Perfekte Welt?

Eine kleine, epische Abhandlung von Anna Daliah.

 

Auf Steinen und Wiesen hüpft sie umher und es fällt ihr nicht schwer.

Baut ihre eigene, kleine perfekte Welt um sich herum. Sieht einfach nur das
Schöne, Leichte und fliegt. In ihrer Welt, in der alles Gute und niemals das Böse siegt.

Mit langen Engelshaaren und unschuldig großen Augen…

Liegt sie bei Regen im Bett, hört die Tropfen ans Fenster platschen, die von fernen Ländern quatschen.

Sie träumt von der großen Liebe,

von Zärtlichkeit& Vertrauen…

Sie träumt von dem perfekten Leben, in ihrer perfekten Welt. Sie träumt das, was ihr gefällt.

Doch dann ganzen langsam, werden Regentropfen zu Hagelkörnern, wird die Kuscheldecke zu einem Nagelkissen, wird die Nacht zum Tag – und sie wacht auf.

Erblickt die Welt. Nicht ihre perfekte kleine rosa Welt, sondern die, in der nichts fair oder gar vollkommen ist.

Die Welt, wo sie Rosen fassen will, doch Dornen greift, scharf wie Scherben, groß wie Nägel und spitz wie Messer.

In der Welt, wo keine Schmetterlinge mit Flügeln schlagen, sondern wo Schlangen mit in Gift getränkten Zähnen beißen, sobald man schwach wird. Wo Wiesen und Flüsse eine Seltenheit werden, in der Welt, die von Menschen zerstört wird.

All das bricht wie ein Gewitter auf sie ein, versucht ihr reines Herz zum Brechen zu bringen und sie schreit:

„Nein! Was für Leute wohnen hier in dieser Gegend, in dieser Welt? In meiner Welt!“

Zwischen Hysterie und Verzweiflung fällt sie auf die Knie, ihre Hände zu Boden sinkend. Es zuckt die Antwort rot und blinkend, siedend heiß wie ein Blitz vom Himmel und lässt sie wie vom Donner getroffen erstarren.

Es sind Leute wie du und ich.

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