Guter Stil, klare Sprache – 11 Tipps

Wie du gute Texte schreibst

1. Viel schreiben, viel lesen!

Das Beste was man tun kann, um den eigenen Stil zu verbessern, ist: viel schreiben und viel lesen! Wer regelmäßig schreibt, verbessert die Qualität der Texte ganz von allein.

2. Augen auf – GENAU HINSEHEN

Nur wer genau beobachtet, kann auch anschaulich schreiben. Beschreibe so konkret es eben geht und benenne in einfacher Sprache, was du siehst, hörst, riechst, schmeckst, denkst.

Erzähle, was gerade geschieht.

Urteile und Bewertungen kommen später, in vielen Textsorten sind sie ganz entbehrlich. Abstrahiere so wenig wie möglich.

3. Sei konkret!

Ungeziefer, Unkraut, Bäume sind Sammelbegriffe, die kein Bild im Kopf entstehen lassen.

4.  Kill your Darlings!

Manchmal ist es schwer, sich von einmal geschriebenen Wörtern und Sätzen zu trennen. Für einen guten Text ist es unvermeidlich, diese Kunst zu erlernen. Überflüssige Wiederholungen, Füllwörter, Formulierungen, die nur der Absicherung dienen, abgegriffene Vergleiche – all das kann weg.

5. Vorsicht mit Fremdwörtern, Abkürzungen und Fachbegriffen 

Wirf sie aus deinem Text. Auch wenn’s weh tut, hier gilt: Kill your Darlings (siehe 4.).

6. Aktive, dynamische Verben anstatt passiver statischer Substantive

“Nach Aushebung einer Vertiefung liegt auch für den Urheber ein Stürzen im Bereich der Möglichkeit”? Besser: “Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.” Und peng!

7. “Ich”, “wir”, oder “man” – wer denn jetzt?

Die Ich-Form zeigt persönliches Engagement und Identifikation mit dem Erlebten.

Mit dem “wir” verbinden wir uns mit einer Gruppe.

Hinter dem “man” kannst du dich gut verstecken. Tu das nicht bzw. nur sehr selten.

8. Füllwörter weglassen

Irgendwie, sozusagen, ja nun, wirklich, grundsätzlich, gewissermaßen, selbstredend, schlichtweg, insbesondere, regelrecht, üblicherweise und überhaupt – oft kannst du diese Wörter rauswerfen!

9. Emotionen 

Gefühle sind kaum in Worte zu fassen, aber du kannst sie durch Worte vermitteln: beschreibe die konkreten Umstände, die deine Emotionen auslösen. Je konkreter dir das gelingt, desto größer die Chance, dass der Leser sich identifiziert und mitfühlt.

10. Wenige Adjektive 

Eigenschaftswörter sparsam verwenden! Im persönlichen Schreiben ist man leicht verleitet, bewertende Adjektive anzuhäufen: gut, schlecht, fantastisch, grauenhaft, ekelhaft, widerlich, angsteinflößend, bewundernswert.

Das sind alles nur persönliche Einschätzungen, die dem Leser die Möglichkeit nehmen, sich ein eigenes Bild zu machen. Viel besser: sich den eigenen inneren Film genau ansehen und die Dinge konkret beschreiben: heiß, kalt, grün, faltig, stinkend (nach was?), strahlend, glatt, grau und eingefallen, prall, bonbonfarbig

11. Rechtschreibung, Grammatik, Tippfehler

Auch auf Webseiten, die Millionen gekostet haben, finden sich Fehler. Das fällt dem Leser oft direkt ins Auge und schmälert die Wirkung des Textes.

Nimm dir kurz die Zeit und sieh dir Rechtschreibung und Grammatik an. Wenn du damit sorgfältig bist, drückst du zugleich Wertschätzung gegenüber dem eigenen Schreiben und auch gegenüber den Lesern aus.

 

 

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