Hygieneplan Corona


Hygieneplan Corona GS Achtum 04/2020
 
Verfasst von:
Alexandra Oberle-Markgraf
Markus Gelbrich

aktualisiert am 04.05.2020 
        Außenstelle GS ACHTUM
   
 
VORBEMERKUNG   Der vorliegende Hygieneplan Corona wurde auf Grundlage des Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan Schule, dem allgemeinen Hygieneplan der Didrik-Pining-Schule und den Hygienetipps der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erstellt.   Die im Rahmenhygieneplan Corona aufgeführten Hinweise wurden teilweise übernommen, größtenteils auf die schulspezifischen Gegebenheiten der Schule und ihres sozialen Umfeldes angepasst und in einigen Punkten auch erweitert bzw. verschärft und zum Teil sehr ausführlich ausgearbeitet. Damit wird den vielfach geäußerten erheblichen Sorgen seitens Lehrkräften und Mitarbeitern sowie der Elternschaft Rechnung getragen, wie eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus an einer Grundschule wirksam verhindert werden kann.   Die höchste Priorität hat die Verlangsamung der Verbreitung des Virus. Wir gehen davon aus, dass die besonderen Hygienemaßnahmen und geänderten Abläufe längere Zeit beibehalten werden müssen. Daher wird das Verhalten aller Beteiligten in Bezug auf den „neuen Alltag“ durch klare Abläufe und Regeln trainiert, die nach und nach zur Gewohnheit werden sollen.

Hygienemaßnahmen an der GS Achtum   Die GS Achtum wird von insgesamt rund 71 Kindern besucht. In der Schule sind 4 Klassenlehrkräfte, 2 Fachlehrkräfte, 4 Pädagogische Mitarbeiterinnen, zeitweise 2 städtische Mitarbeiter, 1 Schulbegleitung  und eine Freiwilligendienstlerin beschäftigt. Über das durch den Schulträger beauftragte Gebäudereinigungsunternehmen sind 2 Reinigungskräfte an der Schule tätig. Die Schule wird nachmittags gereinigt. Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erhalten eine ausführliche Einweisung in den schuleigenen Hygieneplan vor Wiederaufnahme des Unterrichts bzw. vor Eintreffen der ersten Schüler und Schülerinnen am 04.05.20. Alle neu eingestellten Personen werden vor Aufnahme (Wiederaufnahme nach der Schulschließung) der Tätigkeit unterwiesen. Dies gilt gleichermaßen für alle weiteren an der Schule in jedweder Form tätigen Personen, die Kontakt mit Kindern oder schulischem Personal haben (z.B. Einzelfallhelfer). Die Einweisung wird durch Unterschrift bestätigt. Auf den Einsatz von Ehrenamtlichen muss leider verzichtet werden. Praktikanten werden nur aufgenommen, wenn dies durch das Studium für einen längeren Zeitraum vorgegeben ist (GHR 300, ASP o.ä.) Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine kindgerecht dargebotene Unterweisung durch die Klassenlehrkräfte am Tag unmittelbar bei Wiederaufnahme des Unterrichts und zusätzlich bei Bedarf zur Festigung oder nach Ferien. Neu in die Schule aufgenommene Kinder werden von der Klassenlehrkraft an ihrem ersten Schultag unterwiesen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kinder nicht verängstigt/verunsichert werden, sondern zwar konsequent, aber auch bewusst zugewandt unterwiesen und darüber hinaus befähigt werden, die Hygienemaßnahmen ein Stück weit in die Familien zu tragen. Die Schule umfasst Jahrgang 4: 1 Klasse mit insg. 12 Schülerinnen und Schülern Schrittweiser Wiedereinstieg in den Unterricht ab 04.05.20 Jahrgang 3: 1 Klasse mit insg. 19 Schrittweiser Wiedereinstieg in den Unterricht ab dem 18.05.20 Jahrgang 2: 1 Klasse mit insg. 24 Schrittweiser Wiedereinstieg noch nicht terminiert Jahrgang 1: 1 Klassen mit insg. 18 Schülerinnen und Schülern Schrittweiser Wiedereinstieg noch nicht terminiert   Die Schule verfügt in zwei separaten Gebäudeteilen insgesamt über 4 Klassenräume. Ein weiterer Raum wird vorwiegend als Abstellraum genutzt. Die Sporthalle ist einige hundert Meter entfernt. Mit Absprache mit der Pfarrgemeinde können bei Bedarf Räume des Pfarrheims benutzt werden.        
  1. Persönliche Hygiene

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion durch Husten, Niesen und ggf. beim Sprechen. Indirekt kann eine Infektion über die Hände erfolgen, wenn diese mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Eine Infektion über die Atemluft ist unwahrscheinlich, kann aber derzeit nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Die in unserer Schule tätigen erwachsenen Personen handeln verantwortungsvoll und beachten selbstständig die wichtigsten, hier aufgeführten Maßnahmen. Die Kinder benötigen voraussichtlich über längere Zeit eine intensive Begleitung und auch Kontrolle durch die Erwachsenen. Die Maßnahmen werden in den Tagesablauf integriert und ritualisiert.

