„Selten ist so viel in solcher Dichte ausgedrückt worden!“

„Adressat Unbekannt“

Der Briefroman „Adressat Unbekannt“, geschrieben von Kathrine Kressmann Taylor, erschien zum ersten Mal 1938 in den USA. Mittlerweile wird er im Verlag „Atlantik“ veröffentlicht. Das Buch umfasst ca. 60 Seiten und kostet neu 9 €. Jeder ab dem jugendlichen Alter kann den Roman lesen. Vorteilhaft dabei ist es, mit dem geschichtlichen Hintergrund der Handlung etwas vertraut zu sein.

 

 

Die Geschichte dreht sich um 2 Männer, Martin Schulse und Max Eisenstein, welche ihre Freundschaft durch Briefkontakt aufrecht erhalten wollen. Denn, nachdem die beiden nach Amerika ausgewandert waren und eine Galerie eröffnet haben, kehrt Martin zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern in die Heimat, Deutschland, zurück. Der Briefroman spielt in der Zeit von 1933 bis 1934, während des Aufstiegs der Nationalsozialisten, was für die Freundschaft und den Kontakt viele Probleme mit sich bringt.

Die einzelnen Texte sind wie Briefe gestaltet, z.B. findet man am Anfang jedes Briefes eine Anschrift. Dies erleichtert dem Leser, der Handlung zu folgen. Im gesamten Buch gibt es nur ein Bild, doch weitere sind für die Geschichte auch nicht relevant.

Obwohl der Lesefluss durch die einzelnen Briefe erschwert wird, sorgt diese Gestaltung für besondere Spannung, da immer wieder neue Fragen zum weiteren Verlauf der Handlung aufkommen. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen ist in diesem Buch das Ende nicht vorhersehbar, was das dauerhafte Verlangen weiterzulesen verstärkt.

Dieser kurze Roman ist unserer Meinung nach sehr weiterzuempfehlen, z.B. auch als Lektüre für den Unterricht, da es Fächer wie Deutsch und Geschichte verbindet. Generell regt der Roman zu Diskussionen an. Wir selber spekulieren immer noch darüber, ob die Geschichte auf wahren Ereignissen basiert oder alles nur fiktiv ist.

T.Mck, M.Rvk

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