Eine Schülerzeitung als Blog aufsetzen

Was ist eigentlich ein Blog?

Wikipedia schreibt dazu:

Ein Blog oder auch Web-Log –  eine Wortkreuzung aus World Wide Web und Log für Logbuch –  ist ein auf einer Website geführtes Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Blogger, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert oder Gedanken niederschreibt.

Häufig ist ein Blog endlos, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umgebrochen wird. Das Blog bildet ein für Autor und Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen.

Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als bloggen bezeichnet.

Warum eigentlich bloggen? 

Blogs sind eine zeitgemäße Form von Kommunikation, die viele Schüler/innen beherrschen oder konsumieren.

Blogs ermöglichen Interaktion und einen Austausch mit den Lesenden und Kommentare zu den jeweiligen Themen.

Blogs sind multimedial – man kann Bilder einbinden, Videos abspielen, Links setzen…

Anleitung für den erfolgreichen Aufbau einer digitalen Schülerzeitung/eines Schülerblogs 

Vorteile einer digitalen Schülerzeitung 

Die Einrichtung eines Blogs ist nicht nur vor dem Hintergrund niedriger Kosten interessant. Multimedial können alle Textinhalte mit Fotos, Slideshows, Audio- und Videobeiträgen ergänzt werden. Die Kommunikation mit den Usern/Lesern ist wichtig – in Blogs gibt es eine Kommentarfunktion, über die eigene Ansichten gepostet werden und im Idealfall ein aktiver Meinungsaustausch stattfinden kann.

Gute Blogs gelingen über eine genuine Bildsprache, Authentizität und Kontinuität: am allerwichtigsten jedoch ist der Inhalt – Content is King, wie es so schön heißt.

Technisches Know-how ist bei der Einrichtung eines Blogs nicht notwendig, Inhalte lassen sich schnell und einfach einfügen. Innerhalb der Bearbeitungssoftware sieht man sofort, wie der Text auf der Seite erscheinen wird.

Aktuell gibt es drei etablierte Blogger-Plattformen, die zu empfehlen sind: WordPress, BlogSpot und Blogger. Die Software WordPress gibt es kostenfrei auf de.wordpress.com. Dem eigenen Blog wird eine Unterdomain von wordpress.com zugewiesen, zum Beispiel SCHULE.wordpress.com. Soll anstatt dieser Adresse eine benutzerdefinierte Domain auftauchen, ist ein kostenpflichtiges Upgrade durchzuführen: etwa 17 Euro pro Domain, Blog und Jahr.

Ein Konzept aufstellen. Worum soll es gehen auf eurem Blog? Um die Schule und die Schullandschaft? Wollt ihr von eurem Alltag berichten, den Projekten und die Veranstaltungen an eurer Schule? Oder auch aktuelle Trends und gesellschaftliche Entwicklungen?

Namen & Domain. Empfehlenswert ist eine .de oder .com Domain. Das wirkt professionell und nicht nur auf die Schulumgebung konzentriert.

Menü. Die Navigation schafft Übersichtlichkeit auf dem Blog; wichtig sind die Hauptmenüpunkte und die passenden Unterkategorien. Gute Orientierung liefern die bestehenden Kategorien in der analogen Schülerzeitung: an diese lassen sich die Kategorien im Menü anlehnen.

Wer schreibt? Wer redigiert? In WordPress lassen sich den Benutzern der Seite unterschiedliche Benutzerrollen mit unterschiedlichen Zugriffsmöglichkeiten zuweisen. Es gibt vier Benutzerrollen, die an Mitbenutzer eines Blogs vergeben werden können: Administrator, Redakteur, Autor und Mitarbeiter.
Ein Administrator hat den vollen, uneingeschränkten Zugriff: die Kontrolle über Beiträge, Kommentare, Einstellungen, Wahl des Layouts, Benutzer – einfach alles. Als Redakteur kann man jeden Beitrag bearbeiten, veröffentlichen und löschen, Kommentare moderieren, Kategorien verwalten, Schlagwörter (Tags) verwalten, Links verwalten sowie Dateien/Bilder hochladen.

Bilder. Blogs funktionieren vor allem über Fotos und Videos. Die Überlegung muss stattfinden, woher diese Fotos kommen sollen. Werden sie selbst produziert? Dann lohnt sich die Anschaffung einer qualitativ hochwertigen Kamera.
Es gibt einige Plattformen für lizenzfreie Fotos im Internet. Pexels und Pixabay sind hervorragende Quellen. Die Bilder und Videos sind frei von Urheberrechten unter der Creative-Commons-Lizenz CC0 veröffentlicht. Sie können heruntergeladen, verändert und für beliebige Zwecke verwendet werden – auch kommerziell.

Social Media. Um Aufmerksamkeit zu generieren und Kommunikation mit den Lesern zu erleichtern, empfiehlt sich die Nutzung von Instagram, Facebook, Twitter und/oder YouTube. Bedacht werden muss hierbei der Aufwand, der dahinter steckt. Die Kommentare müssen redaktionell betreut werden; der Aufwand jedoch lohnt sich. Am besten pflegt man die Social-Media-Kanäle von Anfang an und füllt diese Kanäle so regelmäßig wie das Blog selbst. Diese Aufgabe können auch jüngere Schüler übernehmen, wenn sie entsprechend angeleitet und betreut werden.

Frequenz. Empfehlenswert ist eine kontinuierliche Pflege des Blogs. Im Vorfeld sollte überlegt werden, wie oft gepostet werden soll: einmal pro Woche, zwei- oder dreimal? Regelmäßigkeit und Aktualität sind wichtig, niemand geht gern auf eine Webseite, auf der wochenlang nichts Neues erscheint.

Impressum. Wichtiges Thema sind die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben darüber, wer für das Web-Angebot verantwortlich ist. Die Anbieterkennung ist unter anderem im Telemediengesetz geregelt. Die erforderlichen Angaben ähneln denen in einem gedruckten Impressum; bei journalistischen Angeboten ist die persönliche Nennung eines Verantwortlichen vorgeschrieben.

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