Freizeit und Massenkultur in den 20er Jahren

Diese Seiten thematisieren am Beispiel der Großstadt Hannover den Durchbruch der modernen Freizeit in den Zwanziger Jahren, präsentieren damit die Geschichte eines wichtigen Bereichs unserer heutigen Gesellschaft und Alltagswelt. Ihr Schwerpunkt liegt auf sozial- und kulturgeschichtlichen Aspekten.

Schwerpunkte bilden die Texte und Bilder der Ausstellung „Wochenend und schöner Schein“ von 1991. Sie sollen exemplarisch für den Kontext stehen, in dem die Filme der Weimarer Zeit entstanden und wahrgenommen wurden.

Ergänzend zu diesen Seiten sollte die Materialien „Ein Tag im Leben der Frieda“ hinzugezogen werden. Dort wird der Alltag der Arbeiterklassen in den 20er und frühen 30er Jahren thematisiert.

Wochenend und schöner Schein

„Technik, Tempo und Idole, Werbung, Massen, Sensationen: Das Titelfoto vom Motorradrennen 1930 im hannoverschen Stadtwald thematisiert einige Elemente des neuen Lebensgefühls nach dem Ersten Weltkrieg, mit dem vor allem die jüngere Generation in den Großstädten die brüchige Existenz zu überdecken versuchte. Ein >Gefühl der Befreiung aus nachbarschaftlicher Bevormundung und traditionaler Einbindung< trieb sie, ob BürgerIn, ob ArbeiterIn, zu den neuen Freizeitangeboten.“
(aus: Adelheid v. Sid Auffarth Vorwort zu „Wochenend und schöner Schein. Freizeit und modernes Leben in den Zwanziger Jahren. Berlin 1991 )

In den 1920er Jahren wurde auch das Kino zu einer Massenattraktion. Viele Filmtheater, darunter auch zahlreiche Film­paläste wurden gebaut. Lichtreklamen und Scheinwerfer künden vom Glanz des neuen Mediums. Im Jahre 1926 gab es z. B. in Hannover 13.580 Kinoplätze in 24 Kinos. Die größten befanden sich in der Innenstadt. Wer nicht so viel Geld hatte, um die Filmpaläste zu besuchen, ging in die billigeren und kleineren Puschenkinos, die auf die Stadtteile verteilt waren.

Film wurde zu einem „Motor der Moderne“ und diese zeigte sich auch in Filmbildern.

Die Weimarer Republik
Freizeit und Massenkultur in den 20er Jahren
  • Freizeit und modernes Leben
    • Wochenend und schöner Schein
    • „Zeit ist Mangelware“
    • „Wer kann das bezahlen?“
    • Was ist Freizeit?
    • Ausdifferenzierung der Lebensformen
    • Freizeit sinnvoll nutzen
  • Hinaus in die Natur
  • Technikbegeisterung und technische Sensationen
  • Volksbildung
  • Tiere, Exotik, Sensationen
  • Sport
Arbeiteralltag in der Weimarer Republik