Zusammen gegen Rassismus – fünfte Klassen reflektieren erstaunlich gut

Fünfte Klasse beantwortet Fragen zum Thema „Rassismus“

Rassismus ist weltweit verbreitet, jeder sollte wissen was damit gemeint ist. Verstanden werden kann darunter, dass man die Menschen in Rassen einteilt und wegen ihrer Herkunft, Hautfarbe oder sogar Religion diskriminiert oder ausschließt. Manchmal bemerkt man es, manchmal nicht, es passiert einfach mal so im Alltag und wird teilweise ignoriert. Wir, die Ernst-Reuter Schule Pattensen möchten eine Schule ohne Rassismus sein. Am Freitagmorgen haben wir mehrere Klassen des 5. Jahrgangs besucht, die sich mit diesem Thema auseinandersetzten.

Unsere Beobachtung: viele Kinder wissen vorerst gar nicht was Rassismus ist. Deshalb ist das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erst einmal dazu da die Schüler zu informieren und aufmerksam zu machen, damit sie wissen was man gegen Rassismus und Mobbing unternehmen kann, denn man kann immer helfen. Man sollte nicht einfach wegschauen, sondern etwas unternehmen. Das sollen die Kindern lernen.

5. Klasse bei Gruppenspielen zur Förderung des sozialen Zusammenhalts

In den Klassen des 5. Jahrgangs haben wir  Fragen zu dem Thema gestellt. Die Antworten haben uns teilweise schockiert und sprachlos gemacht. Eine Schülerin berichtete zum Beispiel, dass sie Rassismus selber erleben musste, indem sie aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert wurde. Eines ihrer Elternteile kommt aus einem anderen Land und sie wurde deshalb beleidigt, indem zu ihr gesagt worden sei, dass sie doch zurück in dieses Land gehen solle. Ihre Geschichte hat uns ziemlich mitgenommen, es war ein anschauliches Beispiel dafür, dass Rassismus nicht nur etwas ist, das in den Medien passiert. Er ist überall anzutreffen, obwohl wir alle gleich sind. Auch unsere Mitschüler sind betroffen.

Wir fragten nach was die Kinder gegen Rassismus unternehmen würden, wenn rassistisches Verhalten direkt vor ihren Augen passiert. Einer der befragten Schüler war hierauf äußerst ehrlich und meinte, er wolle in so einer Situation nicht eingreifen. Wir vermuten, dass er so geantwortet hat, da er möglicherweise ängstlich ist und nicht selber betroffen sein möchte. Dennoch hat der Rest sehr hilfsbereit und mit großer Sorge geantwortet. Sie sagten, sie würden entweder selber eingreifen oder eine ältere Person dazu holen, die die Situation lösen kann. „Wir versuchen ein Zeichen zu setzen und arbeiten daran eine Schule ohne Rassismus und Mobbing zu sein.“, sagte einer der Zehntklässler, welcher die Präsentation hielt. Es hat uns sehr inspiriert wie es ihm am Herzen liegt, all die schlechten Seiten in Bezug auf Rassismus im Alltag an unserer Schule aufzudecken und etwas dagegen zu tun, denn selbst die kleinsten Dinge bewirken Großes.

Uns als Redaktionsteam hat es überrascht, dass so viele junge Menschen bereits so reif sind und so reflektiert im Umgang mit diesem Thema wirken. Der Großteil hätte das Richtige getan, wenn sie bemerken, dass jemand ungerecht behandelt oder sogar gemobbt wird. Man sollte immer Hilfe holen oder wenn es einen selber betrifft jemanden zum Reden suchen, wie zum Beispiel Frau Peppermüller, unsere Beratungslehrerin. Also falls DU Probleme hast oder jemanden brauchst, der dir zuhört und hilft, vertrau dich einer Person an, hab keine Angst. Frau Peppermüllers Büro findet Ihr im Freizeitbereich, ebenso wie das Büro von Herrn Oppermann.

R.Jns, T.Mck, A.Hei

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