Seminarprogramm

Seminarprogramm des Studienseminars Lüneburg für das Lehramt für Sonderpädagogik (Stand: Juli 2014)<
Gliederung:

0. Einführung
1. Seminarkultur
2. Leitungsverantwortung
3. Kompetenzentwicklung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiVD)
4. Professionalität der Ausbildenden
5. Ergebnisse und Erfolge
6. Ziele und Strategien der Seminarentwicklung
0. Einführung

Das hier vorliegende Seminarprogramm wurde im Zeitraum August 2013 bis Juli 2014 von den Ausbildenden des Studienseminars Lüneburg für das Lehramt für Sonderpädagogik unter Mitwirkung von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst (LiVD) erarbeitet. Grundlegend für die Erarbeitung waren die Handreichungen “Eckdaten eines Seminarprogramms (Stand: März 2012)“ der Niedersächsischen Landesschulbehörde sowie die Grundsätze für das Seminarprogramm des Studienseminars (Homepage: http://sts-lg-so.de/grundsatze-fur-das-seminarprogramm/).
Mit der Erstellung des Seminarprogramms werden hauptsächlich zwei Absichten verbunden:
Ziele, Inhalte und Verfahren der Lehrerausbildung sollen verdeutlicht werden.
Formulierung eines Leitbildes, das für alle beteiligten (LiVD, FSL, Seminarleitung) verbindlich ist.
Um eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Seminarprogramms zu ermöglichen, wird es nur in digitaler Form veröffentlicht.

1. Seminarkultur

Das Studienseminar versteht sich als ein Lernort des offenen, kommunikativen, kritisch – konstruktiven Austausches zwischen Auszubildenden und Ausbildern. Diese gewachsene Seminarkultur setzt einen wertschätzenden, respektvollen und kollegialen Umgang aller Beteiligten voraus.
Die Offenheit für neue Impulse trägt dazu bei, dass individuelle Anregungen und Erwartungen Berücksichtigung finden können. Somit wird die aktive Mitgestaltung von Seminarinhalten durch alle Beteiligten ermöglicht.

Durch verschiedene individuelle Gestaltungsformen wird ein Rahmen geschaffen, der diese spezifische Seminarkultur und Atmosphäre ermöglicht und fördert. Dabei  können ritualisierte Abläufe Orientierung und Sicherheit geben sowie einen kommunikativen Austausch begünstigen.

Die Ausbildung beginnt mit den Einführungstagen in Barendorf. Sie dienen dem gegenseitigen  Kennenlernen, dem Schaffen von Transparenz über Ausbildungsinhalte und der Information zu formalen Aspekten der einzelnen Ausbildungsphasen.

Thementage mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten, wie z.B. Möglichkeiten der inklusiven Beschulung oder persönlicher Zukunftsplanung  geben wichtige Impulse für aktuelle und übergreifende Themen. Sie erweitern und ergänzen die Seminararbeit insbesondere in inklusiven Zusammenhängen. Diese ganztägigen Veranstaltungen werden bevorzugt in Kooperation mit unterschiedlichen Einrichtungen und Trägern durchgeführt.
Eine jährlich stattfindende gemeinsame Segelwoche mit den anderen Lüneburger Studienseminaren, Angebote aus dem Bereich außerschulische Lernorte oder Erlebnispädagogik ergänzen die Angebote.

Im Rahmen von Dienstbesprechungen sowie mehrtägigen Konzepttagungen findet ein regelmäßiger Austausch unter den Ausbildenden und Vertretern der Auszubildenden statt.
Die Kooperation mit dem Studienseminar für die Lehrämter an Grund-, Haupt und Realschulen in Lüneburg sowie anderen Studienseminaren wird in verschiedenen Seminarveranstaltungen unter einem Dach bereits praktiziert bzw. weiter ausgebaut.
Darüber hinaus gibt es insgesamt eine umfangreiche Zusammenarbeit mit  regionalen und überregionalen Institutionen und  Verbänden.
Gemeinsame feierliche Anlässe fördern die Integration des Einzelnen in die Gemeinschaft und prägen das soziale Klima.