  • Bei Krankheitszeichen (z.B. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Luftnot, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinn, Halsschmerzen, Schnupfen, Gliederschmerzen) auf jeden Fall zuhause bleiben. Wenn Kinder mit Krankheitszeiten zum Unterricht erscheinen, werden umgehend die Erziehungsberechtigten informiert, und die Kinder müssen abgeholt werden. Bis dahin warten sie außerhalb des Klassenraumes. Die zuständige Lehrkraft stellt die Aufsicht sicher.  
  • Mindestens 1,50 m Abstand zu Personen halten.
  • Mit den Händen nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute nicht berühren, d.h. nicht an Mund, Augen und Nase fassen.
  • Keine Begrüßungen, Umarmungen, Bussi-Bussi, Ghetto-Faust und kein Händeschütteln. Wir begrüßen uns durch ein Lächeln, einen netten Gruß und wer mag, durch Winken.
  • Gegenstände wie z.B. Trinkbecher, persönliche Arbeitsmaterialien, Stifte sollen nicht mit anderen Personen geteilt werden.
  • Den Kontakt mit häufig genutzten Flächen wie Türklinken möglichst minimieren, z.B. nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern anfassen, ggf. Ellenbogen benutzen.
  • Husten- und Niesetikette: Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Taschentuch gehören zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen! Beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand zu anderen Personen halten, am besten wegdrehen.
  • Gründliche Händehygiene: erfolgt z.B. nach dem Betreten des Schulgebäudes, vor dem Essen, nach dem Toilettengang, vor dem Aufsetzen und nach dem Abnehmen eines Mund-Nasen-Schutzes, nach dem Husten und Niesen, nach der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln

Händewaschen mit Seife für 20 -30 Sekunden, auch kaltes Wasser ist ausreichend. Mit Kindern wird die Regel: 2x Happy Birthday angewandt.

Damit die Haut durch das häufige Waschen nicht austrocknet, sollten die Hände regelmäßig eingecremt werden. Die Handcreme ist von jedem selbst von zuhause mitzubringen. Es ist darauf zu achten, dass die Kinder sich damit nicht gegenseitig versorgen. Es wird dafür gesorgt, dass ausreichend Seife und Einmalhandtücher zur Verfügung stehen.

Händedesinfektion: Gemäß Niedersächsischem Rahmenhygieneplan Corona ist eineHändedesinfektion ist nur in Ausnahmen wie dem unwahrscheinlichen Kontakt mit Blut, Erbrochenem, Fäkalien, Speichel, Nasensekret erforderlich. Bei der Anwendung sind die Vorgaben des Niedersächsischen Rahmenhygieneplans Corona Schulen zu beachten.Durch den Schulträger wird Händedesinfektionsmittel bereitgestellt.Dieses ist jederzeit für die Kinder unzugänglich aufzubewahren. Dies gilt auch für Flächendesinfektionsmittel. Händedesinfektionsmittel dürfen nicht zur Desinfektion von Flächen verwendet werden.Die Schule übernimmt keine Verantwortung für von den Kindern selbst 9mitgebrachte Desinfektionsmittel. Die Lehrkräfte unterbinden jedoch das gegenseitige Ausleihen.

Mund-Nasen-Schutz: Ab dem 27.04.20 ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln in Niedersachsen verpflichtend vorgeschrieben. Für in der Schule tätige Personen bzw. Schülerinnen und Schüler werden diese nach derzeitigem Stand nicht zur Verfügung gestellt. Sie müssen selbst beschafft, mitgebracht und entsprechend gereinigt werden. Das Tragen eines  Mund-Nasenschutzes (auch selbstgenäht) alternativ ein vor Mund und Nase gebundenes Tuch wird in unserer Schule in bestimmten Situationen für die Lehrkräfte und Mitarbeiter sowie auch für Kinder empfohlen. Diese sollen immer verwendet werden, wenn die Gefahr besteht, dass der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Dies ist insbesondere in den Pausen, beim Ankommen und Verlassen der Schule, beim Wechsel von Räumen mit einer Lerngruppe und auf den Fluren der Fall. Es ist dabei stets zu beachten, dass ein Mund-Nasen-Schutz den Mindestabstand von 1,50 Meter nicht ersetzt, sondern nur eine sinnvolle Ergänzung und zusätzliche Absicherung darstellt.

