Gefangen im Netz?

Das ist eine Frage der Perspektive. Bin ich Fischer oder bin ich Fisch? Wenn ich Fisch bin, wer ist dann der Fischer, der mich gefangen hat?

Derzeit gibt es viele Argumente, um sich als Fisch fühlen zu müssen:

  • Wir wissen um die Überwachung durch Staat, Wirtschaft und Kriminelle; trotzdem geht alles so weiter wie zuvor.
  • Wir wissen, dass unsere „Lieblings“-Suchmaschine uns personalisierte Antworten und Werbung liefert; nur wenige stört das.
  • Wir wissen um die schleichende Unterwanderung der Privatsphäre; trotzdem beobachten wir einen ungezügelten  „App-etit“.
  • Wir wissen, dass Datenschutz, Privatsphäre und demokratische Grundrechte missachtet werden; trotzdem sind wir zu bequem, dagegen etwas aktiv zu unternehmen.
  • Wenn Frau Merkels Handy abgehört wird, ist die Empörung der Regierung groß! Warum hat sie sich nicht für die Rechte der Bürger engagiert?

Also: Gefangen im Netz?

Die Netztage Springe greifen all das in Vorträgen und Workshops auf. Es geht um Datensicherheit, Soziale Netzwerke, Creative Commons, Videoportale, Jugendmedienschutz, Computerspiele, Produzieren im Netz, Wikipedia u.a. .

Wir wollen auch ein ‚Ausrufungszeichen‘ setzen. Denn das Internet ist eine große Chance. Es fordert unser Können, unsere Wachsamkeit und unser pädagogisches Handeln. Wer die Gefahren kennt, kann die großen Chancen des Netzes auch nutzen.