Und außerdem: Perspektiven – aus der Sicht des Jahres 1995

Die Darstellung auf den folgenden Seiten befindet sich auf dem Stand von 1995
Neue Filme – Alte Hasen

Ende des Jahres 1945 gründen Rudi Mischke und Adolf Girmann, der offensichtlich auch für den Firmennamen verantwortlich ist, die „Agir-Filmwerbe KG“ in der Bahnhofstraße 9. Im Auftrag der britischen Militärregierung produziert das junge Unternehmen den ersten norddeutschen Werbefilm nach dem Zweiten Weltkrieg. 
1958 tun sich die Hobbyfilmer Volker Graf von Bethusy-Huc, Erhardt Meyer-Sewering und Horst Latzke zusammen und stellen zunächst Auftragsfilme, z.B. für die Stadt Hannover, her.
Der Autor und Regisseur Horst Latzke arbeitet seit 1977 als selbständiger Produzent und realisiert in erster Linie Auftragsproduktionen.  ⇒ weiter

Freelancer

Seit den siebziger Jahren arbeiten Rudolf Dornis, Winfried Wallat, Wolfgang Jost und Dieter Hermann in Hannover und realisieren als Freiberufler engagierte Projekte.  ⇒ weiter

Filmen im Kollektiv

Eine Gruppe ehemaliger Filmstudenten der Hamburger Hochschule der Künste zieht 1975 in den Landkreis Lüchow-Dannenberg, um auf kollektiver Basis „eingreifende“ Filme zu machen. Roswitha Ziegler, Niels-Christian Bolbrinker und Bernd G. Westphal gründen die „Wendländische Filmcooperative“. Zwei Jahre später sollen nach dem Willen der niedersächsischen Landesregierung bei Gorleben eine Wiederaufbereitungsanlage (WAA) und ein Endlager für Atommüll errichtet werden.  ⇒ weiter

Lebensträume und Engagement

Für Freymuth Schultz, Kinobesitzer und Gründer der „Arctia Film GmbH“ in Borkum, erfüllt sich 1993 ein Lebenstraum. Die „GEO-Film“ Berlin produziert im Auftrag der Arctia nach seiner Idee den abendfüllenden Dokumentarfilm Sturmflut – Schönheit und Vergänglichkeit der Küste und ihrer Inseln.
Die „Roya Film GmbH“ wird 1989 von Ruth Maria und Mansour Ghadarkah in Rastede bei Oldenburg gegründet. Sie haben sich das Ziel gesetzt, in einer „bewussten und inhaltlich humanen Filmgestaltung“ mit Niveau zu unterhalten.   ⇒ weiter

„In Ostfriesland ist es am besten“

Hans-Erich Viet wächst in Ostfriesland auf. Er studiert an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin und wirkt u.a. als Co-Regisseur und Darsteller bei Detlev Bucks Karniggels (1991) mit. Seine Abschlussarbeit Schnaps im Wasserkessel (1991) ist ein Dokumentarfilm über seine ostfriesisch-rheiderländische Heimat und eine Hommage an die dort lebende Eltern- und Großelterngeneration.  ⇒ weiter

Experimente

1972 baut Prof. Gerhard Büttenbender an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig (HBK) eine Filmklasse auf, die sich zu einer „Brutstätte des Experimentalfilms“ (Franz Winzentsen) entwickelt.  ⇒ weiter

Animationsfilm

Alexandra Schatz arbeitet seit 1986 als Regisseurin und Produzentin. Sie widmet sich in erster Linie dem Zeichentrickfilm für Kinder.
Gerd Gockell und Kirsten Winter betreiben ihr Animationsfilmproduktion „anigraf“ Tür an Tür mit Alexandra Schatz.  weiter

Trickreiche Brüder

Ein Zwillingspaar aus Hildesheim braucht nur siebeneinhalb Minuten, um ganz oben anzukommen: Die Brüder Christoph und Wolfgang Lauenstein werden für ihren Trickfilm Balance 1990 mit dem Bundesfilmpreis in Silber und dem „Oscar“ ausgezeichnet.  ⇒ weiter

Scheune und Schlemmerbude

Mit seiner in Walsrode ansässigen Produktion „octopus cinevideo“ (inzwischen „movielines“) dreht Michael Küspert 1991 den Kurzfilm Macanudo.
Zwei Bier, zwei Korn, zwei Kaffee (1993), der zweite Kurzfilm der Wedemarker „Behring/Girardet Filmproduktion“ (Heiner und Ingo Behring sowie Christoph Girardet), entsteht in der „Schlemmerbude“ in Hannover-Stöcken.
Nach einem Filmstudium in den USA dreht der Wolfsburger Bernhard Landen 1994 in seiner Heimatstadt den anspruchsvollen Kurzspielfilm Schichtwechselweiter