Keine Wege zum Ruhm – Das Grauen des Krieges

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs jährte sich im Jahr 2014 zum hundertsten Mal. Er war eines der Ergebnisse imperialistischer Politik der europäischen Großmächte  und war der erste industriell geführte Massenkrieg , der erste „totale“ Krieg der Menschheitsgeschichte. Niemals zuvor kämpften Armeen in solch gigantischen Größenordnungen gegeneinander. Charakteristisch für die Schlachten war nicht nur der enorme personelle und materielle Aufwand, sondern vor allem der äußerst bedenkenlose Umgang mit Menschenleben. Der britische Militärhistoriker Basil Liddell Hart fasste die Schlachten des Ersten Weltkriegs mit den lapidaren Worten: “nothing but stupid mutual mass-slaughter” (deutsch: „Nichts anderes als dummes, massenweises gegenseitiges Abschlachten“) zusammen. Und niemals zuvor war die Zivilbevölkerung so unmittelbar ins Kriegsgeschehen einbezogen. Am Ende befanden sich drei Viertel der Weltbevölkerung im Kriegszustand, mehr als 17 Millionen Menschen starben.

Die globalen Auswirkungen dieses Ereignisses sind ein mahnender Anlass, sich erneut mit den Ursachen und Folgen dieses Krieges zu beschäftigen. Historiker, insbesondere der Amerikaner George F. Kennan, bezeichneten ihn als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Diese „Urkatastrophe“ erfasste alle Bereiche von Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur – und prägte den weiteren Verlauf der neueren Geschichte maßgeblich. Er war auslösendes Ereignis für die ihm nachfolgenden Katastrophen.

Spielfilme aus der Weimarer Republik

Westfront 1918 (1931)

Weniger umstritten als der US-amerikanische Film war Georg Wilhelm Pabsts Westfront 1918, der in der Tendenz gleichwohl nicht weniger pazifistisch ist und das Fronterlebnis im distanzierend-nüchternen Stil der Neuen Sachlichkeit schildert.

Berge in Flammen (1931)

Patriotische Kontrapunkte zu Im Westen nichts Neues und Westfront 1918 setzt das 1931 von Luis Trenker und Karl Hartl inszenierte Gebirgsjäger-Spektakel Berge in Flammen.

Morgenrot (1933)

Ebenso ist Gustav Ucickys U-Boot-Film der Ufa Morgenrot zu sehen, der kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in die Kinos gelangte. Weniger des Inhaltes wegen als aufgrund seines Uraufführungsdatums wurde Morgenrot in der Fachliteratur mitunter als „präfaschistischer Film“ bezeichnet.

Heimkehr (1928)

Weitgehend entpolitisiert erscheint das Kriegsgeschehen dagegen in dem Stummfilm-Melodram Heimkehr, das Erich Pommer 1928 für die Ufa produzierte. Hier bildet die Heimkehr zweier Soldaten, die gemeinsam als Kriegsgefangene in Sibirien waren, den Rahmen eines vordergründigen Eifersuchtsdramas.

Internationale Spielfilme

Im Westen nichts Neues (1930)

Die Weltkriegs-erfahrung und das Massensterben in den Schützengräben steht im Mittelpunkt des US-amerikanischen Antikriegsfilms Im Westen nichts Neues.. Als symbolisch für den Zustand der späten Weimarer Demokratie kann der politisch-polemische Kampf angesehen werden, der sich um die deutsche Fassung dieses Films zur Zeit seiner Uraufführung 1930 abspielte.

Im Westen nichts Neues (1979)

Der Film ist die zweite Verfilmung des gleich-namigen Romans des Autors Erich Maria Remarque. Der Film hält sich enger an die Buchvorlage und ist mit moderneren technischen Mitteln und in Farbe produziert. Auch wen er „nicht die Intensität der ersten Verfilmung der Romanvorlage erreiche [sei er] dennoch [ein] eindrucksvoller Film..“ (Lexikon des internationalen Films)

Dokumentarfilme/Dokumentationen