Georg Ludwig Friedrich Laves 1788-1864 (1988)

Kurzbeschreibung

Der Film zum 200. Geburtstag des Hofarchitekten Laves zeigt die von ihm entworfenen Bauwerke im Bereich Hannover und Umgebung in ihrem damaligen und heutigen Umfeld. An seinen wesentlichsten Bauten wird Laves‘ Bedeutung als Architekt, Stadtplaner und Ingenieur gewürdigt.“ Insbesondere die hannoverschen Bauten des Architekten werden vorgestellt und erläutert: Das Schloss in Herrenhausen, der Umbau des Leineschlosses, die charakteristischen Brücken im Georgen- und Welfengarten, das Wangenheim-Palais, das Wohnhaus am Friedrichswall, die Oper, das Mausoleum im Berggarten, die stadtplanerischen Anlagen wie Waterloo-Platz (mit -Säule), „Laves-Achse“ und Bahnhof/Ernst-August-Platz, sowie der nicht mehr ausgeführte Plan eines neuen Schlosses im Bereich des Königsworther Platzes; zudem die Bauten für den Grafen Münster in Derneburg (Landhaus und Grabpyramide). Zudem erfährt der Zuschauer einiges über zeitgenössische Architekturstile (die „Revolutionsarchitektur“ des Franzosen Boulez), die Entwicklung des Kurfürstentums bzw. Königreichs Hannover und über Laves Lebensstationen, beginnend mit Studium und erste Projekt in Kassel (Invalidenhaus, Landhaus mit Park).

Filmographische Angaben:

Georg Ludwig Friedrich Laves *1788 †1864
Produktionsjahr: 1988
Produktion: cineteam Hannover im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst
Ein Film von Wolfgang Baumann, Rolf Rainer Maria Borchard, Georg Hoeltje, Horst Meisborn, Brigitte Riehl
Länge: 26 Min.
Originalformat: 16mm, f

Der Film Georg Ludwig Friedrich Laves *1788 †1864 ist von der GFS auf DVD mit zugehörigem Booklet herausgegeben worden und zum Preis von 10 € an folgenden Verkaufsstellen zu beziehen:

GFS, Hannover, Expo Plaza 12
Kino im Künstlerhaus, Hannover, Sophienstr. 2
Historisches Museum, Hannover, Pferdestraße 6
Antiquariat Ingeborg Becker, Hannover, Lister Meile 49
Schloss-Shop-Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5

Zum Film und seiner Überlieferung

Georg Ludwig Friedrich Laves ist der einzige Film über den bekannten Architekten des 19. Jahrhunderts, dessen Hauptwirkungsort in Hannover liegt. Anlässlich des 200. Geburtstages von Laves im Jahr 1988 wurde der Film von der hannoverschen Filmfirma Cineteam hergestellt. Auftraggeber war das damalige Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (heute Wissenschaft und Kultur) unter dem damaligen Minister Dr. Cassens. Der bekannte Kunsthistoriker und Lavesforschers Prof. Georg Hoeltje (1906-1996) hat an der Produktion beratend mitgewirkt und tritt im Film auch  kommentierend in Erscheinung.

Die Uraufführung des Films fand im Niedersächsischen Landtag im Oktober 1988 statt. Anschließend wurde der Film in der Laves-Ausstellung im Forum des Landesmuseum an der Marktkirche gezeigt, außerdem erhielten die damalige Landesmedienstelle und der Landesfilmdienst Vorführkopien für die Bildungsarbeit.

Ein Viertel-Jahrhundert später ist der Film nur noch wenigen bekannt, und das 16mm-Filmformat ist in der Bildungs- und Kulturarbeit bis auf einige Liebhaber nicht mehr in Gebrauch. Im Jahr 2014 jährt sich nun der 150. Todestag von Laves. Im gleichen Jahr finden in Herrenhausen / Hannover umfangreiche Feierlichkeiten anlässlich des 300. Jahrestages der Personalunion des Kurfürstentums Hannover mit dem Königreich Großbritannien statt, unter anderem in dem nach Laves‘ Plänen wieder errichteten Schloss. Aus diesen Gründen hat sich die Gesellschaft für Filmstudien e.V. entschlossen, den ursprünglichen 16mm-Film auf DVD neu herauszugeben. Eine gut erhaltene 16mm-Lichttonkopie bildete die Grundlage für eine HD-Abtastung und die anschließende DVD-Produktion.

Dr. Peter Stettner

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