{"id":294,"date":"2025-08-05T16:36:52","date_gmt":"2025-08-05T14:36:52","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/bes\/?page_id=294"},"modified":"2025-08-05T16:36:52","modified_gmt":"2025-08-05T14:36:52","slug":"vollzeit-mit-qualifizierungsbausteinen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/bes\/klasse-2\/organisation-des-unterrichts\/berufsbezogener-lernbereich\/vollzeit-mit-qualifizierungsbausteinen\/","title":{"rendered":"Vollzeit mit Qualifizierungsbausteinen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-abceabcf wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"--col-width:75%;flex-basis:75%\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Konzept<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Konzept der Qualifizierungsbausteine ist ein zentraler neuer Ansatz, die Berufsvorbereitung besser mit der Ausbildung zu verzahnen. Mit Hilfe der Qualifizierungsbausteine soll erreicht werden, dass junge Menschen, die bisher keine Chance hatten, einen Ausbildungsplatz zu finden, durch eine effizientere und berufsnahe Vorbereitung doch noch in eine Ausbildung integriert werden k\u00f6nnen. Gleichzeitig sollen die Chancen auf einen Arbeitsplatz verbessert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Qualifizierungsbausteine stellen inhaltlich und zeitlich begrenzte Lerneinheiten dar, in denen die fachpraktischen wie auch die fachtheoretischen Inhalte einbezogen sind. Die Vermittlung von Grundlagen beruflicher Handlungsf\u00e4higkeit erfolgt daher in enger Abstimmung zwischen den beteiligten Theorie- und Praxislehrkr\u00e4ften. Die Fertigkeiten und Kenntnisse sind verbindlich aus den jeweiligen Ausbildungsrahmenpl\u00e4nen zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ziele<\/h2>\n\n\n\n<p>Durch die Qualifizierungsbausteine erwerben Jugendliche Kompetenzen aus anerkannten Ausbildungsberufen entsprechend der Ausbildungsrahmenpl\u00e4ne.<\/p>\n\n\n\n<p>Qualifizierungsbausteine erm\u00f6glichen Jugendlichen berufliche Teilqualifizierungen zu erwerben. Damit wird die Ausbildungsreife gef\u00f6rdert und eine qualitative Verbesserung der Ausbildungsvorbereitung erzielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zugleich soll die Transparenz der Ausbildungsvorbereitung f\u00fcr die Betriebe verbessert werden, indem sie Auskunft \u00fcber erreichte berufliche Kompetenzen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Qualifizierungsbausteine sollen die Bed\u00fcrfnisse der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und Anforderungen des regionalen Arbeitsmarktes ber\u00fccksichtigen. Eine M\u00f6glichkeit hierzu stellt die Lernortkooperation dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Verstanden als abgeschlossene Lerneinheiten wirken Qualifizierungsbausteine motivierend auf die Jugendlichen, da erworbene Kompetenzen bescheinigt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kompetenzbild eines Qualifizierungsbausteins<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Qualifizierungsbaustein wird durch ein Kompetenzbild dokumentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kompetenzbild ist der zentrale Kern eines Qualifizierungsbausteins. In ihm werden die zu erreichenden Kompetenzen und die dazu geh\u00f6rigen Inhalte beschrieben. Der inhaltliche Schwerpunkt des Kompetenzbildes muss Teil einer Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder einer gleichwertigen Berufsausbildung sein, welcher die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zur Aus\u00fcbung einer T\u00e4tigkeit bef\u00e4higt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die optische Aufbereitung eines Kompetenzbildes ist zwar nicht vorgegeben, sollte aber grunds\u00e4tzlich sehr ansprechend sein. Letztendlich ist es ein Dokument, mit dem den Jugendlichen die erworbenen Kompetenzen attestiert werden. Au\u00dferdem ist davon auszugehen, dass Kompetenzbilder wichtige Bestandteile von Bewerbungsunterlagen sein wer- den.