BYOD oder Gerätepool?

Nach den Erfahrungen aus dem dreijährigen Pilotprojekt in Niedersachsen („Mobiles Lernen mit Tablet-Computern) lässt sich sagen, dass BYOD (Bring Your Own Device) für Schulen ein geeignetes Modell ist. Bei der Arbeit mit schülereigenen Geräten sind insbesondere für selbstgesteuertes oder projektorientiertes Lernen vielfältige Möglichkeiten gegeben. Individuelle Lernstände sind auf den Geräten der Schüler gespeichert und können schrittweise weiter bearbeitet werden. Rechercheaufträge, Wiederholungen und Übungen können auch als Hausaufgaben erledigt werden. Mit schülereigenen Tablets kann Medienkompetenz noch gezielter gefördert werden, da die datensichere individuelle Konfiguration des Gerätes und der bewusste Umgang mit digitalen Medien nicht nur in der Schule, sondern auch im Freizeitbereich erprobt werden können.

Gleichwohl ist ein Gerätepool für viele Schulen leichter realisierbar und ein guter Einstieg in den Unterricht mit Tablets. Leihgeräte sind ein Weg, allen Schülern gleichermaßen und kurzfristig Zugriff auf digitale Lernwerkzeuge zu verschaffen. Unterrichtsergebnisse müssen dann allerdings auf einer (schuleigenen, datensicheren) Cloud zwischengespeichert werden, damit sie auch über einen längeren Zeitraum bzw. vom Smartphone oder vom heimischen PC aus weiter bearbeitet werden können. Zudem müssen die Geräte zentral und meist direkt in der Schule gewartet werden. Für das Gerätemanagement entstehen derzeit aber glücklicherweise immer mehr leicht zu bedienende Lösungen.