Die Seminarräume sind medial so ausgestattet, dass Ergebnisse der Seminararbeit mit geringem Aufwand präsentiert werden können. Stellwände in den Fluren sorgen für einen Überblick über aktuelle Informationen und wichtige dienstliche Mitteilungen.

Neben den Personalräten ergänzt der Seminarrat den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Seminarleitung und Vertretern der Ausbildenden und der Auszubildenden. In diesem Gremium werden wichtige Aspekte der Ausbildung im Studienseminar erörtert und Lösungsansätze für aktuelle Fragen entwickelt, die anschließend im Rahmen von Dienstbesprechungen zur Weiterentwicklung  der Seminararbeit beitragen. Damit ist eine kontinuierliche Mitwirkung aller Beteiligten an Seminarprozessen gewährleistet. Zu einzelnen Schwerpunkten erfolgt die Einrichtung von Arbeitsgruppen, die sich über einen längeren Zeitraum oder zeitlich begrenzt mit Themen auseinandersetzen (AG Beratung, AG Ausbildung in inklusiven Kontexten,…).
Regelmäßige Evaluationsprozesse unterstützen den konstruktiv-kritischen Dialog und fördern die Weiterentwicklung in allen Bereichen der Ausbildung.

2. Leitungsverantwortung

Das Studienseminar für Sonderpädagogik Lüneburg wird vom Seminarrektor Manfred Neumann und der ständigen Vertreterin Dagmar Kallien  geleitet. Zu ihrem Geschäftsbereich gehören u.a.:
Personalverantwortung
– Verwaltungs- und Ressourcenmanagement
– Seminarorganisation
– Schaffung gesundheitsfördernder Arbeitsbedingungen
Bei der Wahrnehmung dieser Aufgaben arbeitet die Seminarleitung eng mit dem Personalrat der Ausbildenden und Auszubildenden zusammen. Dadurch sorgt sie für eine transparente und auf Mitbestimmung ausgerichtete  Zusammenarbeit im Studienseminar unter Berücksichtigung aller Beteiligten. Die Haltung ist dabei geprägt von Transparenz und Kollegialität.
Die Seminarleitung schafft die Rahmenbedingungen für die Seminararbeit und plant langfristig Seminarveranstaltungen. Ihr obliegt die Organisation der Ausbildung und sie berücksichtigt interne wie externe Schnittstellen, wie z.B. das Studienseminar Lüneburg für die Lehrämter für Grund-, Haupt- und Realschule, den Verein Inklusive Menschenrechte, die lehrerausbildenden Universitäten in Hannover, Oldenburg und Lüneburg sowie die anderen niedersächsischen Studienseminare für Sonderpädagogik. Die Seminarleitung unterstützt die Ausbildungsschulen durch Informationen und koordinierende Zusammenarbeit bei der Ausbildung der Anwärterinnen und Anwärter.
Für Transparenz und Kommunikation sorgen Strukturen wie die Homepage und die Arbeitsplattform nline. Über regelmäßige Newsletter und den E-Mail – Verteiler wird ein Höchstmaß an Information und Partizipation  gewährleistet. Die Leitung sorgt für eine ausgewogene Aufgabenverteilung (Verteilung der Gutachten, Modulplanungen, inhaltliche Ausgestaltung der Dienstbesprechungen). In enger Zusammenarbeit mit Verwaltung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern achtet sie im Sinne des Ressourcenmanagements auf die Ausstattung der Seminarräume mit aktuellen Medien, Aktualität der Bibliothek, zeitnahe Abrechnung dienstlicher Anträge.
Die Seminarleitung schafft die Rahmenbedingungen für die Ausbildung der Anwärterinnen und Anwärter sowie der Lehrkräfte in der Qualifizierungsphase. Sie setzt hierbei die Vorgaben des Niedersächsischen Kultusministeriums um und trägt durch persönliche Beratung dazu bei, individuelle Lösungen zu entwickeln.