Ein Mund-Nasenschutz kann das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, verringern (Fremdschutz). Daher dient er nur dem eigenen Schutz, wenn die Person gegenüber auch einen derartigen Schutz trägt.

  • Infektionsschutzhandschuhe: Das Tragen wird im Niedersächsischen Rahmenhygieneplan Schule Corona nicht empfohlen.

2. Raumhygiene

Reinigung: Die Reinigung findet in Verantwortung des Schulträgers und des von ihm beauftragten Reinigungsunternehmens statt.  Gemäß Niedersächsischem Rahmenhygieneplan Schule ist die ansonsten übliche Reinigung völlig ausreichend und eine Desinfektion von Oberflächen nicht erforderlich. Um den Infektionsschutz dennoch etwas zu erhöhen, sind die Abläufe und Reinigungsintervalle durch den Schulträger in einigen Bereichen angepasst  worden. Die genutzten Räume werden täglich gereinigt. Dabei werden Tische, Lichtschalter, Türklinken und Griffe (z.B. an Schubladen und Fenster) von genutzten Räumen  einmal täglich von den Reinigungskräften gewischt.  Die Müllbehälter werden täglich geleert. Die Griffe an den Eingangstüren werden ebenfalls täglich gewischt. Während der teilweisen Schulschließung werden zeitweise nicht alle Räume auch genutzt. Um zeitliche Ressourcen zu sparen wird dies berücksichtigt. Ebenfalls täglich abgewischt werden Telefone, Kopierer und weitere häufig benutzten Oberflächen.  Derzeit ist durch den Schulträger eine Ausstattung der Schule mit weiteren Reinigungsmitteln und Desinfektionsmittel für den Gebrauch der Lehrkräfte nicht zu erwarten. Computermäuse und Tastatur sind von den Benutzern mit geeignetem Reinigungsmittel selbst zu säubern. Auch diese Utensilien hierfür werden zum derzeitigen Stand vom Schulträger nicht zur Verfügung gestellt.

Raumnutzung: Es muss jederzeit und insbesondere in geschlossenen  Räumen ein Abstand von mindestens 1,50 Metern zwischen allen sich dort aufhaltenden Personen eingehalten werden. Es dürfen nur Räume genutzt werden, in denen der Hygieneplan eingehalten werden kann.

Lüften: Vor dem Unterricht bzw. zu Beginn der Arbeit und danach regelmäßig mindestens alle 45 Minuten wird mit vollständig geöffneten Fenstern mehrere Minuten gelüftet (Stoßlüftung). Fenster dürfen nur unter Aufsicht einer Lehrkraft vollständig geöffnet werden. Im Anschluss ist das Fenster wieder auf maximal Kippstellung zu verschließen. Es dürfen nur Räume für den Unterricht genutzt werden, in denen dies möglich ist.  Eine Lüftung durch gekippte Fenster ist nicht effektiv und ist nicht Bestandteil der Hygienemaßnahmen. Bei geschlossenen Fenstern ist nach Möglichkeit auf eine geöffnete Tür zu achten.

Türgriffe: Die Eingangstüren und Türen zu den Schülertoiletten sind sehr schwer. Daher können diese nicht von den Kindern mit dem Ellbogen geöffnet werden. Es werden zum Anfassen der Griffe Einmalhandtücher bereitgestellt. Mülltüten zum Entsorgen der benutzten Tücher werden aufgehängt.

2.1 Klassenräume

Die Klassen werden in geteilten Lerngruppen im täglichen Wechsel im bisherigen Klassenraum unterrichtet. Die Schülerinnen und Schülern halten eine feste Sitzordnung ein, die in einer Skizze dokumentiert ist.  Änderungen werden in Ausnahmefällen und mit entsprechender Dokumentation vorgenommen. Dadurch ist in jedem Fall eine Rückverfolgbarkeit zu gewährleistet.

2.2 Werkraum/Abstellraum

Aufgrund der geringen Größe darf dieser Raum maximal von zwei Personen gleichzeitig betreten werden.

2.3 Räume im Pfarrheim

Aufgrund des Wegfalls des Ganztagsbetriebs wird der als Mensa genutzte Raum im Pfarrheim derzeit nicht betreten.