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Anhang ist beispielhaft ein Kompetenzbild beigef\u00fcgt. F\u00e4llt der Punkt 4: \u201c Zu entwickelnde Kompetenzen\u201c umfassender aus, darf ein Kompetenzbild auch mehrseitig sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aufbau eines Kompetenzbildes\u00a0<sup>[1]<\/sup><\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Bezeichnung der Schule<\/td><td><\/td><\/tr><tr><td>Bezeichnung des Qualifizierungsbausteins<\/td><td>Die Bezeichnung fasst die Kompetenzen und den Inhalt des Qualifizierungsbausteins zusammen und sollte daher m\u00f6glichst pr\u00e4gnant, adressatengerecht sowie aktiv formuliert sein.<\/td><\/tr><tr><td>zugrunde liegender Ausbildungsberuf<\/td><td>Die Nennung des entsprechenden Ausbildungsberufes erfolgt an dieser Stelle. Die Fundstellen aus den jeweiligen Ausbildungsrahmenpl\u00e4nen sind hier nicht anzugeben<\/td><\/tr><tr><td>Handlungskompetenz als aktive Formulierung<\/td><td>Da Qualifizierungsbausteine zur Aus\u00fcbung einer T\u00e4tigkeit bef\u00e4higen, muss hier festgelegt werden, \u00fcber welche Kompetenzen ein Teilnehmer nach Abschluss des Qualifizierungsbausteins verf\u00fcgt.<\/td><\/tr><tr><td>zeitlicher Umfang<\/td><td>Der Vermittlungsumfang umfasst mindestens 60 und h\u00f6chstens 120 Zeitstunden. Das entspricht einem zeitlichen Umfang von mindestens 75 Unterrichtsstunden bis h\u00f6chstens 150 Unterrichtsstunden in Theorie und Praxis. Auf dem Kompetenzbild sind in jedem Fall die Zeitstunden anzugeben.<\/td><\/tr><tr><td>zu entwickelnde Kompetenzen<br>unterteilt in Personale Kompetenz und Fachkompetenz<\/td><td>Die in der Zielformulierung festgelegten Kompetenzen werden hier in einzelne Teilkompetenzen untergliedert und den entsprechenden Fertigkeiten und Kenntnissen des Ausbildungsrahmenplans zugeordnet. Dabei ist es nicht notwendig, dass bei den Zuordnungen zu den Fertigkeiten und Kenntnissen des Ausbildungsrahmenplanes die entsprechenden Paragraphen genannt werden. Die Inhalte aus dem Rahmenplan k\u00f6nnen auch sinngem\u00e4\u00df formuliert werden.<\/td><\/tr><tr><td>Leistungs\u00fcberpr\u00fcfung<\/td><td>Am Ende des Qualifizierungsbausteins erfolgt eine praktische und theoretische Leistungs\u00fcberpr\u00fcfung. An dieser Stelle ist zu beschreiben, in welcher Form die Leistungs\u00fcberpr\u00fcfung erfolgt.<\/td><\/tr><tr><td>Datum<\/td><td>An dieser Stelle ist das Erstelldatum des Kompetenzbildes einzutragen.<\/td><\/tr><tr><td>Unterschrift<\/td><td>Sie sollte durch die verantwortliche Lehrkraft erfolgen. M\u00f6glich ist auch die Unterschrift durch die Klassenlehrkraft oder die Schulleitung. Die Entscheidung ist in der Schule zu treffen.<\/td><\/tr><tr><td>Stempel<\/td><td>Das Kompetenzbild ist entweder mit dem Schulstempel oder dem Siegel (kleines Landessiegel) zu versehen. Die Entscheidung ist in der Schule zu treffen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Didaktische Ausrichtung der Qualifizierungsbausteine\u00a0<sup>[2]<\/sup><\/h3>\n\n\n\n<p>Das f\u00fcr jeden Qualifizierungsbaustein zu erstellende Kompetenzbild beschreibt die angestrebten Ergebnisse eines Qualifizierungsprozesses, es enth\u00e4lt keine Vorgaben \u00fcber die Gestaltung des Unterrichts. Deshalb ist f\u00fcr jeden einzelnen Qualifizierungsbaustein ein entsprechendes Curriculum zu erarbeiten. Das Curriculum ist von den beteiligten Theorie- und Praxislehrkr\u00e4ften gemeinsam zu erarbeiten. Es ber\u00fccksichtigt die Gegebenheiten der zur Verf\u00fcgung stehen Werkst\u00e4tten bzw. der kooperierenden Betriebe und es orientiert sich an den Interessen und Lernvoraussetzungen der Jugendlichen. Da sich einzelne Faktoren durchaus \u00e4ndern, ist das Curriculum nicht statisch, sondern ist immer wieder den ver\u00e4nderten aktuellen Situationen anzupassen. Es handelt sich also um ein \u201eoffenes\u201c Curriculum.