3. Kompetenzentwicklung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiVD)

3.1 Seminareigene Curricula

Das Studienseminar Lüneburg für das Lehramt Sonderpädagogik gewährleistet die kompetenzorientierte Ausrichtung bei der Planung und Durchführung der Seminarveranstaltungen.
Die Inhalte der Seminare werden innerhalb der Pädagogischen Seminare, der Fachseminare der Unterrichtsfächer und der Fachseminare der Förderschwerpunkte abgeglichen. Es finden themenbezogen gemeinsame Veranstaltungen statt. Dabei erfolgt die Orientierung an den erarbeiteten landesweiten Seminarlehrplänen (Seminarhomepage: Downloadbereich), deren seminarspezifische Umsetzung noch erfolgen muss. Fachübergreifende Seminarveranstaltungen im Team werden bereits durchgeführt, könnten aber noch ausgeweitet werden, vor allem im Sinne eines Modells für Teamarbeit.

Einer der Schwerpunkte des Seminars ist die Ausbildung für die Arbeit in inklusiven Kontexten in den Veranstaltungen der Fachseminare und in den zweimal jährlich an je 3 Tagen stattfindenden Inklusions-Modultagen zu den Teilthemen “Schriftspracherwerb“, “Mathematische Basiskompetenzen“, “Beratung“ und “Gemeinsamer Unterricht“. Die LiVD wählen ein Thema pro Halbjahr und haben so die Möglichkeit im Laufe ihrer Ausbildung 3 Angebote zu besuchen. Diese orientieren sich an den besonderen Aufgaben der Arbeit in inklusiven Kontexten (Seminarhomepage: Downloadbereich-Absprachen zur Ausbildung in inklusiven Kontexten). Bei jedem Teilthema ist ein Seminarleiter-Team für die Planung und Durchführung verantwortlich.

In regelmäßigen Abständen gibt es gemeinsame Veranstaltungen mit dem Studienseminar für Grund-, Haupt- Real- und Oberschulen. Dabei arbeiten jeweils die Unterrichtsfächer, Pädagogischen Seminare und Förderschwerpunkte zusammen. Die Pädagogischen Seminare haben ein dreigliedriges Modul zum Thema Inklusion entwickelt. Daneben finden gemeinsame Inklusionstage in Kooperation mit den Lüneburger Studienseminaren GHR und GYM und mit außerschulischen Partnern statt.

3.2  Gestaltung  von Ausbildungsveranstaltungen

Zu Beginn der Ausbildung erfolgen gezielte Einführungen in den Ausbildungsbereichen bezüglich der Seminarinhalte. Eine Grundlage bilden dabei die niedersächsischen Kerncurricula sowie die landesweiten Seminarcurricula.
Die LiVD übernehmen Verantwortung für die Ausarbeitung von Teilthemen im Rahmen der Seminarveranstaltungen. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch wird angeregt. Teamarbeit und Kooperation werden in den Seminarveranstaltungen gefördert. Die Seminararbeit ist an den Prinzipien der Erwachsenenbildung orientiert. Kooperatives Lernen, differenzierte und offene Lernformen gehören ebenso zur Methodenvielfalt der Seminare wie die Einbindung neuer Medien sowie Präsentations- und Moderationstechniken.

3.3 Individuelle Förderung und Unterstützung

Die LiVD reflektieren im Laufe ihrer Ausbildung in Beratungsgesprächen bei Unterrichtsbesuchen und beim gespräch über den Ausbildungsstand (GüA)  (Seminarhomepage: Informationen zur Ausbildung – Gespräche über den Ausbildungsstand) anhand der in der APVO-Lehr aufgeführten Kompetenzen (Seminarhomepage: Downloadbereich Prüfungsverordnung) ihre Entwicklung und ihren Ausbildungsstand und nutzen die Ergebnisse zur individuellen Weiterarbeit.
Die Ausbildung durch die Seminarleiterinnen und Seminarleiter erfolgt durch transparente und ressourcenorientierte Beratungsformen. Die LiVD nutzen angebotene Unterstützungsmöglichkeiten.

