Die Gewinnerin und ihr Text

Beim #klartext-Schreibfestival wurden die Preisträger/innen unseres Sommertexte-Wettbewerbs bekannt gegeben. Die Schüler-Jury hat den Hauptpreis, ein iPad, an Leonie Hüppe vergeben – herzlichen Glückwunsch! Leonie ist 17 Jahre alt, wohnt in der Nähe von Soltau und besucht die 12. Klasse der Freien Waldorfschule Benefeld. In ihrer Freizeit macht sie Yoga, liest viel und geht mit Freunden auf Festivals und Konzerte. Schon als Kind hat sie angefangen Tagebuch zu schreiben. Mittlerweile schreibt sie am liebsten Gedichte oder kurze Texte über Erlebnisse, Gedanken und Gefühle. Am liebsten schreibt sie draußen in ihrem Notizbuch oder auf ihrer Schreibmaschine.

Und hier ihr Beitrag, ein poetischer Slam-Text, den sie beim Festival selbst vorgetragen hat:

Der Sommer ist vorbei. 

Ich hab den Sommer wie im Buch erlebt.

Freundschaft und Sonnenuntergänge haben etwas in mir bewegt.

Ich konnte

Jeden Morgen früh aufstehn, einfach rausgehn, das Meer sehn.

Und tun, was ich wollte, hab mich selbst neu entdeckt,

Hab Marmeladenglasmomente gesammelt und war jung und verrückt.

Ich hab vom Geschmack des Lebens gekostet.

Doch jetzt will ich mehr davon. Ich will dahin zurück.

Ich vermisse den Wind im Haar, der mich wild und frei fühlen lässt.

Ich bin süchtig nach Freiheit, nach dem Gefühl von Glück.

In meinem Kopf brech ich aus und lass alles zurück.

Denn da, wo ich jetzt bin, engt mich alles ein.

Ich hab das Gefühl, hier kann ich nicht immer ich selber sein.

Ich kann nicht denken, bin nicht glücklich,

denn

Ich bin gefangen im Alltag eines Menschen, der ich nicht sein will.

Hoffnungslos verheddert in meinem eigenen Traumfänger.

Ich will nicht mehr warten, mich vertrösten,

meine Träume verschieben auf ein Morgen, das vielleicht nie eintreffen wird.

Was hat das alles für einen Sinn?

Ich will hier raus und die Welt sehen.

Herausfinden, wer ich wirklich bin.

Ich will Leute kennenlernen, im Regen tanzen und tun, was mir gefällt.,

Die höchsten Berge erklimmen

und am Meer sein,

wenn über mir die Lieder der Sterne erklingen.

Einfach still lauschend dem Takt der Welt.

Ich will mit dir zusammen sein, Geheimnisse teilen,

Die schönsten Liebeslieder hören im Sonnenschein

und so tun, als wären wir auf der Erde ganz allein.

Wie ein Baum seine Äste strecken wir unsere Hände in den Himmel und greifen nach den Sternen.

Wir spüren uns

und alles,

bestehend aus

Magie und Fantasie.

Ehrlich- und Unendlichkeit.

Aus Liebe und Verbundenheit.

Alles, auch wir, ist eins.

Ich begeb‘ mich auf Reisen, bin auf der Suche nach mir.

Und eins werd ich lernen, von meinem Zuhause, von dir.

Ich selbst bin verantwortlich für mein Leben.

Es mag das Schicksal, Gott oder Karma geben,

doch

was ich aus meinem Leben mache,

liegt ganz allein bei mir.

Ich werde ihn finden, den Schatz in mir.

 

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