Therapien

Die Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler zu größtmöglicher Selbstständigkeit und Selbstentfaltung erfordert neben der pädagogischen und erzieherischen Förderung die Unterstützung durch umfassende therapeutische Maßnahmen. Diese werden an der Montessori-Schule im Rahmen der Ergotherapie, der Logopädie und der Physiotherapie angeboten. Die therapeutischen Maßnahmen sind in den schulischen Ablauf integriert und finden parallel zum Unterricht oder im Unterricht statt.

Therapeutische Arbeit erfolgt in verschiedenen Arbeitsbereichen

  • Förderdiagnostik
  • Erstellung von individuellen Förderplänen mit den Klassenlehrern und Dokumentation des – Therapieverlaufs
  • Einzelförderung in den Therapieräumen
  • Integratives Arbeiten im Klassenverband (Integration der therapeutischen Kompetenz in – den Unterricht)
  • Förderung in Kleingruppen, z.B. Psychomotorik
  • Therapeutische Versorgung der Kooperationsklassen
  • Therapeutische Versorgung der Schüler im Hausunterricht
  • Hilfsmittelversorgung
  • Sensomotorische und logopädische Entwicklungsberichte für Zeugnisse im Rahmen der – – Überprüfung des sonderpädagogischen Förderbedarfs
  • Therapeutisches Gutachten

Physiotherapie

Die Physiotherapie (Krankengymnastik) beschäftigt sich mit der Entwicklung im motorischen – und Wahrnehmungsbereich der Schülerinnen. Sie umfasst Bewegungsanbahnung und – Entwicklung, Verbesserung von Bewegungsabläufen, Tonusregulation, Koordinations- und Gleichgewichtsschulung, Wahrnehmungsförderung, psychomotorisches Training sowie die Versorgung mit Hilfsmitteln. Dem Kind wird vom Therapeuten und mit ihm gemeinsam eine Umwelt geschaffen, in der es seine Sinne und motorischen Basiskompetenzen gebrauchen muß, entwickeln, verknüpfen und verfeinern kann. Übungen der einzelnen Entwicklungsbereiche werden variiert und in verschiedenen Zusammenhängen immer wieder eingeübt. Unsere  Physiotherapeuten haben Zusatzqualifikationen erworben wie für die Therapien nach Bobath und Castillo- Morales sowie Psychomotorik und sensorische Integration.

Ergotherapie

Die Ergotherapie schafft durch geeignete ganzheitliche Maßnahmen Voraussetzungen für die Schüler, sich besser mit sich und ihrer Umwelt auseinander zu setzen um sich somit weiterentwickeln zu können. Übergeordnetes Ziel ist immer größtmögliche Handlungskompetenz und im Zusammenhang damit die größtmögliche Selbstständigkeit des Kindes. Die Angebote bestehen aus Wahrnehmungstraining, Förderung der Spiel- und Intelligenzentwicklung, Übungen zur Selbsthilfe, psychomotorischer und emotionaler Entwicklungsförderung und Vorbereitung auf die Werkstatt für Behinderte. Ein Schwerpunkt besteht in der sensomotorisch-perzeptiven Behandlung, sie beinhaltet die Behandlung von Störungen in Körperhaltung, Körperbewegung und Koordination sowie Wahrnehmungsstörungen und Dysfunktionen der sensorischen Integration. Darüber hinaus werden Fahrradtraining, Selbsthilfetraining und handwerkliche Übungsmethodeneingesetzt.

Logopädie

Die logopädische Therapie hat zum Ziel, ein Maximum an Kommunikationsfähigkeit zu erreichen. Das beinhaltet zum Einen die Anbahnung und den Ausbau der lautsprachlichen Möglichkeiten wie z. B. Begriffsbildung, Wortschatzarbeit, Aufbau syntaktisch-morphologischer Strukturen; und zum Anderen die Erarbeitung nichtsprachlicher Kommunikationsformen mit Gebärden, Computerunterstützung und Symbolen. Die logopädische Arbeit besteht zum einen aus der Reduktion bzw. dem Abbau von Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen, zum anderen aus der Anbahnung von Lautsprache sowie der umfassenden Förderung kommunikativer Fähigkeiten.

Heilpädogogisches Reiten

Die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd an der Montessori-Schule findet seit über 30 Jahren auf der Reitanlage des Reitervereins Osnabrück statt. Dort stehen eine Halle, Außenplätze sowie ein schönes Gelände für Spaziergänge mit dem Pferd zur Verfügung. Hier ist auch das schuleigene Therapiepferd, der 2007 geborene Tinker-Wallach „Peo“, untergebracht. Er wurde 2018 mit  Unterstützung der Stiftung des Osnabrücker Clubs gekauft.

Neben spielerischen Übungen auf  und mit dem Pferd, Voltigierübungen und dem Erlernen des selbstständigen Reitens, gehört der Kontakt zum Pferd, die Kommunikation mit ihm sowie das Versorgen des Pferdes zu den Inhalten der Reittherapie. Die Beziehung zum Pferd und die Freude an ihm und mit ihm stehen dabei im Vordergrund.

Bei dem therapeutischen Einsatz des Pferdes werden die Schülerinnen und Schüler auf allen Ebenen gleichzeitig angesprochen und gefördert: emotional, sensomotorisch, sozial und kognitiv.

Durch die vielen Handlungsabläufe rund um das Pferd und die Bewegung mit und auf dem Pferd werden Fein- und Grobmotorik sowie Koordination, Körperspannung, Körperschema und Kondition gefördert. Alle Wahrnehmungsbereiche und deren Verknüpfung und Verarbeitung werden stimuliert und geschult. Außerdem ist es einfach schön, „sich tragen zu lassen“!

Durch ihr authentisches Verhalten spiegeln Pferde Stärken und Schwächen der Menschen, ohne sie zu bewerten. Sie geben uns Menschen dadurch die Möglichkeit, unser Verhalten zu reflektieren und gegebenenfalls zu verändern. Pferde kommunizieren im Wesentlichen über Körpersprache. Durch den Umgang mit ihnen lernen die Kinder, ihre Körpersprache gezielt, kontrolliert und dosiert einzusetzen.

Der Umgang mit Pferden stärkt in großem Maße Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein und rücksichtsvolles Handeln.

Das Reiten an der Montessori- Schule wird überwiegend vom Förderverein der Schule finanziert und ermöglicht.