Werkstätten 2016

Werkstatt 1
Weniger ist mehr – von der Kunst des verspielten Nein-Sagens

Wieviel Dinge braucht der Mensch – und wieviel besitzt er?

Mit dieser Frage schlägt sich jede/r herum. Der Schrank quillt über, die Regale können nichts mehr aufnehmen, fast täglich kommt der Wunsch nach einer gründlichen Entrümpelungsaktion hoch. Setzt man ihn in die Tat um, beginnen die zeitraubenden Zweifel: Brauche ich das wirklich nicht mehr? Oder vielleicht doch –  es war doch so teuer; oder es kam in meinen Besitz bei solch einer netten Gelegenheit…

In dem Workshop möchte ich mit den Teilnehmenden mittels einer kleinen Bestandsaufnahme ventilieren, was braucht man/frau wirklich? Wie gehen wir mit unserem materiellen Überfluss um? Wie finden wir Möglichkeiten / Wege, zu „entschlacken“, zu entrümpeln? Welche Haltung ist dabei hilfreich? Hinzu kommen praktische Übungen, die Alternativen zum kostenpflichtigen Konsum andeuten und auch ein wenig Spaß und Entspannung bieten sollen.

image15Peter J. Klein,

geb. 1952, arbeitete beim SWR in Mainz als Fernsehjournalist. Seit 1988 beschäftigt er sich mit den asiatischen Entschleunigungskünsten Tai Chi, Qi Gong, Yoga, etc. und will deren positive Auswirkungen im Alltag umsetzen.Als Vorstandsmitglied im „Verein zur Verzögerung der Zeit“ hat er sich verpflichtet, in seiner Umgebung der allgemeinen Beschleunigungstendenz und der Aktionismusgläubigkeit entgegen zu wirken.

 


Werkstatt 2
Politisch Verfolgte genießen Asyl (Art. 16 GG)

Ein Alleinstellungsmerkmal der deutschen Leitkultur ist ein Asylrecht mit Verfassungsrang. Wir verdanken das den Lehren aus der deutschen Geschichte des letzten Jahrhunderts. Gesellschaften tun sich schwer mit „dem Fremden“. Das lässt sich bis in die Bibel zurückverfolgen, einem „Flucht und Asyl“-Buch. Wie hat sich „Asyl“ in den letzten 60 Jahren entwickelt? Was beinhaltet das deutsche Asylverfahren? Das Jahr 2015 hat drastische (inter-)nationale Entwicklungen in der Flüchtlingsfrage gesehen. Was nehmen wir im Moment wahr? Wie soll’s weitergehen? Was können wir praktisch tun? In dieser Werkstatt wollen wir am Thema „feilen und schrauben“, abhängig von den Interessen der Teilnehmenden. Die Werkstücke sind aus vielfältigem Material: historischem, biblischem, selbst-reflexivem, pragmatischem, politischem. Interessierte können gerne Materialien oder interessante „Werkstücke“ aus eigenem Besitz mitbringen, oder mir vorab zukommen lassen. Ich baue immer gern meine Werke-Sammlung aus.

image16Johannes Borgetto,
Jg. 1948, arbeitete 20 Jahre in der Hochschulseelsorge, dann 13 Jahre im Migrationsdienst des Caritasverbandes, in der Beratung von Asylsuchenden und Neueinwander-ern. Vor 25 Jahren hat er den Koordinationskreis Asyl Darmstadt mitbegründet, in dem er seitdem aktiv ist. 2015 erhielt der Koordinationskreis für seine Tätigkeit den Bürgerpreis der Stadt Darmstadt. Er ist ebenfalls im interreligiösen Dialog als Beauftragter des Dekanats Darmstadt
aktiv.


Werkstatt 3
Erklär-Videos

Mit Smartphone und einer einfachen Software (moovly)  professionelle Erklärvideos produzieren. Gerade komplexe Themen lassen sich mit Grafiken, on/off-Texten und der persönlichen Präsenz verständlich umsetzen. Vermittelt werden Grundlagen des Storytellings und der TV-Moderation, das Texten und Gestalten von Videos und die notwendige Aufnahmetechnik.

