Das Ende der Weimarer Republik – Bedingungen des Faschismus

Charakter der faschistischen Massenbewegung

„Der Faschismus bestach dabei nicht durch seine kohärente Ideologie, denn eine solche lässt sich kaum erkennen. Vielmehr propagierte er radikale Entschlusskraft und unbedingten Willen statt Kompromissorientierung, Aktion statt kritischen Intellekts, Gefühl statt Analyse, Gemeinschaft statt gesellschaftlicher Widersprüche, „Ideale“ statt Interessen. Er betrieb einen Kult um Einheit und Reinheit. Und er war auf kriegerische Expansion angelegt. Die liberale Gesellschaft lehnte er ebenso ab wie die sozialistischen Bewegungen. Getragen von überwiegend jungen Männern und oft (nicht nur!) von Deklassierten aller Schichten, war er eine klassenübergreifende Sammlungsbewegung – und ein politisches Paradox: Rigide Ordnungsvorstellungen verbanden sich in ihm mit der Lust an der Zerstörung, konservative Beharrung traf auf dynamisch-juvenile Mobilität.“
Sven Reichardt: Triumph der Tat. 27. August 2013. Editiert am 4. September 2013, ZEIT Geschichte Nr. 3/2013

Die Weimarer Republik
Bedingungen des Faschismus

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