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus sind Qualifizierungsbausteine auch mit dem schulischem Curriculum BSS (SchuCu) im berufs\u00fcbergreifenden Lernbereich abzustimmen. Je nach Fachrichtung m\u00fcssen im unterschiedlichen Umfang die im berufs- \u00fcbergreifenden Lernbereich erworbenen Kompetenzen, insbesondere in den F\u00e4chern Mathematik, Deutsch\/Kommunikation und Englisch Anwendung finden. Das Curriculum eines Qualifizierungsbausteins ist im Bedarfsfall aus Sicht dieser F\u00e4cher durch entsprechende Lernsituationen zu erweitern.<br>Mit einer solchen Integration berufs\u00fcbergreifender Kompetenzen in Lernsituationen des berufsbezogenen Lernbereichs wird gleichzeitig ein Beitrag zur umfassenden Entwicklung von Handlungskompetenz und hier insbesondere beruflicher Fachkompetenz geleistet.<\/p>\n\n\n\n<p>Analog zum Erwerb des Hauptschulabschlusses besteht somit ein Berufsbezug, da immer auch die berufliche Relevanz der zu erwerbenden Kompetenzen deutlich zu machen ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Anzahl und Ausgabe der Qualifizierungsbausteine<\/h2>\n\n\n\n<p>Aufgrund der Zeitvorgabe&nbsp;<sup>[3]<\/sup>&nbsp;sind in der Berufseinstiegsklasse Berufseinstiegsschule Klasse 2 pro Schuljahr mindestens vier bis maximal 9 Qualifizierungsbausteine m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der besondere p\u00e4dagogische Wert eines Qualifizierungsbausteins ist seine \u00dcberschaubarkeit, daher sollte die Durchf\u00fchrung kompakt erfolgen und innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist das Ziel des Qualifizierungsbausteins erreicht, ist der Nachweis umgehend auszugeben. Eine erste Ausgabe hat sp\u00e4testens drei Monate nach Schuljahresbeginn zu erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>S\u00e4mtliche Qualifizierungsbausteine sind im Halbjahres- bzw. Abschlusszeugnis mit entsprechender Note anzugeben. Es wird empfohlen, dem Zeugnis Kopien der jeweiligen Kompetenzbilder beizuf\u00fcgen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column has-background is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"--col-width:25%;background-color:#eaeaea;flex-basis:25%\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Materialien<\/h4>\n\n\n\n<p>Hier befinden sich Beispiele und Vorlagen<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-9c19c6ad-9e24-4fc4-8a9d-55c79e5d5c1e\" href=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/bes\/files\/2025\/08\/Aufbau_Inhalt_2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Aufbau und Inhalt Kompetenzbild<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-353b362c-89bc-4377-b78c-4c95b90dd150\" href=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/bes\/files\/2025\/08\/Muster_Kompetenzbild_2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Musterkompetenzbild<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\" \/>\n\n\n\n<p>[1] vgl.: Rahmenrichtlinien f\u00fcr den berufsbezogenen Lernbereich in der Berufseinstiegsschule Klasse 2, September 2022<br>[2] vgl. Pkt 2.2, Rahmenrichtlinien f\u00fcr den berufsbezogenen Lernbereich in der Berufseinstiegsschule Klasse 2, September 2022<br>[3] W\u00f6chentlich stehen 21 Unterrichtsstunden zur Verf\u00fcgung, abz\u00fcglich der Praktikumszeit (4 Wochen bzw. 160 Zeit stunden) verbleiben 36 Unterrichtswochen. Maximal stehen somit 756 U.-Std. bzw. 567 Zeitstunden zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konzept Das Konzept der Qualifizierungsbausteine ist ein zentraler neuer Ansatz, die Berufsvorbereitung besser mit der Ausbildung zu verzahnen. Mit Hilfe der Qualifizierungsbausteine soll erreicht werden, dass junge Menschen, die bisher keine Chance hatten, einen Ausbildungsplatz zu finden, durch eine effizientere und berufsnahe Vorbereitung doch noch in eine Ausbildung integriert werden k\u00f6nnen. 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