Fachseminar im Förderschwerpunkt Sehen

Herzlich Willkommen auf der Seite des Fachseminars im Förderschwerpunkt Sehen. Ein kleines Seminar mit intensivem Austausch! Mein Name ist Ute Licht und ich leite das Fachseminar seit 2010.

Die Ausbildung der Anwärterinnen und Anwärter findet in inklusiven Settings (1), im Mobilen Dienst Sehen (2) und im Fachseminar (3) statt.

  1. Die Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst werden an einer allgemeinen Schule in einer Klasse mit einem oder mehreren Schülern mit Unterstützungsbedarf im Bereich Sehen eingesetzt. Die Planung und Durchführung von Unterricht erfolgt in der Regel in dem studierten oder zusätzlich auszubildenden Unterrichtsfach. Die Anwärterinnen und Anwärter planen und führen ggf. Förderstunden durch und beraten die Lehrkräfte der allgemeinen Schule vor Ort bezüglich der Sehbehinderung oder Blindheit des Schülers oder der Schülerin. Für die eigene Beratung stehen den Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst Mentoren aus der allgemeinen Schule und aus dem Mobilen Dienst Sehen zur Verfügung.
  2. Zeitweise begleiten die Anwärterinnen und Anwärter die Kollegen im Mobilen Dienst Sehen in ihrer alltäglichen Beratung und Unterstützung (www.mobile-dienste-lueneburg.de). Außerdem nehmen sie an den Dienstbesprechungen der Fachgruppe Sehen teil, unterstützen die Kollegen bei der Durchführung von Schülerkursen, Lehrerfortbildungen und nehmen selbst an Fortbildungen für den Mobilen Dienst Sehen teil.
  3. Im Fachseminar werden relevante Themen aus dem Schulalltag aufgegriffen, analysiert, diskutiert und Ideen für die Praxis entwickelt. Grundlage hierfür ist das Seminarcurriculum im Förderschwerpunkt Sehen. Zum Erwerb fachspezifischer Kompetenzen wurden in den letzten Jahren u.a. folgende Handlungsfelder gewählt:
  • Sehgeschädigtenspezifisches Arbeitsmaterial
  • Diagnostik bei Kindern, Schülerinnen und Schülern mit Sehschädigung
  • Einschulung von Schülerinnen und Schülern mit Blindheit oder Sehbehinderung/Übergang von Klasse 4 nach 5
  • Fachspezifische Fragestellungen im GU mit Schülerinnen und Schülern mit Sehschädigung z.B. Erdkunde, Mathematik, Kunst, Musik
  • Schriftspracherwerb bei Schülerinnen und Schülern mit Blindheit
  • Arbeitsplatzausstattung und Hilfsmittel
  • Heranführung von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf im Bereich Sehen an die Arbeit mit dem PC
  • Erstellung eines Förderplans im Förderschwerpunkt Sehen
  • Arbeiten mit Schülerinnen und Schülern in den Förderschwerpunkten Sehen und Geistige Entwicklung
  • Adressatenbezogenes Informieren über Sehschädigung
  • Pädagogische Auswirkungen verschiedener Augenerkrankungen
  • Augenarztberichte lesen und verstehen – Konsequenzen für die Beschulung

Individuelle Schwerpunkte von Anwärterinnen finden Berücksichtigung. Hier z.B. bei der Beschäftigung mit dem Thema „Schriftspracherwerb bei einer Schülerin mit Blindheit“, da dieses Thema gerade bei einer Anwärterin von großer Relevanz war.

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In Absprache mit den Anwärtern findet einmal im Jahr eine Exkursion statt.
Häufig beginnen die Seminarsitzungen gemeinsam mit dem Fachseminar im Förderschwerpunkt Hören. Gemeinsame Themen sind z.B.

  • Organisation der Mobilen Dienste KmE, Hören, Sehen – „Lüneburger Modell“
  • Beratung an der allgemeinen Schule
  • Beratungslehrer im Mobilen Dienst – Rollenklärung
  • Gemeinsamer Unterricht
  • kooperative Lernformen und Classroom Management im GU mit Schülern mit Beeinträchtigungen im Bereich der Sinne,
  • Nachteilsausgleich
  • Hörsehbehinderung
  • Organisation und Durchführung von Schülerkursen und Elterntreffen

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Zum Schluss noch eine Rückmeldung von einer ehemaligen Lehrerin im Vorbereitungsdienst:

„Ich bin sehr froh, dass ich mein Referendariat in Lüneburg gemacht habe und somit im Fachseminar Sehen gelandet bin. Die Fachseminarleiterin ist unheimlich nett und kompetent. Gut gefallen hat mir, dass sie –soweit ich mich erinnere – zu allen Themen Materialien aus der Praxis beisteuern konnte. Was die Themenwahl anging, war sie für Vorschläge immer offen. Meine Fragen trafen auf offene Ohren und kompetente Antworten.
Für meine praktische Ausbildung im Förderschwerpunkt Sehen war ich an einer Grundschule eingesetzt. Hier konnte ich mich exemplarisch mit einem Krankheitsbild, dessen Auswirkungen und möglichen Fördermaßnahmen auseinandersetzen. Des Weiteren bestand die Möglichkeit mit meinem Mentor (oder auf Anfrage auch bei den anderen Kollegen) mitzufahren, um in weitere Bereiche reinzuschnuppern bzw. sich in weiteren Bereichen (wie z.B. Diagnostik) zu üben.“

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