2.4 Sekretariat

Das Sekretariat wird nur stundenweise von einer Sekretärin benutzt. Daher sind spezielle Regelungen für diesen Raum nicht notwendig. Aufgrund der geringen Größe kann er maximal von zwei in der Schule beschäftigten Personen gleichzeitig betreten werden. Das Betreten des Raumes durch Besucher ist nicht vorgesehen. Ggf. dringend notwendige Gespräche können im Lehrerzimmer durchgeführt werden. Hier steht auch eine Spuckschutzwand zur Verfügung. Alternativ besteht die Möglichkeit, dringende Gespräche in den Räumlichkeiten des Hauptstandorts oder in einem Klassenraum durchzuführen.

Die Reinigung des Sekretariats wird entsprechend der Richtlinien des Schulträgers und der im Abschnitt Raumhygiene aufgeführten Punkte durchgeführt.

2.5 Lehrerzimmer

Im Lehrerzimmer ist an den Tischen mindestens 2 Stühle Abstand zwischen den Personen zu halten. Es ist darauf zu achten, dass sich jeweils nicht mehr als 6 Personen gleichzeitig darin aufhalten.

Die Tische sind freigeräumt zu halten, damit täglich gewischt werden kann.

Die Benutzung von Geschirr, Kühlschrank, Wasserkocher und Spüle im Lehrerzimmer erfolgt auf eigene Verantwortung der Lehrkräfte und Mitarbeiter. Der Griff des Kühlschranks, der Wasserkocher, die Spüle und Armatur wird in eigener Verantwortung der Lehrkräfte einmal täglich mit einem seifenhaltigen Reinigungsmittel abgewischt.

2.6 Klassenvorräume und Wegführung

In den Vorräumen vor den Klassen kann es trotz achtsamem Verhalten vorkommen, dass der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Daher wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen. Zum Wechsel der Schuhe und Aufhängen der Jacken kann der Vorraum jeweils nur von einem Kind betreten werden. Erst wenn dieses Kind den Klassenraum betreten oder den Schulhof betreten hat, ist das nächste Kind dran. Vor den Klassenräumen sind entsprechend der Schülerzahl ausreichend Markierungen zur Einhaltung des Mindestabstands angebraucht.  Hierfür muss jeweils ausreichend Zeit eingeplant werden. Die Lehrkraft kann in eigener Verantwortung entscheiden, ob Sie für die Zeit der Corona-Einschränkungen auf die übliche Hausschuhregelung verzichtet. Die Lerngruppen sind von den Lehrkräften so durch Schulgelände zu leiten, dass direkte Begegnungen der verschiedenen Gruppen vermieden werden. Dies gilt auch für Toilettengänge. Die Wegeführung  für die einzelnen Lerngruppen wird durch die Lehrkräfte genau abgesprochen.

Bei Wegen der gesamten Lerngruppe oder mehrerer Kinder, z.B. zu Schulbeginn und –ende sowie zu den Pausen, werden die Kinder von den Lehrkräften unter Einhaltung des Mindestabstands begleitet.

3. Hygiene im Sanitärbereich

Um zu verhindern, dass sich zu viele Schülerinnen und Schüler zeitgleich in den Sanitärräumen aufhalten, werden die Kinder in der ersten Zeit nach Wiederaufnahme des Unterrichts möglichst von einer Lehrkraft bzw. pädagogischen Mitarbeiterin auf dem Weg bis zum Eingang der Sanitärräume begleitet. Bei zunehmender Verstetigung der Regeln kann dies auf eine Eingangskontrolle zu besonderen Zeiten wie Unterrichtsbeginn und –ende sowie den Pausen reduziert werden. Im Toilettenraum der Schülertoiletten  darf sich höchstens 1 Schülerinnen bzw. Schüler aufhalten. Darauf wird durch einen Aushang hingewiesen.

Täglich nach den Pausen sowie nach Unterrichtsende werden die Schülertoiletten auf Funktions- und Hygienemängel geprüft. In allen Toilettenräumen werden die Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher täglich kontrolliert und aufgefüllt. Dies wird in einem gut sichtbar aufgehängten Protokoll abgezeichnet.  Verantwortlich hierfür ist der Hausmeister, der von den Lehrkräften und ggf. weiteren Mitarbeitern unterstützt wird.   Abfallbehälter für Einmalhandtücher werden bereitgestellt und täglich geleert. Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden werden gemäß der Vorgaben und der Hygienebestimmungen des Schulträgers von den Reinigungskräften täglich gereinigt.

