{"id":955,"date":"2022-05-11T14:51:42","date_gmt":"2022-05-11T12:51:42","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/bloggi\/?p=955"},"modified":"2022-05-11T14:51:42","modified_gmt":"2022-05-11T12:51:42","slug":"ein-ukrainisches-fluechtlingsmaedchen-erzaehlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/bloggi\/ein-ukrainisches-fluechtlingsmaedchen-erzaehlt\/","title":{"rendered":"Ein ukrainisches Fl\u00fcchtlingsm\u00e4dchen erz\u00e4hlt&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Ukraine-Russland-Krieg, der Ende Februar ausgebrochen ist, bringt viele Opfer mit sich: verlassene H\u00e4user, viele Tote und viele Fluchtopfer. Eine dieser Menschen ist Viktoria, die aus Kiew mit ihrer Familie geflohen ist und gegenw\u00e4rtig die 10.1 des GGI besucht. Sie haben wir mit ihrem Einverst\u00e4ndnis interviewt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie erz\u00e4hlte uns von ihren Eindr\u00fccken und Erlebnissen auf ihrer Flucht sowie das Ankommen in Deutschland und der neuen Klasse.<\/p>\n\n\n\n<p>Das erste Erlebnis mit dem Krieg hatte sie im Schlaf, als sie gegen 5 Uhr morgens von Bombenger\u00e4uschen wach geworden ist. Sie nahm diese aber nur unterbewusst wahr und schlief weiter. Nachdem sie um 11 Uhr wieder aufwachte, erkl\u00e4rten ihr ihre Eltern, dass der Krieg nun begonnen hatte. Viktoria war \u00fcber diese Nachrichten schockiert und hatte, genau wie ihre Freunde, nicht mit dem Krieg gerechnet. In der Schule machten sie Scherze dar\u00fcber, dass wir im 21. Jahrhundert leben und hielten einen Krieg f\u00fcr unrealistisch.<br>Der Pr\u00e4sident Selenskyj riet allen schnell in den Westen Europas zu fl\u00fcchten und sich in Sicherheit zu bringen. Zun\u00e4chst brachen sie in ein ukrainisches Dorf zu Freunden auf. Die Entscheidung nach Deutschland zu gehen, kam schnell und unerwartet. Vorerst fuhren sie mit dem Auto nochmal nach Kiew und holten weitere Kleidungsst\u00fccke und pers\u00f6nliche Dokumente. Von dort aus wollten sie mit dem Zug nach Polen fahren. Der Zug, der vor ihnen fuhr, wurde von Raketen beschossen.<br>Von Polen reiste sie mit dem Bus nach Frankfurt und kam erstmal in Helmstedt unter. Zuerst wohnten sie bei einem Mann mit f\u00fcnf weiteren Ukrainern. Es war ihnen egal, wo, wie und mit wem sie lebten, solange sie einen Schlafplatz hatten. Nach vier Wochen zog sie mit ihrer Mutter, ihren Gro\u00dfeltern, einer Bekannten und ihrem Bruder nach Ilsede. Die Leute, mit denen sie bisher unterwegs war, blieben in Helmstedt. Sie war traurig und hatte ein bisschen Angst vor der Ver\u00e4nderung und wusste nicht so recht, was sie jetzt alles machen sollte. Aber nach wenigen Tagen wurde es besser und sie fing an, sich im neuen Alltag zurechtzufinden.<br>Viele ihrer Freunde sind immer noch in D\u00f6rfern rund um Kiew, doch auch in Italien, Spanien und Kanada kamen viele unter. Alle haben weiterhin Kontakt \u00fcber Gruppen auf dem Handy und halten sich \u00fcber diverse Messengerdienste gegenseitig auf dem Laufenden. Das Wohlergehen der einzelnen kommt auf den Ort an, an dem sie sich im Moment aufhalten. Sie alle vermissen ihre Heimat und wollen, dass der Krieg bald endet.<br>Der Einstieg in die neue Klasse fiel ihr leicht und sie war gar nicht nerv\u00f6s. Sie war offen f\u00fcr die neuen Eindr\u00fccke. Ihre Klassenkameraden sind nett und halfen beim Ankommen und Zurechtfinden in der Schule.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ukraine-Russland-Krieg, der Ende Februar ausgebrochen ist, bringt viele Opfer mit sich: verlassene H\u00e4user, viele Tote und viele Fluchtopfer. 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