In der Gestaltung ihrer schriftlichen Unterrichtsvorbereitungen sind die LiVD grundsätzlich frei, es stehen aber Gliederungsvorschläge und inhaltliche Ausführungen zu einzelnen Unterpunkten zur Einsicht zur Verfügung. (Seminarhomepage: Downloadbereich-Seminarausbildung). Die Anzahl der Unterrichtsbesuche richtet sich nach dem individuellen Beratungsbedarf, ausgehend von den Vorgaben der APVO-Lehr (Seminarhomepage: Downloadbereich – Prüfungsverordnung ) und seminarinternen Regelungen. Insgesamt müssen mindestens 15 Unterrichtsbesuche absolviert werden.  Die Grundstruktur der Beratung ist in der Regel:
eigene Reflexion / Möglichkeit der Benennung eigener Besprechungspunkte / Rückmeldung der FSL / gemeinsame Beratung der Besprechungspunkte / Fazit durch LiVD.

Die Beratung bezüglich der Themenfindung und Gestaltung der schriftlichen Arbeiten erfolgt individuell und schwerpunktsbezogen. Die Kriterien zur Beurteilung der Hausarbeiten sind transparent. (Seminarhomepage:Downloadbereich-Seminarausbildung)

Die Beurteilungen zum Ausbildungsende erfolgen transparent und orientiert an den bereits stattgefundenen Beratungen und GüA.

4. Professionalität der Ausbildenden

4.1 Qualifikation der Ausbildenden
m Studienseminar arbeiten als Ausbildende in der Regel Förderschullehrkräfte als Fachseminarleiter mit den Förderschwerpunkten: Emotionale und Soziale Entwicklung, Geistige Entwicklung, Hören, Körperliche und Motorische Entwicklung, Lernen, Sehen und Sprache. Die fachliche Qualifikation bezieht sich auf die Unterrichtsfächer: Biologie, Deutsch, Englisch, Kunst, Mathematik, Musik, Religion, Sachunterricht und Sport.
In den Fächern Chemie, Erdkunde, Geschichte, Politik und Technik besteht eine Kooperation mit Ausbildenden anderer Studienseminare.
Die Ausbildenden verfügen über die Lehrbefähigung für das Lehramt für Sonderpädagogik oder ggf. für das Lehramt für Grund-, Haupt- und Realschulen. Sie bringen Berufserfahrungen aus ihrer Tätigkeit in Förderschulen und inklusiven Arbeitsfeldern sowie der Erwachsenenbildung mit, beispielsweise aus der Betreuung von Lehramtsanwärtern an einer Ausbildungsschule.

4.2  Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen der Ausbildenden
Die Ausbildenden im Studienseminar bilden sich eigenverantwortlich fort um zu gewährleisten, dass die Ausbildung auf einem fachlich fundierten Niveau stattfindet.
Die Fachseminarleiter nehmen an adressaten- und aufgabenbezogenen Fortbildungen teil, beispielsweise über das NLQ und über Kompetenzzentren.
Die Teilnehmenden der Arbeitsgruppe “Beratung“ treffen sich regelmäßig zum prozessbegleitenden Austausch.

