„Du wirst mir fehlen“ – eine Kurzgeschichte

Dieser Text von Liv Tjorven Schmidt ist beim Klartext-Schreibfestival entstanden. Das Besondere daran: Er ist noch nicht ganz fertig. Setzt an den Stellen, wo (B/N) oder (V/N) steht, Namen ein, die für euch passen …

„Vielen Dank für die Blumen, (B/N). Sie sind wirklich wunderschön.“, lächelte sie. Doch salzige Tränen rannen über ihre blassen Wangen, als sie den jungen Mann vor sich betrachtete. Sein Blick war gen Boden gerichtet, tiefe Schatten unter seinen einst lebhaften, schokoladenbraunen Augen ruhend. Ein verbittertes Lächeln auf seinen Lippen, wissend, dass er nichts ändern konnte. Nichts an der Tatsache, dass ihrer beider Wege sich trennen würden, womöglich für immer.
„Ich weiß nicht, ob ich das kann. Ich meine, ohne dich. Wir haben bisher immer alles zusammen gemacht, (B/N). Und jetzt ziehst du ans andere Ende der Welt, und ich weiß nicht, wie ich das ohne dich anstellen soll..“, wisperte sie, ihre Worte durch den Wind zu ihm getragen, sich so in sein Herz bohrend, dass nun auch perlende Tränen seine Wangen benetzten und lautlos auf den Boden tropften.
„Dieser Weg wird kein leichter sein. Doch wir können das schaffen, gemeinsam, du und ich. Ich weiß es einfach. (V/N), lass‘ es uns wenigstens versuchen. Bitte.“, murmelte der Schwarzhaarige, den Hauch eines hoffnungsvollen Lächelns auf seinen vollen Lippen. Doch sie schüttelte den Kopf, löste sich sanft, aber unnachgiebig aus seinem Griff. „Das wird nichts bringen, (B/N). Es ist einfach zu weit. Ich kann es nicht ertragen, dich davonlaufen zu sehen.. Ich bin weg, (B/N). Au Revoir.“
Mit diesen Worten drehte sich die Kleinere um, hastete durch den nebeligen Regen, gegen den Wind, weg von ihm. Weg von dem, den sie liebte, der ihr mehr bedeutete als alles andere auf der Welt. Weg von der Person, mit der sie ihr Leben geteilt hatte; von demjenigen, der ihrem Leben einen Sinn gegeben hatte. Sie wusste, dass er nichts dafür konnte, doch.. Zugleich wünschte sie, sie könnte ihn hassen, dafür, dass er sie allein ließ, dass sie von nun an ohne ihn zurechtkommen musste. Einsam. Auf sich gestellt.
„Du wirst mir fehlen.“

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.