Sabine Streich,

produziert Coperate-Videos und Lern- und Erklärfilme für namhafte Unternehmen. Darüber hinaus berät und qualifiziert sie Unternehmen, das Medium Video für Marketing und die Interne Kommunikation kreativ einzusetzen.
Sie ist Gründerin des Medienverbundes „Feines Netzwerk“ und hat ein Diplom in Kunst und einen MA of „Digital Pioneering “. Sabine Streich hat eine umfangreiche Erfahrung in der Multimedia-Produktion von Filmen für in- und ausländische TV-Sender und Unternehmen und gibt seit Jahren ihr Wissen als Videojournalistin und Dozentin an verschiedenen journalistischen Akademien weiter.

Claus Fokke Wermann,

TV-Journalist und Diplom-Psychologe hat die Schwerpunkte Wirkung von Kommunikation, optische Gestaltung, Live-Berichterstattung und Moderation, Veränderungsmanagement und Führungskräftequalifikation. Er war über 30 Jahre bei öffentlich-rechtlichen Anstalten in fast allen Bereichen (vom Reporter bis zum Abteilungsleiter) tätig und kennt daher die meisten Themen aus eigener Anschauung. Er ist u.a. Dozent an der ARD/ZDF-Medienakademie.


Werkstatt 4
Moderation

Die Moderationsmethode eignet sich als Mittel, um Kommunikation in Teams und Gruppen zu steuern. Unterstützend wirkt die ständige Visualisierung aller Arbeitsschritte, sodass der Verlauf der Ziel- bzw. Ergebnisfindung der Gruppe immer nachvollziehbar bleibt.

Moderation in der Gruppe ist gelebte Demokratie, in der alle beteiligten Personen gleichwertig und gleich verantwortlich in die Arbeit an den zu bearbeitenden Themen einbezogen werden. Die Mittel der Moderation eignen sich sehr gut für die aktive Teilnahme aller, um Entscheidungen herbeizuführen, Arbeitsprozesse zu initialisieren, Konflikte zu thematisieren, Lernprozesse zu ermöglichen und Beratungen durchzuführen.

Im Workshop werden grundlegende Arbeitstechniken durch learning-by-doing kennengelernt und an Beispielen umgesetzt.

Uwe Hauser


image18Werkstatt 5
Kunst kennt keine Grenzen

Malen und gestalten sie ihr eigenes Werk (Bild, Masken).

Die Thematik und handwerkliche Umsetzung ergibt sich in Zusammenarbeit mit den Künstlern. Es gibt am Anfang noch keine Vorgaben. Außer Papier- Leinwand – Farbe und Mix – Media. Von Figürlich bis Abstrakt. Dagmar + Thomas Helmbold begleiten sie beim Erarbeiten ihrer Werke.

Und sie berichten über ihre Erfahrungen aus dem Projekt: Transit-Kunst mit Flüchtlingskindern, in dem sie seit 2015 Malkurse leiten.

www.transit-hannover.de

Dagmar und Thomas Helmbold


Werkstatt 6
Erlebnis

Damit Eltern an Referaten und Werkstätten teilnehmen können bieten wir diesmal auch ein eigenes Kinder- und Jugendprogramm an. Abhängig vom Alter und nach Absprache mit den Eltern könnten das z.B. sein:

Altersbezogene Gemeinschaftsspiele, Spielplatzbesuche für die Kleinen (Kleintiere zum Besichtigen), Stadtspaziergang mit Schleckeis und vieles mehr je nach Alter der Kinder und Wetterlage.

Verena Waldner,

Kinder- und bergbegeisterte Südtirolerin aus Lana bei Meran, Jahrgang 1964, einst tätig in der Hotelbranche, später im Schul- und Kulturamt Meran und seit 1996 Lehrkraft im Primarunterricht in Südtirol. Hobbies: Berge und Natur, Spielen und Lachen mit Kindern, Rad- und Skifahren, Kino, Theater, Reisen, Kochen und und und…