Pech für Herrn Meyer

An einem wunderschönen Frühlingsmorgen schlenderte Herr Meyer in seinem Garten. Er wollte sich sein schönes Blumenbeet anschauen. Er freute sich besonders auf seine preisgekrönten Tulpen. Aber was sah er da? „Nein!“, schrie Herr Meyer erschrocken. Seine preisgekrönten Tulpen waren verschwunden!

Da erspähte er seinen Hund Milli herumtollen. Ab jetzt hatte er einen Verdacht, wer es sein könnte. Er zerrte den Hund zum Blumenbeet. Herr Meyer schrie seinen Hund an: „Du hast meine preisgekrönten Tulpen gefressen! Du machst nichts als Ärger!“

Herr Meyer lief vor Wut rot an. Er schimpfte wutentbrannt: „Alles nur wegen dir! Wenn ich Migräne bekomme, bist du daran Schuld! Du bist der blödeste Hund, den die Welt erlebt hat!“

Als er dann endlich fertig war, stapfte er immer noch sehr wütend ins Haus.

Er schlug die Tür energisch auf, da entdeckte er seine Frau im Flur stehen. Sie roch an richtig hübschen Tulpen. Genau solchen, wie ihm im Blumenbeet fehlten! „Woher hast du die Tulpen?“, fragte Herr Meyer seine Frau. Sie antwortet: „Ich habe sie aus deinem Blumenbeet gepflückt.“ Herr Meyer war sprachlos. Er dachte: „Die arme Milli.“

Milli lag beleidigt auf dem Sofa. Schnell besorgte Herr Meyer sich die dickste Wurst, die er nur finden könnte. Er kniete sich vor das Sofa und sagte: „Entschuldigung liebste Milli, dass ich dich beschuldigt habe. Das war unfair von mir.“ Er entschuldigte sich ungefähr 1000-mal. Aber Milli blieb hart. Nicht mal als er behauptete: „Diese Wurst ist nur für dich.“, ließ der Hund sich erweichen. Milli kam zwar kurz in Versuchung, aber sie konnte es sich noch ausreden. Sie hatte beschlossen, ihm nie wieder zu verzeihen. Pech für Herrn Meyer.

Ida Winter