4. Infektionsschutz auf dem Schulweg und beim Schülertransport

Der Schulweg und die Einhaltung des Mindestabstands liegt in der Verantwortung der Sorgeberechtigten. Die Schule weist aber immer wieder auf die Wichtigkeit hin.

Für den Infektionsschutz beim Schülertransport ist der Träger bzw. der Fahrdienst/das Busunternehmen zuständig. Im öffentlichen Nahverkehr ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes ab dem 04.05.20 Pflicht. Für die Einhaltung des Mindestabstands im öffentlichen Nahverkehr ist nach derzeitigem Stand auch auf dem Schulhof jeder Fahrgast, auch Kinder, selbst verantwortlich.

5. Gruppeneinteilung

Die Klassenlehrkraft teilt die Gruppen nach pädagogischen Gesichtspunkten ein.

Ein Wechsel der Gruppe ist prinzipiell nicht möglich. Sollte es schwerwiegende Gründe für einen Wechsel der Gruppe geben, so ist dies mit der Schulleitung zu besprechen und alle folgenden Dokumentationen entsprechend anzupassen.

Alle Klassen werden in etwa gleichgroße Lerngruppen geteilt, die sich mit dem Unterricht in der Schule in aufeinanderfolgenden Tagen nach einem festgelegten Kalender abwechseln. Fehlt ein Kind an einem Tag, kann es somit erst wieder am übernächsten Schultag zur Schule kommen.

Für Gruppen unterschiedlicher Klassen, die sich zeitgleich in der Schule befinden gilt:

Die Lerngruppen werden nicht gemischt. Sie werden von einem möglichst festen Team aus Lehrkräften bzw. Pädagogischen Mitarbeitern unterrichtet. Die Lehrkräfte sollen nach Möglichkeit nicht täglich wechselnd in verschiedenen Lerngruppen eingesetzt werden. Um dies zu gewährleisten, erteilen die Klassenlehrkräfte soweit möglich auch fachfremden Unterricht und werden dabei von den Fachlehrkräften außerhalb des eigentlichen Unterrichts unterstützt. Der Einsatz von Lehrkräften in unterschiedlichen Lerngruppen aus fachlichen oder organisatorischen Gründen ist jedoch möglich, muss aber gut bedacht werden.

6. Infektionsschutz zu Unterrichtsbeginn und zu Unterrichtsende

Ab 7:55 Uhr beaufsichtigt eine Lehrkraft das Ankommen der Schülerinnen und Schüler und achtet auf die Einhaltung des Mindestabstands. Eltern verabschieden sich vor dem Schulgelände und holen ihr Kind ggf. auch wieder vor dem Schulgelände ab. Wartende Eltern werden auf den Mindestabstand hingewiesen. Die Aufsicht am Bus ist insbesondere im Hinblick auf den Mindestabstand beim Einsteigen sehr gewissenhaft zu führen. Im Klassenraum werden die eintreffenden Kinder erwartet, gehen zu ihrem zugewiesenen Sitzplatz und danach einzeln zum Händewaschen (Waschbecken im Klassenraum). Die Lehrkraft bedient die Armatur, um unnötige Berührungen vieler Personen zu vermeiden. Vor dem Eintreffen der Kinder lüftet die Lehrkraft den Raum und stellt sicher, dass ausreichend Einmalhandtücher und Seife für den Tag bereitstehen.

7. Infektionsschutz im Unterricht

Arbeitsmaterialien wie z.B. Stifte und Scheren werden nicht geteilt. Die Lehrkraft stellt keine (Klassen-)eigenen Utensilien zur Verfügung. Zu Wiederbeginn des Unterrichts nach der Schulschließung wird das vorhandene Material der Schüler zusammen mit der Lehrkraft gesichtet. Eine Rückmeldung an die Eltern mit der Aufforderung, das fehlende Material umgehend zu ergänzen, erfolgt. Die Ausstattung mit allen notwendigen schulüblichen Utensilien wird als Voraussetzung für die Teilnahme am stark frontal ausgerichteten Unterricht angesehen.

Das Eintragen ins Klassenbuch erfolgt mit dem eigenen Stift.

