{"id":180,"date":"2025-08-05T12:31:27","date_gmt":"2025-08-05T10:31:27","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/bes\/?page_id=180"},"modified":"2025-08-05T12:31:27","modified_gmt":"2025-08-05T10:31:27","slug":"individuelle-foerderung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/bes\/klasse-1\/individuelle-foerderung\/","title":{"rendered":"Individuelle F\u00f6rderung"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Individuelle Ressourcen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<\/h2>\n\n\n\n<p>Infolge ihres individuellen F\u00f6rderbedarfs und fehlendem Schulabschluss ist es den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern noch nicht m\u00f6glich, die Klasse 2, bzw. eine andere weiterf\u00fchrende Schulform zu besuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Klasse 1 lernen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler unterschiedlichster Herkunft aus vielen Schulformen der allgemeinbildenden Schulen gemeinsam. Durch diese heterogene Zusammensetzung ergibt sich ein weites Spektrum an individuellem F\u00f6rderbedarf. Da es f\u00fcr den Unterricht in der Klasse 1 keine curricularen Vorgaben gibt, bestimmt der individuelle F\u00f6rderbedarf die Schwerpunkte des Unterrichtsgeschehens.<\/p>\n\n\n\n<p>Die F\u00f6rderschwerpunkte sind durch die Lehrkr\u00e4fte in der Klasse 1 mit den Jugendlichen individuell zu erarbeiten. H\u00e4ufig m\u00fcssen F\u00f6rderangebote sowohl im affektiven, kognitiven, psychomotorischen als auch im sozialen Bereich entwickelt werden. Die Arbeit mit diesen besonderen Jugendlichen erfordert daher von den Lehrkr\u00e4ften eine hohe p\u00e4dagogische Kompetenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Ergebnisse dieser F\u00f6rderung sind in vielen F\u00e4llen erst nach dem Besuch der Klasse 1 ansatzweise erkennbar. Eine weiterf\u00fchrende, nachhaltige Begleitung und Betreuung sind durch au\u00dferunterrichtliche Unterst\u00fctzung h\u00e4ufig angeraten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ursachen f\u00fcr den individuellen F\u00f6rderbedarf<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Ursachen f\u00fcr Lernprobleme und Verhaltensauff\u00e4lligkeiten, die zum Besuch der Klasse 1 f\u00fchren, sind vielfach durch Einfl\u00fcsse im au\u00dferschulischen Umfeld der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler begr\u00fcndet, wie z. B.:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>unzureichende Zuwendung,<\/li><li>Wohnsituation (beengt, laut &#8230;),<\/li><li>Beziehungsprobleme der Eltern (Streit &#8230;),<\/li><li>Beziehungsprobleme mit den Eltern (sich unverstanden f\u00fchlen &#8230;),<\/li><li>Beziehungsprobleme mit Gleichaltrigen (Mobbing &#8230;),<\/li><li>Konfrontation mit kriminellen Aktivit\u00e4ten Gleichaltriger (Gruppendruck &#8230;),<\/li><li>Freizeitverhalten (Computerspiele, Social Media &#8230;),<\/li><li>Anlehnung an negative Vorbilder (informelle F\u00fchrer &#8230;),<\/li><li>Orientierung an politischen Gruppierungen mit radikalem Hintergrund und\/oder<\/li><li>Konsum von Bet\u00e4ubungsmitteln<\/li><li>traumatische Ereignisse<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Grundlage f\u00fcr die Arbeit mit Jugendlichen in der Klasse 1 ist der Kompetenzansatz. Lehrerinnen und Lehrer werden mit Problemstellungen aller Art und aus allen Bereichen der Pers\u00f6nlichkeit des Jugendlichen konfrontiert. Hinter dieser \u201eProblembarriere\u201c verbirgt sich immer ein vorhandenes Kompetenzprofil, das in verschiedenen Bereichen herausgearbeitet werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Leitgedanke lautet:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jede Sch\u00fclerin und jeder Sch\u00fcler verf\u00fcgt \u00fcber Ressourcen, die geweckt und gest\u00e4rkt werden k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Umsetzung dieses Leitgedankens gelingt nur, wenn die Individualit\u00e4t des Jugendlichen erfasst bzw. wahrgenommen wird. Seine Lebensgeschichte, seine Kompetenzen und Defizite, seine bisherigen Lernerfahrungen, seine W\u00fcnsche und \u00c4ngste. Vor diesem Hintergrund m\u00fcssen auch kleine Fortschritte zur Entwicklung von Handlungskompetenz<sup><sub>[1]<\/sub><\/sup>\u00a0als Erfolge gewertet werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Berufsrelevante Kompetenzen:<sup>[1]<\/sup><\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fachkompetenz<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>z. B. Fertigkeiten und theoretisches Wissen f\u00fcr die Aus\u00fcbung beruflicher T\u00e4tigkeit<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Personale Kompetenz<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>z. B. Teamf\u00e4higkeit, Selbstbewusstsein, Verantwortungsbereitschaft, Kritikf\u00e4higkeit, Motivation und Lernbereitschaft, Konzentration und Merkf\u00e4higkeit, Ausdauer, Sorgfalt, Zuverl\u00e4ssigkeit, P\u00fcnktlichkeit<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kommunikations-, Methoden-, Lern- und Medienkompetenz<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>z. B. Informationen sammeln und Wesentliches erkennen, Arbeitsschritte ordnen, Zeit planen, Ergebnisse pr\u00e4sentieren<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Handlungskompetenz entfaltet sich gem\u00e4\u00df SchuCu-BBS in den Dimensionen Fachkompetenz und Personale Kompetenz. In Handlungskompetenz sind Kommunikations-, Methoden-, Lern- und Medienkompetenzen immanent.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Personale Kompetenzen<\/h2>\n\n\n\n<p>Zunehmend wird der Bereich der Personalen Kompetenzen in den Dimensionen Selbst- und Sozialkompetenz, insbesondere der Kooperations- und Teamf\u00e4higkeit zur Schl\u00fcsselstelle beim Zugang in das Erwerbsleben. Hier muss daher der individuellen F\u00f6rderung der Jugendlichen ein besonderes Augenmerk gewidmet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Entwicklung von Selbst- und Sozialkompetenz:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Durchhalteverm\u00f6gen,<\/li><li>Frustrationstoleranz,<\/li><li>Initiative und Engagement,<\/li><li>Interesse an der Arbeit und am betrieblichen Geschehen,<\/li><li>Sorgfalt und Zuverl\u00e4ssigkeit,<\/li><li>Gr\u00fcndlichkeit und Gewissenhaftigkeit,<\/li><li>P\u00fcnktlichkeit und Termineinhaltung und\/oder<\/li><li>Einhaltung der betrieblichen Ordnung, der Normen und Regeln<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Kooperations- und Teamf\u00e4higkeit dr\u00fcckt sich aus in:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Einhaltung allgemeiner Regeln menschlichen Zusammenlebens,<\/li><li>Bereitschaft zur Zusammenarbeit,<\/li><li>Anpassungsf\u00e4higkeit und Flexibilit\u00e4t,<\/li><li>F\u00e4higkeit sich einzuarbeiten, zu integrieren und dazuzulernen,<\/li><li>Mitdenken und Verantwortungsbereitschaft,<\/li><li>Aufstellen und Einhalten von Kommunikationsregeln innerhalb eines Teams,<\/li><li>Anerkennung der individuellen Pers\u00f6nlichkeiten der anderen Teammitglieder und\/oder<\/li><li>Aufteilung von Arbeitsaufgaben unter Ber\u00fccksichtigung der individuellen Leistungsst\u00e4rken<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Der Besuch der Klasse 1 \u2013 gleichg\u00fcltig in welchem Berufsfeld \u2013 kann f\u00fcr viele Jugendliche eine Chance sein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Sie k\u00f6nnen sich in der Praxis erproben. Indem sie arbeiten, erhalten sie Anregungen und beginnen, eigene Lebensperspektiven zu entwickeln.<\/li><li>Sie k\u00f6nnen sich Erfolgserlebnisse erarbeiten. Dadurch erleben sie Anerkennung und steigern ihr Selbstbewusstsein.<\/li><li>Sie k\u00f6nnen eine realistische Selbsteinsch\u00e4tzung entwickeln.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>[1] Vgl. Handreichungen f\u00fcr die Erarbeitung von Rahmenlehrpl\u00e4nen der Kultusministerkonferenz (KMK). Stand: September 2007<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Individuelle Ressourcen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler Infolge ihres individuellen F\u00f6rderbedarfs und fehlendem Schulabschluss ist es den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern noch nicht m\u00f6glich, die Klasse 2, bzw. eine andere weiterf\u00fchrende Schulform zu besuchen. In der Klasse 1 lernen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler unterschiedlichster Herkunft aus vielen Schulformen der allgemeinbildenden Schulen gemeinsam. 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