{"id":3645,"date":"2020-02-11T08:05:31","date_gmt":"2020-02-11T07:05:31","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/awobs\/?p=3645"},"modified":"2020-02-11T08:06:15","modified_gmt":"2020-02-11T07:06:15","slug":"bloss-nicht-vor-der-eigenen-tuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/awobs\/bloss-nicht-vor-der-eigenen-tuer\/","title":{"rendered":"Blo\u00df nicht vor der eigenen T\u00fcr"},"content":{"rendered":"\n<p> <strong>Zehntkl\u00e4sser diskutieren mit politisch Verantwortlichen \u00fcber Wege aus der Klimakrise <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>  \u201eFridays for Future\u201c mal anders und vor Ort: An der Aller Weser  Oberschule in D\u00f6rverden hat es mehrere Aktionstage unter dem Motto  \u201eKlimaschutz \u2013 Wir machen mit\u201c gegeben. Jetzt wurden die Ergebnisse bei  einem \u201eTag der offenen T\u00fcr\u201c \u00f6ffentlich pr\u00e4sentiert. Sch\u00fclerin Nele  Dehmke moderierte die Podiumsdiskussion mit Zehntkl\u00e4sslern, dem  Europaabgeordneten Sven Giegold, der SPD Landtagsabgeordneten D\u00f6rte  Liebetruth und dem D\u00f6rverdener B\u00fcrgermeister Alexander von Seggern.  Diskutiert wurden globale und lokale Themen, die von der  Wegwerfgesellschaft \u00fcber Brennstoffzellen als Antriebsform, bis hin zum  schlechten Angebot des Nahverkehrs im l\u00e4ndlichen Raum reichten. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/awobs\/files\/2020\/02\/klimadiskussion-800x450.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3646\" srcset=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/awobs\/files\/2020\/02\/klimadiskussion-800x450.jpg 800w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/awobs\/files\/2020\/02\/klimadiskussion-300x169.jpg 300w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/awobs\/files\/2020\/02\/klimadiskussion-768x432.jpg 768w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/awobs\/files\/2020\/02\/klimadiskussion.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption> Klima-Diskussion: Sven Giegold, D\u00f6rte Liebetruth und Alexander von Seggern auf dem Podium. <br>Foto: Niemann <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\nIm Rahmen der Aktionstage wollten sich Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der \nAbschlussklassen nicht nur theoretisch mit den Themen Klimaschutz, \nE-Mobilit\u00e4t, plastikfreier Umwelt oder dem eigenen \u00f6kologischen \nFu\u00dfabdruck besch\u00e4ftigen, sondern auch ganz konkret denjenigen auf den \nZahn f\u00fchlen, die sie als mitverantwortlich f\u00fcr ihre Zukunft ansehen. Zur\n Freude der Sch\u00fcler fand ihr Anliegen Geh\u00f6r.\n\n<\/p>\n\n\n\n<!--more Weiterlesen-->\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der Aktionstage wollten \nsich Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Abschlussklassen nicht nur theoretisch\n mit den Themen Klimaschutz, E-Mobilit\u00e4t, plastikfreier Umwelt oder dem \neigenen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck besch\u00e4ftigen, sondern auch ganz konkret \ndenjenigen auf den Zahn f\u00fchlen, die sie als mitverantwortlich f\u00fcr ihre \nZukunft ansehen. Zur Freude der Sch\u00fcler fand ihr Anliegen Geh\u00f6r.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWarum\n hat die Politik so lange gebraucht, gegen den Klimawandel vorzugehen\u201c, \nlautete eine von vielen Fragen, die teils auch kontrovers debattiert \nwurden. \u201eDer Ernst der Situation sei vermutlich allen bewusst\u201c, sagte \nGiegold, der mehrfach das Verhalten von Lobbyisten kritisierte. Als \neines von vielen Beispielen wies Giegold hier auf die \nEU-Klimaschutzoffensive Green Deal hin, die brandaktuell ausgerechnet \nPeter Altmaier, der Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Energie, \nsabotiere. \u201eAltmaier fordert, die Autoindustrie aus der Abgasdebatte \nzun\u00e4chst einmal herauszuhalten\u201c, sagte Giegold, der an weiteren \nBeispielen die Wirtschaftsinteressen der Gro\u00dfen und M\u00e4chtigen und deren \nStrategien Ver\u00e4nderungen auszubremsen oder gar zu verhindern deutlich \nmachte. \u201eWir alle wollen etwas ver\u00e4ndern, jedoch nicht vor der eigenen \nT\u00fcr. Die gro\u00dfen Wirtschaftsunternehmen setzen alles in Marsch, um f\u00fcr \nsie nachteilige Entwicklungen zu verhindern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Liebetruth\n betonte unter anderem, dass Klima- und Umweltschutz sehr wichtige \nThemen f\u00fcr ihre Partei seien. Und dass es zwingend alternative Energien \nbrauche. Doch viele B\u00fcrger wollten keine Windkraftanlagen vor dem \neigenen Haus. Die Landtagsabgeordnete sagte au\u00dferdem, dass es f\u00fcr das \nVoranbringen von Ver\u00e4nderungen auch politische Mehrheiten br\u00e4uchte. \u201eBei\n der Umsetzung klimapolitischer Ziele m\u00fcssen alle mitziehen.\u201c Sie \nverwies au\u00dferdem auf den Stopp der Erdgasbohrungen in V\u00f6lkersen oder auf\n die drei B\u00fcrgersolaranlagen, die in der Gemeinde D\u00f6rverden in Betrieb \nsind. Dies zeige, dass man auch in kleinen Schritten Geh\u00f6r finden und \netwas erreichen k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>B\u00fcrgermeister  von Seggern sprach vom ver\u00e4nderten Bewusstsein in der Bev\u00f6lkerung. \u201eWir  haben endlich bemerkt, dass wir etwas tun und dass wir uns bewegen  m\u00fcssen. F\u00fcr den B\u00fcrgermeister sind es gute Signale, die von Fridays for  Future ausgegangen sind. \u201eEs geht jetzt nicht mehr um die Frage, ob wir  etwas tun wollen, sondern, dass wir etwas tun m\u00fcssen\u201c, sagte er<\/p>\n\n\n\n<p>Am  Ende wurden die Podiumsg\u00e4ste mit viel Beifall verabschiedet und die  Zehntkl\u00e4ssler und ihre Lehrkr\u00e4fte Lisa Tebben und J\u00f6rg Suckow bedankten  sich f\u00fcr die konstruktive Diskussion. Auch wurden die Sch\u00fclerinnen und  Sch\u00fcler ermuntert, sich doch selber politisch zu engagieren, da dies ein  wichtiger Beitrag f\u00fcr die Demokratie sei, die junge aktive Menschen  brauche. Nach ihrem Eindruck befragt, fanden die meisten der jungen  Teilnehmer die Diskussionsrunde zwar gut, hatten aber dennoch Zweifel,  dass ihre Sorgen und Forderungen Geh\u00f6r bei den verantwortlichen Stellen  finden. <\/p>\n\n\n\n<p> \u00a9 Kreiszeitung vom 09.02.2020   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zehntkl\u00e4sser diskutieren mit politisch Verantwortlichen \u00fcber Wege aus der Klimakrise \u201eFridays for Future\u201c mal anders und vor Ort: An der Aller Weser Oberschule in D\u00f6rverden hat es mehrere Aktionstage unter dem Motto \u201eKlimaschutz \u2013 Wir machen mit\u201c gegeben. Jetzt wurden die Ergebnisse bei einem \u201eTag der offenen T\u00fcr\u201c \u00f6ffentlich pr\u00e4sentiert. 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