Werkstätten 2017

Werkstatt 1
Soll Siri unseren Kindern Gute-Nacht-Geschichten vorlesen?

Wo und wie können wir Künstliche Intelligenz nutzen um soziale Probleme zu lösen?

Nach einem kurzen Input erarbeiten die Teilnehmer in Gruppen Szenarien, in denen KI sinnvoll zum Einsatz kommen kann. Und vor allem wie. Die Teilnehmenden denken dabei schon fast ein bisschen wie Informatiker.

Dennis Buchmann,

Diplom-Biologe, Master of Public Policy und Absolvent der Deutschen Journalistenschule. Er hat das Magazin „Humanglobaler Zufall“ erfunden und als Chefredakteur geleitet. Seit Anbeginn des betterplace lab, der Forschungsabteilung von Deutschlands größter Spendenplattform betterplace.org, arbeitet er dort redaktionell und konzeptionell. Seit 2011 gibt er außerdem mit „MeinekleineFarm.org“ Fleisch ein Gesicht, und das Buchexperiment „Adopt a Day“ hat er 2015 realisiert.


Werkstatt 2
Was ein Algorithmus niemals wissen kann: Auf Entdeckungsreise in Sachen Familiensystem:

Trauma und transgenerationale Weitergabe

Mithilfe von Genogrammen (erweiterten Familienstammbäumen) begeben wir uns auf Spurensuche. Inwieweit werden wir von belastenden Erfahrungen früherer Generationen noch heute beeinflusst? Und wie ist es möglich, solche Verstrickungen zu lösen? Und welche Überlebenskompetenzen wurden entwickelt?
Beim Blick auf die leibliche Familie – ergänzt durch eine Herzensfamilie und durch symbolische Figuren – eröffnen sich überraschende und hilfreiche neue Perspektiven.
P.S.: Es ist keine spezielle Vorbereitung notwendig.

Britta Schmitt-Renz,
Ärztin, diverse Aus- und Weiterbildungen in systemischen Verfahren. Langjährige Erfahrungen in der ärztlichen Praxis, als ärztliche Gutachterin und in der Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik, u.a. in einer Fachklinik für suchtkranke und traumatisierte Frauen und in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. In eigener Praxis für psychosomatische Beratung und Therapie tätig.


Werkstatt 3
Medienethik und Selbstbestimmung im digitalen Umfeld

Wie selbstbestimmt können und wollen wir in der digitalen Welt (noch) leben: wie viel Handlungsspielraum haben wir im Zuge der Digitalisierung? Wer setzt die Themen und welche Informationen werden von wem mit welcher Intention bereitgestellt (z.B. Mensch oder Algorithmus)? Welche Informationen sind wahrhaftig und glaubwürdig und wie lässt sich dies überprüfen (z.B. Fake News)? Können wir noch eigene Entscheidungen über die Abgabe von personenbezogenen Daten treffen? Dabei fällt der Medienkompetenz eine besondere Bedeutung zu. Denn Medienkompetenz zielt auch in einem hohen Maß auf die Ausbildung von Reflexionsfähigkeit und die Fähigkeit, selbstbestimmt Werturteile fällen und Entscheidungen treffen zu können.

Das Mitbringen eines Notebooks ist wünschenswert – aber nicht Bedingung.

Dr. Nina Köberer,

Studium der Philosophie, Germanistik, Geographie und Erziehungswissenschaft (Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen), anschließend Magisterstudium in den Fächern Philosophie und Germanistik. Von 2009 bis 2012 Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg, Dissertation im Fach Philosophie (Medienethik). Von 2012 bis 2013 Projektleitung im Agenturbereich Bildungskommunikation beim Yaez Verlag in Stuttgart. Von 2013 bis 2016 freiberufliche Tätigkeit als strategische Beraterin von Kunden aus dem privaten und öffentlichen Bereich. Seit 2011 Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Medienethik an der PH Ludwigsburg. Von 2012 bis 2016 Sprecherin der Nachwuchsgruppe Kommunikations- und Medienethik der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und seit 2014 zweite Vorsitzende des Vereins zur Förderung der publizistischen Selbstkontrolle e.V. (FPS). Von 2013 bis 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen im Arbeitsbereich Ethik und Kultur. Seit 2016 Dezernentin für Medienethik und Politische Bildung im Fachbereich Medienbildung am Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ). Seit 2009 Lehraufträge an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und an externen Hochschulen.

Ekkehard Brüggemann,

Leiter des Medienzentrums Landkreis Harburg in Norddeutschland, Medienpädagogischer Berater des NLQ und Lehrer mit einer, sich seit den 1980er Jahren im digitalen Untergrund (Demoszene) entwickelnden und noch immer gepflegten Hassliebebeziehung zur Informationstechnik. An Energie gewinnt er z.B. durch Reibung an den heutigen und früheren technischen Herausforderungen diverser Systeme aber auch durch netzpolitische Themen. – http://ekkib.de


