Papier schöpfen wie vor 200 Jahren

Zu unseren Projekttagen hatten wir einen echten Fachmann aus der Papierindustrie eingeladen. Herr Kus aus Dörpen brachte für uns seine kleine historische „Papierfabrik“ mit in unsere Schule: Verschieden große Bottiche, eingeweichte Papierfasern, verschiedenste Farben, unterschiedliche Schöpfsiebe für Papier mit und ohne Wasserzeichen, Unterlagen zum Abgautschen, eine schwere mobile Papierpresse, mit der das Wasser aus dem Papier herausgedrückt wird, und eine Klimakammer zum Trocknen der selbst hergestellten von Hand geschöpften Blätter.

Zu Beginn der Veranstaltung erzählte Herr Kus kurz über die Geschichte des in China erfundenen Materials und der Papierherstellung.

Dann machten wir uns an die Arbeit und stellten selbst her: Büttenpapier mit Wasserzeichen! Zunächst wurde ein Faserbrei (Pulpe) hergestellt. Danach zogen wir einen Schöpfrahmen durch den Papierbrei und hoben ihn vorsichtig nach oben. Das dadurch entstandene Papiervlies wurde auf ein Gautschtuch übertragen und schließlich in der Presse vorgetrocknet. Dann wurden die handgeschöpften Papiere von dem Tuch getrennt und zum Nachtrocknen in die Wärmekammer zur Weiterverarbeitung gelegt.

Schließlich konnten wir noch stabiles Papier mit fertigen Druckplatten farbig bedrucken oder auch eigene Muster in kleine Styroporkärtchen ritzen und auf Papier übertragen.

Damit gingen für uns Schülerinnen und Schüler kreative Projekttage zu Ende. Ein herzliches Dankeschön an Herrn Kus, der uns auf lebendige Art und Weise das „Papiermachen“ näherbrachte.

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