Gespräch über den Ausbildungsstand

Dieses Arbeitspapier des Pädagogischen Seminars 4 ergänzt die Absprachen im Studienseminar Lüneburg für das Lehramt Sonderpädagogik zur Durchführung der Gespräche über den Ausbildungsstand.

Die Regelungen der APVO-Lehr, Absprachen zur Organisationsstruktur, Hinweise zu einer wertenden Aussage und die beteiligten Personen am Gespräch entnehmen Sie bitte dem Leitfaden des Studienseminars zu den Gesprächen über den Ausbildungsstand.

Um ein gemeinsames Gespräch aller Beteiligten zu ermöglichen, ist es günstig, wenn die LiV mit einer kurzen und prägnanten Rückschau auf den eigenen Lernweg beginnt. Sinnvoll sind unbedingt Schwerpunktsetzungen, um in der gemeinsam zur Verfügung stehenden Zeit (ca. 30 min) wichtiges und wesentliches besprechen zu können. Es kann eben nicht alles noch Mal zusammen gefasst werden. Durch die Rückschau auf den eigenen Lernweg nennt die LiV ihr wesentliche Punkte, die zum Gesprächsgegenstand werden.

Es fördert den Gedankenaustausch und das gemeinsame Gespräch, wenn die LiV sich auf das GüA (schriftlich) vorbereiten. Die eigene Entwicklung soll betrachtet und auf der Basis der bisherigen Beratungen reflektiert werden.
Bei der Vorbereitung dieser Stellungnahme können die Kompetenzbereiche der APVO-Lehr Berücksichtigung finden. Die folgende Auflistung nennt stichwortartig Beispiele der Kompetenzbereiche und sollte nicht als verbindlich angesehen werden. Günstig ist es, die Liste als Anregung zu verstehen, um die eigenen Arbeitsschwerpunkte herauszuarbeiten und Weiterentwicklungen zu benennen.

Dabei soll auch die Ausbildung in der sonderpädagogischen Förderung an allgemein bildenden Schulen als Reflexionspunkt angesprochen werden.

Rückblick und Ausblick auf die eigene Ausbildung:

Erreichtes – Eigene Stärken – Schwierigkeiten und Lösungsmöglichkeiten für aufgetretene Probleme – Ziele für die weitere Arbeit – Ausblick

Unterrichten:
– Planung: fach, sach-, schülergerecht und lernwirksam
– Durchführung: fach-, sach-, schülergerecht und lernwirksam
– Reflexion: Lernwirksamkeit, Nachhaltigkeit, Optimierung, Kooperation mit Kollegen

Erziehen:
– Gestaltung der Lehrer-Schüler-Beziehung
– Unterstützung der Schüler bei der individuellen Entwicklung und Wertehaltung
– Konstruktiver Umgang mit Konflikten
– Regeln des Umgangs miteinander
– Kooperation mit allen am Erziehungsprozess Beteiligten

Beurteilen, Beraten und Unterstützen, Diagnostizieren und Fördern:
– Schülerleistungen beurteilen
– Beratungsbedarf erkennen und Möglichkeiten der kollegialen Beratung nutzen
– individuelle Lernvoraussetzungen der Schüler beobachten, analysieren und fördern

Mitwirken bei der Gestaltung der Eigenverantwortlichkeit der Schule und Weiterentwickeln der eigenen Berufskompetenz:
– Schulentwicklung wahrnehmen (Erfahrungen aus inklusiven Kontexten)
– im Rahmen schulrechtlicher Bestimmungen handeln
– Berufskompetenz weiterentwickeln
– Ausbildungsschwerpunkte dokumentieren sowie zusätzliche Kompetenzen

Personale Kompetenzen:
– professionelles Konzept der eigenen Lehrerrolle entwickeln
– Verantwortung für sich und die Arbeit übernehmen
– kollegial, teamorientiert, bereit zu konstuktiver Kritik
– Konzepte und Fähigkeiten zur Konfliktbewältigung

Zur weiteren Orientierung lohnt sich ein Blick in die APVO-Lehr und in die Durchführungsbestimmungen zur APVO sowie die Kompetenzen, die im Vorbereitungsdienst erworben werden sollen.

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