Partner- und Gruppenarbeit dürfen nur unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln erfolgen. Dabei kann auf eine in der Schule vorhandene Spukschutzwand zurückgegriffen werden. Diese wird nach Gebrauch mit einem Glasreiniger und Papiertuch von einem Erwachsenen gereinigt. Die Lehrkräfte dürfen eigene provisorische Konstruktionen verwenden. Diese werden zuvor durch den Hausmeister begutachtet. Es ist beabsichtigt, weitere einfache Abtrennungen aus Plexiglas anzuschaffen. Diese Abtrennungen sollen  für Phasen der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schüler verwendet werden. Ist keine Abtrennung vorhanden, kann aufgrund des einzuhaltenden Mindestabstands keine Förderung stattfinden.

Alternative Sitzordnungen wie Stuhlkreis oder Kinositz werden nicht durchgeführt, da der Mindestabstand nicht verlässlich und durchgängig eingehalten werden kann.

8. Infektionsschutz in der Notbetreuung

Es wird darauf geachtet, dass die Gruppengröße 6 Kinder möglichst nicht übersteigt. Bei mehreren Gruppen wird darauf geachtet, dass die Kinder jeweils immer in der gleichen Gruppe sind. Dies ist jedoch u.a. aufgrund der unterschiedlich benötigten Tage nicht durchgehend zu gewährleisten. Zwar wäre die Betreuung durch festes Personal im Sinne des Infektionsschutzes ratsam. Es muss jedoch auch auf die Verteilung der Lasten innerhalb des Kollegiums geachtet werden. Eine feste Besetzung durch gleichbleibende pädagogische Mitarbeiterinnen ist aufgrund der jeweils geringen Höhe an zu leistender Arbeitszeit nicht umsetzbar. Die an der Notbetreuung teilnehmenden Kinder und die betreuenden Lehrkräfte/Mitarbeiterinnen werden täglich auf einer Liste dokumentiert.

In der Notbetreuung werden die Aufgaben für das „Lernen Zuhause“ erledigt. Die Eltern werden gebeten, ihrem Kind Spielsachen mitzugeben mit denen es sich alleine eine längere Zeit alleine Beschäftigen können. Diese werden nicht untereinander ausgeliehen. Auch beim Spielen muss der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden. Allen Beteiligten muss bewusst sein,  die  Einhaltung des Mindestabstands bei der Notbetreuung für die Kinder eine besondere Herausforderung darstellt. Dies gilt besonders wenn Kinder täglich daran teilnehmen. Es stehen  Bewegungsangebote analog zu den Pausen zur Verfügung. Der Fachbereich Kunst erstellt kreative Beschäftigungsideen, die fortlaufend ergänzt werden.

9. Infektionsschutz in den Pausen

Getränke und Essen wird von den Kindern nur aus den mitgebrachten Behältnissen verzehrt. Es darf nicht geteilt werden. Sollten Kinder kein Pausenbrot und/oder kein Getränk dabei haben, werden die Eltern von der Klassenlehrkraft darauf hingewiesen.

Auf dem Pausenhof werden Bereiche für die einzelnen Lerngruppen zugewiesen und bei Bedarf durch Flatterband oder Farbmarkierungen gekennzeichnet. Sobald sich die Anzahl der Lerngruppen durch den weiteren Wiedereinstieg der unteren Jahrgänge erhöht, werden die Pausenzeiten versetzt organisiert.

Die Lehrkräfte sprechen sich hierzu ab. Spiel- und Klettergeräte dürfen nur benutzt werden, wenn der Mindestabstand dauerhaft eingehalten wird. Sollte dies aufgrund des altersbedingten Spielverhaltens von Kindern nicht gewährleistet werden können, werden die Geräte gesperrt. Vor und nach der Benutzung werden die Hände gewaschen. Die Hütte mit Spielsachen darf jeweils nur von einem Kind betreten werden. Nach Benutzung von Spielsachen werden diese von der Lehrkraft abgewischt.

Jede Lerngruppe wird von einer Lehrkraft bzw. einer Mitarbeiterin/einem Mitarbeiter beaufsichtigt, die darauf achtet, dass der Mindestabstand immer eingehalten wird.

Für Regenpausen und Pausen zwischen Unterrichtssequenzen wird eine Sammlung von kontaktlosen Spielideen angelegt. Diese wird auf iServ gestellt und von den Lehrkräften fortlaufend ergänzt.

10. Infektionsschutz beim Sportunterricht

Der Sportunterricht darf gemäß der Vorgaben nicht stattfinden. Die Sporthalle kann insbesondere bei Regenwetter für alternative Bewegungsangebote (z.B. Seilspringen) genutzt werden. Dabei jederzeit, auch beim Betreten und Wechseln der Schuhe auf den Mindestabstand zu achten.  Danach müssen die Hände gewaschen werden. Auf dem Weg zur Sporthalle und beim Wechsel der Schuhe muss auf den Mindestabstand geachtet werden. Die Fachschaft Sport stellt eine Auswahl an Bewegungsideen bereit.

