Der Rat der Götter (1950)

Kurzbeschreibung

Die Geschichte umfasst den Zeitraum 1933 bis 1948. Ausgehend von den Protokollen des Nürnberger IG-Farben-Prozesses und dem von Richard Sasuly verfassten Buch „IG Farben“, das weit über die USA hinaus die Öffentlichkeit beschäftigte, wird der Anteil des IG-Farben-Konzerns am Aufstieg Hitlers, am Krieg und an den Verbrechen des Faschismus dargestellt. Auf einer anderen Ebene schildert der Film das Schicksal des Chemikers Dr. Scholz, der dem Konzern durch seine Forschungen die Produktion von Massenvernichtungsmitteln ermöglicht, ohnezunächst den eigentlichen Verwendungszweck seiner Arbeitsergebnisse zu kennen. Die Einsicht in seine Mitschuld an den Verbrechen von Auschwitz bewirkt jedoch in Scholz eine entscheidende Wandlung. Er wird zum Ankläger der wahren Schuldigen und ihrer Verbündeten.

Filmographie und Verleihinfos
Regie: Kurt Maetzig
Drehbuch: Friedrich Wolf, Phillipp Gecht
Kamera: Friedl Behn-Grund
Schnitt: Ilse Voigt
Musik: Hanns Eisler
Produktionsleitung: Adolf Fischer, Karl Gillmore
Aufnahmeleitung: Hermann von Rohde, Gerhard Lücke
Produktion: Deutsche Film-AG (DEFA)
Uraufführung: 12.05.1950, Berlin (Ost)
Darsteller:  
Paul Bildt Geheimrat Mauch, Vorsitzender des Rats der Götter
Fritz Tillmann Dr. Hans Scholz, Chemiker
Willy A. Kleinau Mr. Lawson
Hans-Georg Rudolph Direktor Tilgner
Albert Garbe Onkel Karl
Helmuth Hinzelmann Oberst Schirrwind
Inge Keller Edith Scholz
Yvonne Merin Claudia Mauch
Käthe Scharf Frau Scholz
Herwart Grosse Direktor von Decken
Theodor Vogeler  
Arthur Wiesner  
Karl-Heinz Deickert  
Brigitte Krause  
Verleihinformation:

Die Aufführungs- und Verleihrechte an Der Rat der Götter liegen beim Progress Film-Verleih, Berlin.

Bezugsquelle:

Der Film steht mit zahlreichen Arbeitsmaterialien über das Portal Merlin des NLQ für die Bildungsarbeit in Niedersachsen online zur Verfügung und kann hier abgerufen werden.

Autoren/Innen

Filmanalyse: Autorengruppe Nachkriegsspielfilme (1993)
Zusammenstellung und Bearbeitung der Materialien: Autorengruppe Nachkriegsspielfilme (1993); aktualisiert: Detlef Endeward (2020)