4.3 Kooperation der Ausbildenden
Die Möglichkeiten zum kollegialen Austausch und zur Zusammenarbeit sind im Studienseminar breit gefächert.
Die Offenheit und Bereitschaft zur Kooperation zeigt sich in gemeinsamen oder fachseminarübergreifenden Seminarveranstaltungen, den Thementagen und modularisierten Seminarangeboten. Dies spiegelt sich auch in der gemeinsamen Durchführung von Unterrichtsbesuchen wider, in der die Ausbildenden der Unterrichtsfächer, der Pädagogischen Seminare oder der Förderschwerpunkte in der Beratung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst kooperieren.
Darüber hinaus besteht eine Kooperation zwischen den Lüneburger Studienseminaren für  die Lehrämter für Sonderpädagogik, Grund-, Haupt- und Realschulen und Gymnasien zur Vernetzung und inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema “Inklusion“.
Diese systematische Kooperation unter den Ausbildenden wird durch eine etablierte Informations- und Kommunikationskultur gestützt. Der interne Arbeitsbereich mit der Internetplattform nline umfasst neben dem Schwarzen Brett der Leitung und Verwaltung, den Newslettern und Protokollen auch die Möglichkeit zu einem fachbezogenen und seminarübergreifenden Materialaustausch sowohl für die Ausbildenden als auch für die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst.
Die Ausbildenden wirken an der Entwicklung landesweiter Seminarlehrpläne mit.

5. Ergebnisse und Erfolge
5.1 Kompetenzen
Das Erreichen der Kompetenzen nach APVO-Lehr durch die LiVD wird kontinuierlich unterstützt durch:

Seminarveranstaltungen,
Beratungsbesuche,
Dokumentation der individuellen Entwicklung für die Gespräche über den Ausbildungsstand (GüA),
Rücksprachen der FSL untereinander und mit den Ausbildungsschulen,
Reflexion der Prüfungsergebnisse im Rahmen von Dienstbesprechungen.

5.2 Anschlussfähigkeit und Nachhaltigkeit der Lehrerbildung
Eine Anschlussfähigkeit und Nachhaltigkeit der Lehrerbildung entwickelt sich auf der Basis verschiedener Formen der Evaluationen während und nach der Ausbildung:
schriftliches Feedback zum Ende der Einführungstage in Barendorf
Feedback- und Fragebögen zur Evaluation der Module
Veröffentlichung der Ergebnisse in Form von Plakaten
Evaluationen der Seminare zum Ende der Ausbildung
Einarbeitung, Auswertung und Berücksichtigung informeller Rückmeldungen aus den Ausbildungsschulen
ständige Evaluation und Weiterentwicklung des Seminarprogramms
Darüber hinaus liegen verschiedene aktuelle Evaluationen der Seminararbeit vor, deren Ergebnisse in die Weiterentwicklung der Ausbildung eingearbeitet werden.
Angestrebt wird die Einrichtung einer regelmäßigen Evaluation durch die ehemaligen LiVD nach ihrem ersten Berufsjahr.

5.3 Öffentliche Wahrnehmung des Studienseminars
Zur öffentlichen Wahrnehmung des Studienseminars tragen eine starke Vernetzung und verschiedene Formen der öffentlichen Präsentation bei.
Eine ansprechende und aktuelle Homepage bietet umfangreiche Informationsangebote für alle Interessierten. Ergänzt wird dies durch regelmäßige Informationsveranstaltungen an Universitäten, regelmäßige Angebote zur Hospitation in allen Seminarveranstaltungen (Tag der offenen Tür) und einen Info-Flyer.
Eine umfassende Einbindung in die Bildungslandschaft findet statt durch:

– Kooperation mit den Bildungsverbänden (z.B. im Rahmen von Fachtagungen)
– Kooperationsvertrag mit IdA (Inklusion durch Arbeit)
– Zusammenarbeit mit “Inklusive Menschenrechte Lüneburg“  und dem “Deutschen Institut für Menschenrechte“ in Berlin
– Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität
– Einladung von Gastreferenten zu verschiedenen Veranstaltungen
– Informationsveranstaltungen für betreuende Lehrkräfte