11. Maßnahmen bei Nichteinhalten des Hygieneplans

Erwachsene: Bei erstmaliger bekannt gewordener Nichteinhaltung der Maßnahmen erfolgt bei Erwachsenen ein klärendes Gespräch mit der Schulleitung sowie eine Wiederholung der Einweisung in den Plan. Dieses Gespräch wird dokumentiert.

Bei weiteren Verstößen wird der/die jeweilige Vorgesetzte informiert.

Dabei ist jedoch zu beachten: Im Umgang mit Kindern kann es zu Situationen kommen, in denen der Mindestabstand aus pädagogischen Gründen unterschritten werden muss.  Jeder entscheidet situationsabhängig in eigenem Ermessen, ob er/sie sie diesen Mindestabstand in ausgewählten Situationen unterschreitet und beachtet dabei die Verantwortung der Aufsichtspflicht und Fürsorge.

Kinder: Kinder werden regelmäßig und bei Bedarf an die Regeln erinnert und bei deren Einhaltung unterstützt. Gelingt es einzelnen Kindern dennoch nicht, die Regeln einzuhalten erfolgt ein Gespräch mit den Erziehungsberechtigten und ggfs. ein Ausschluss vom Unterricht. Die Länge des Ausschlusses wird in Absprache im Klassenteam und mit der Schulleitung individuell bemessen. Sollte es zu Streitereien zwischen Kindern kommen, bei denen sich Kinder nahekommen, erfolgt ein sofortiger Ausschluss vom Unterricht für mindestens 2 Wochen.

Sollte es sich herausstellen, dass die Mehrheit der Kinder mit der Einhaltung der Regeln, insbesondere des Mindestabstands überfordert ist, behält sich die Schulleitung vor, den Unterricht in der Schule auch kurzfristig zu beenden und bis auf Weiteres abzusagen. In diesem Fall wird die Landesschulbehörde umgehend informiert und um Unterstützung gebeten. Das Gleiche gilt, sollte die Schulleitung in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften zu dem Schluss kommen, dass die Durchsetzung der Hygieneregeln, insbesondere des Mindestabstands nur durch ein Verhalten der Lehrkräfte möglich sein, die einen nachhaltigen Schaden im Vertrauensverhältnis zwischen Kindern  und Lehrern befürchten lassen.

12. Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19 Krankheitsverlauf

Bei bestimmten Personengruppen ist das Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf höher. Regelungen für diese Personengruppen werden gesondert getroffen.

13. Konferenzen und Absprachen

Besprechungen finden vorrangig als Videokonferenzen statt oder werden durch  Telefonate und E-Mailverkehr über iServ ersetzt. Der Meinungs- und Informationsaustausch erfolgt auch über schul.cloud. Hierzu richten die Lehrkräfte bei Bedarf entsprechende Gruppen ein.

Bei Wiederaufnahme des Unterrichts treffen die Lerngruppen-Teams eines Jahrgangs sowohl intern also auch untereinander die notwendigen Absprachen unter Einhaltung des Mindestabstands. Bei allen anderen Besprechungen mit persönlichem Kontakt sind möglichst zu vermeiden.

14. Eltern und Besucher

Jeder, der während des Schulbetriebs das Schulgelände betritt, muss sich in eine Anwesenheitsliste  eintragen.  

Diese wird vor dem Lehrerzimmer ausgelegt. Die jeweils zu dieser Zeit Aufsicht führende Lehrkraft sorgt dafür, dass sich die Personen mit Namen, Datum und Uhrzeit eintragen. Personen, bei denen die Anschrift nicht bekannt ist, müssen diese zusätzlich angeben. Dies gilt nicht für Handwerker und ähnliche Personen (siehe Punkt 16). Dies gilt ebenfalls nicht für die fest an der Schule beschäftigten Personen, da hier die umgehende Kontaktaufnahme im Falle einer Infektion gewährleistet ist. Die Schule ist bis auf Weiteres für spontane Besuche geschlossen. Zutritt wird nur bei wichtigem Grund nach telefonischer Absprache mit dem Sekretariat oder der Klassenlehrkraft gewährt. Dies kann z.B. das Abholen von Arbeitsmaterialien sein. Dabei wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes  oder alternativ ein vor Mund und Nase gebundenes Tuch verbindlich verlangt.

An jedem Zauntor sind Aushänge mit entsprechenden Informationen angebracht.

