstalten in fast allen Bereichen (vom Reporter bis zum Abteilungsleiter) tätig und kennt daher die meisten Themen aus eigener Anschauung. Er ist u.a. Dozent an der ARD/ZDF-Medienakademie.