6. Ziele und Strategien der Seminarentwicklung
6.1 Seminarprogramm
Das Studienseminar hat sich auf ein Leitbild verständigt, das prozesshaft angepasst wird und alltagsbegleitend durch Aushang im Studienseminar sichtbar ist.
Das Studienseminar hat sich zum Ziel gesetzt, die sonderpädagogische Professionalität der Lehrerinnen und Lehrer des Lehramts für Sonderpädagogik in inklusiven Handlungsfeldern auszubilden und weiterzuentwickeln. Dazu wurden verschiedene Beschlüsse und Absprachen getroffen, um den gemeinsamen Unterricht in inklusiven Kontexten zu fördern und auszubauen, z.B.:

  • Durchführung gemeinsamer Seminarveranstaltungen mit dem Studienseminar GHRS Lüneburg
  • Fachtage mit Kooperationspartnern (Verein Inklusive Menschenrechte Lüneburg, VDS, GEW, Leuphana Universität Lüneburg, Verein Inklusion durch Arbeit, Elterninitiative “gemeinsam leben-gemeinsam lernen“ Celle, Deutsches Institut für Menschenrechte Berlin,…..)
  • Teilmodularisierung des Seminarangebots zum Themenfeld Inklusion in Form von halbjährlich stattfindenden dreitägigen Modulveranstaltungen mit Angeboten aus den Bereichen Schriftspracherwerb, Mathematische Basiskompetenzen, Gemeinsamer Unterricht sowie Beratung
  • Thementage zu ausgewählten Fragestellungen aus der Praxis inklusiver Tätigkeitsfelder (Diagnostik, motorische Basiskompetenzen, ästhetische Erziehung…)

Diese Aspekte der Seminararbeit werden regelmäßig evaluiert und kontinuierlich weiterentwickelt bzw. ergänzt, z.B. in halbjährlichen  ganztägigen Dienstbesprechungen zu ausgewählten Themenschwerpunkten.
6.2 Qualitätssicherung und Evaluation
Eine Bewertung der Arbeit des Studienseminars findet in regelmäßigen Abständen in verschiedenen Formen statt.
Zum einen erfolgen Befragungen der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst zur Qualität der Ausbildung, unter anderem zu einzelnen Fachseminarveranstaltungen, Modulangeboten und zu Beratungsbesuchen sowie zur gesamten Ausbildung.
Zum anderen bezieht das Studienseminar die kritische Beobachtung seitens eines Vertreters der Landesschulbehörde bezogen auf die Durchführung von Prüfungen in die Weiterentwicklung ein.
Des Weiteren werden Impulse aus der Zusammenarbeit mit dem Personalrat der Auszubildenden sowie aus dem Seminarrat zur Qualitätssicherung aufgegriffen.
Die Ergebnisse dieser Bewertungen finden Eingang in die Dienstbesprechungen und Konzepttagungen und werden dort gründlich ausgewertet und für die Ausgestaltung der Seminararbeit genutzt.
6.3 Optimierung der Rahmenbedingungen
Das Studienseminar verfügt über eine umfangreiche Bibliothek und Mediathek sowie technische Ausstattung für die Seminararbeit, die fortlaufend ergänzt wird.
Durch die kontinuierliche Präsenz an den Ausbildungsschulen sowie regelmäßige Informations- und Vernetzungsveranstaltungen mit Lehrkräften der Ausbildungsschulen wird die Kooperation mit allen an der Ausbildung Beteiligten sichergestellt. Ein Ziel ist es, kritische Aspekte der Zusammenarbeit im gegenseitigen Austausch zu erörtern und dabei tragfähige Lösungen zu finden.
Im Rahmen der Intensivierung der Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern konnte die Ausbildung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst in den letzten Jahren auf ein breites Fundament gestellt werden.

Erläuterung der verwendeten Abkürzungen:
FSL= Fachseminarleiterinnen und Fachseminarleiter
LiVD = Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst
GüA = Gespräche über den Ausbildungsstand
APVO-Lehr = Verordnung über die Ausbildung und Prüfung von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst

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