15. Beratungsgespräche und Elternabende

Die Kommunikation mit Eltern erfolgt regelmäßig per Telefon und E-Mail bzw. schul.cloud sowie wie derzeit erlaubt über whatapp. Bei einer erforderlichen Übersetzung aufgrund geringer Deutschkenntnisse wird im Einzelfall geprüft, ob das Gespräch verschoben werden kann. Persönliche Gespräche werden nur geführt, wenn sie unbedingt notwendig sind. Bei dringend notwendigen Gesprächen wird verbindlich  ein Spuckschutz aufgestellt. Die Anzahl der teilnehmenden Personen ist auf das unbedingt notwendige Maß zu begrenzen. Namen der Personen, Datum und Uhrzeit und ggf. die Anschriften sind zu dokumentieren und im Sekretariat zu hinterlegen.

Alle allgemeinen Informationen erfolgen telefonisch, schriftlich und durch Veröffentlichung auf der Homepage.

Elternversammlungen finden nur statt, wenn sie unabdingbar sind und nicht zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen können. Lehrkräfte sprechen dies im Vorfeld mit der Schulleitung ab.

16. Handwerker

Bis zum Ende des Schuljahres finden Umbaumaßnahmen in größerem Umfang statt. Aufgrund der Unfallvermeidung sind diese Bereiche für die Kinder und auch Mitarbeiter gesperrt, sodass ein unmittelbarer Kontakt weitestgehend ausgeschlossen werden kann. Der Hausmeister achtet bei Absprachen und Arbeiten auf die Abstands- und Hygieneregeln. Auf den Toiletten weisen Aushänge auf die Hygieneregeln hin. Die Schulleitung übernimmt keine Verantwortung für die Rückverfolgbarkeit der im Rahmen von Baumaßnahmen, Reparatur oder Wartungsarbeiten erfolgten Kontakte.

17. Meldepflicht

Das Auftreten einer Infektion mit dem Coronavirus ist der Schulleitung von den Erkrankten bzw. deren Sorgeberechtigten mitzuteilen. Das gilt auch für das gesamte Personal der Schule. Aufgrund der Coronavirus-Meldepflichtverordnung i.V. m. § 8 und § 36 des Infektionsschutzgesetzes ist sowohl der begründete Verdacht einer Erkrankung als auch das Auftreten von COVID-19 Fällen in Schulen dem Gesundheitsamt zu melden. Die Rundverfügung 1-2020 der NLSchB – Verfahren und Meldepflichten bei Coronavirus (SARS-CoV-2)“ vom 06.03.2020 ist zu beachten.

18. Evaluation und Anpassung

Das vorliegende Konzept wurde vor Beginn des schrittweisen Wiedereinstiegs der 4. Klassen zum 04.05.2020 verfasst. Es wird aufgrund der damit gemachten Erfahrungen angepasst. Aufgrund aktueller Entwicklungen und Entscheidungen von Politik und Behörden kann es auch kurzfristig angepasst und die Maßnahmen dabei verschärft oder gelockert werden.

Gleichermaßen werden die schulspezifischen Maßnahmen und Organisationsstrukturen an die Erfahrungen mit der „neuen Realität“ im Schulalltag angepasst.

Das Konzept gilt in der jeweils aktuellen Fassung bis zur Freigabe eines „normalen“ wie bisher üblichen Schulbetriebs durch die zuständigen Behörden.

19. Nachwort

Alle Lehrkräfte und Mitarbeiter müssen sich stets bewusst sein, dass die Einhaltung des Mindestabstands und der fast gänzlichen Isolation vor allem für die Kinder nicht nur ungewohnt, sondern absolut entgegen der menschlichen Natur ist und die Gefahr psychischer Folgen birgt. An unserer Schule war für uns bisher und ist auch weiterhin die Zugewandtheit, Herzlichkeit und das Gemeinschaftsgefühl die wesentliche Maxime. Wir müssen alles dafür tun, dass dies nicht durch die Corona-Krise zerstört wird. Darum hat die pädagogische Betreuung und das soziale Miteinander, sowohl beim Corona-Unterricht in der Schule als auch bei der Betreuung des „Zuhause-Lernens“ besonders in dieser Zeit für uns absoluten Vorrang vor der unterrichtlichen Wissensvermittlung. Auch die Lehrkräfte und alle an der Schule tätigen anderen Menschen sind einer hohen emotionalen Belastung ausgesetzt. Hier gilt es aufeinander zu achten, Rücksicht zu nehmen und sich gegenseitig zu (unter)stützen.

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