Die 50er Jahre: Kalter Krieg und Wirtschaftswunder – Wiederaufbau Ost und West

Vergessen – Verdrängen – veurteilen: Das Erbe der Nazis

Nur 1,4 Prozent der Entnazifizierten in den westdeutschen Besatzungszonen wurden als „Hauptschuldige“ oder „Belastete“ eingestuft wurden, von den gut hunderttausend KZ-Wächtern wurden nur einige Dutzend verurteilt. Der Anteil derer, die trotz NS-Belastung im Nachkriegsdeutschland Karriere machten, war größer als lange öffentlich diskutiert. Die einen nennen das die friedliche Integration der ehemaligen Täter und Mitläufer in die westdeutsche Demokratie und letztlich einen Erfolg? Andere fragen, ob es nicht auch Alternativen gegeben hätte und warum sie nicht umgesetzt wurden?

Die hier ausgewählten Filme stellen auch Fragen – u.a. wer die einen und wer die anderen sind – und geben auf ihre Art Antworten.

Der Zweite Weltkrieg im Film der 50er Jahre – Der Mythos von der „Sauberen Wehrmacht“

Filme, die Krieg und Kampfgeschehen zum Gegenstand haben, gibt es seit Beginn der Filmgeschichte, auch in Deutschland. Aber nur einmal gibt es in Deutschland – und zwar in der Bundesrepublik, in der 2. Hälfte der 50er Jahre – so etwas wie eine Kriegsfilmwelle. Nachdem zu Beginn der Dekade einige Militärlustspiele und US-amerikanische Kriegsfilme eine gewisse Akzeptanz für militärische Motive im westdeutschen Nachkriegskino geschaffen haben, setzt ab Mitte der 50er Jahre die sog. Welle mit „harten“ westdeutschen Kriegsfilmen ein.

Weltkriegsschicksale – Der Irrsinn des Krieges

Der Antikriegsfilm DIE BRÜCKE wurde  international beachtet und anerkannt, musste sich zugleich der Kritik aussetzen, er sei „politisch ambivalent“  (Kaes). Im gleichen Zeitraum Ende des Jahrzehnts entstehen mit UNRUHIGE NACHT und KIRMES zwei weitere Filme, die sich deutlich von der Kriegsfilmwelle abheben und Stellung gegen den Krieg einnehmen.

Der Kalte Krieg im Film – 17. Juni 1953

Die Arbeiterrevolte vom 17. Juni 1953, in dem der Protest gegen die staatlich verordneten Erhöhungen der Arbeitsnormen kulminierte, und dessen Niederschlagung wurden filmisch bislang vor allem in dokumentarischer Form behandelt. Im Gegensatz zu den anderen Themenbereichen dieser Homepage sollen daher im Folgenden ausschließlich Dokumentarfilme vorgestellt werden.

Gesellschaftsbilder der 50er Jahre –  Die nicht ganz so heilen Welten in Ost und West

In den Komödien der Zeit wird die „heile Welt“ der deutschen „Spießbürger“ zugleich vorgestellt wie auch karrikiert. Einige Spielefilme wenden sich aber auch der Brüchigkeit dieser Welt zu oder befassen sich mit gesellschaftlichen Problemen.

Der Wiederaufbau von Hannover in den 50er Jahren

Der Neuaufbau Hannovers wurde von dem Fotojournalisten Heinz Koberg filmisch dokumentiert. Mit der Erlaubnis der britischen Militärverwaltung sowie des Oberstadtdirektors Gustav Bratke ausgestattet, begann Koberg ab 1948 damit, 16mm-Filmaufnahmen in Hannover zu machen, die anfänglich das  Ausmaß der Zerstörungen, dann den Wiederaufbau festhalten sollten. Ab 1949 arbeitete Koberg offiziell im Auftrag des Rates der Stadt Hannover an dem ersten Hannover-Film, der dann 1950 fertiggestellt wurde. Bis Ende der 50er Jahre drehte Koberg sieben solcher Informationsfilme.