Werkstatt 4
Mehr als nur Musik: „Die schwarze Kunst des Blues“

Vordergründig betrachtet ist er eine nicht sonderlich komplizierte Liedform, in der drei Akkorde monoton wiederholt werden, während der simple Text sich wahlweise mit guten Frauen und schlechtem Whiskey oder schlechten Frauen und gutem Whiskey beschäftigt. Doch auf den zweiten Blick ist der Blues viel mehr: Er ist nicht nur eine der weltweit einflussreichsten musikalischen Kunstformen des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts, er ist auch die Kunstform, die längst nicht mehr nur schwarzen Amerikanern eine Auseinandersetzung mit ihrem Leben ermöglicht. Der Blues schafft eine Gemeinschaft der – wie auch immer – Unterdrückten und eröffnet gleichzeitig Perspektiven von Hoffnung und Glauben an eine bessere Zukunft. Oder, wie der legendäre Mississippi-Bluessänger Howlin‘ Wolf es ausdrückte: ‚Well now, baby meet me in the bottom, bring me my running shoes!‘
In diesem Workshop wollen wir uns mit Howlin‘ Wolf auf den Weg machen und uns dorthin begeben, wo der Blues zu finden ist. Und das sind schon lange nicht mehr nur die Baumfeldfelder des ländlichen amerikanischen Südens oder die Kneipen des urbanen Chicagos. An Beispielen wollen wir herausfinden, wie – und warum – der Blues funktioniert und ob er etwa auch im ‚Alten Europa‘ Aufgaben übernehmen könnte.

Musikalische Vorbildung ist für die Teilnahme nicht nötig. Offene Ohren für musikalische und textliche Feinheiten wären allerdings erwünscht.

Uwe Bork

studierte an der Universität Göttingen Soziologie, Wirtschafts- und Sozialpolitik, Verfassungsgeschichte, Pädagogik und Publizistik.
Nach dem Studium arbeitete Uwe Bork zunächst als freier Journalist für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und ARD-Anstalten. Bis 2016  Leiter der Fernsehredaktion ‚Religion, Kirche und Gesellschaft’ des Südwestrundfunks in Stuttgart. Für seine Arbeiten wurde er unter anderem mit dem Caritas-Journalistenpreis sowie zweimal mit dem Deutschen Journalistenpreis Entwicklungspolitik ausgezeichnet.
Zusätzlich zu seinen Filmen hat Uwe Bork auch mehrere Bücher veröffentlicht, in denen er sich mit Urteilen und Vorurteilen über Religion auseinandersetzt, und er ist regelmäßiger Autor für das Politische Feuilleton des Deutschlandradios.


Werkstatt 5
Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher!

Wie passen Werte und Wirtschaft zusammen? Wie lassen sich die Wertedimensionen in wirtschaftlichen Kontexten entdecken? Der Workshop setzt an der Schnittstelle zwischen Ethik, Wirtschaft und politischer Bildung an und hat das Ziel, aus unterschiedlichen Perspektiven wirtschaftsethische Fragen mithilfe der Methode des Forschenden Lernens zu bearbeiten. Bei diesem Workshop werden Inhalte und Methoden des Workshops „Smartphone – Topseller auf dem Weltmarkt. Was kann und darf mein Handy?“ erkundet. Im Mittelpunkt steht dabei die kritische Beschäftigung mit dem Produktionsprozess und der Nutzung von Smartphones, wobei die Teilnehmenden unterschiedlichen Perspektiven (Konsumenten, Unternehmen und Politik) einnehmen, um gemeinsame und gegensätzliche Interessen in wirtschaftlichem Kontext unter ethischen Fragestellungen diskutieren.

Eva Feldmann-Wojtachnia

studierte Ethnologie, Kulturwissenschaften und Religionsphilosophie an den Universitäten Tübingen, Freiburg und Madras (Indien); seit 1995 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centrum für angewandte Politikforschung der Ludwig Maximilians Universität in München als Leiterin der Forschungsgruppe Jugend und Europa. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Jugendpartizipation, Demokratieentwicklung, Europäische Bürgergesellschaft und Polen.
Seit 2008 ehrenamtliche Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung Kreisau.


Werkstatt 6
DA WU – Der große Tanz

ist eine der ältesten Qigong Formen. Erste Aufzeichnungen sind etwa 500 Jahre alt. Heute wird es in einer moderneren Form geübt und besteht aus acht Bildern. Seine Bewegungen erinnern aber noch immer an asiatische Tänze. Sie sind weich und kraftvoll zugleich. Sie regen die Blutzirkulation und die Geschmeidigkeit der Gelenke an, kräftigen dabei Muskeln und Sehnen.
Dieser Workshop ist für alle geeignet, die neben der geistigen Erbauung auch etwas für das körperliche Wohlergehen tun wollen.

Ulrike Hoffmann

Lehrerin für Taijquan, Qigong und Körperarbeit, Gesundheitsmanagerin (Hochschule Magdeburg-Stendal), Therapeutin für Traditionelle Chinesische Medizin, Studienaufenthalt in China
Schwerpunkte: Taijiquan und Qigong in der Stationären Psychotherapie (Diakoniekrankenhaus Halle), freie Kurse. Mitarbeit am Forschungsprojekt der Universitätsklinik Halle zum Thema Taiji bei älteren Herzpatienten (Shace it). Mitglied im Deutschen Dachverband für Taijiquan und Qigong e. V., Heilpraktikerin in eigener Praxis mit Schwerpunkt Traditionelle chinesische Medizin.


Werkstatt 7
Kinder- und Jugendwerkstatt

Es gibt eine Kinderbetreuung mit eigenen Angeboten (in englisch!), damit die Eltern in aller Ruhe an den Vorträgen und Werkstätten teilnehmen können.