Unser FiBU-Raum (Finde individuelle Beratung und Unterstützung)

FiBU-Raum in der Übersicht

Wie arbeiten wir im FiBU-Raum?

An unserer Schule wollen wir, dass Kinder Qualifikationen und Kompetenzen entwickeln, die sie befähigen, in einer sich ständig ändernden Umwelt zu bestehen. Dabei fördern wir jedes Kind nach seinen individuellen Bedürfnissen und seinem persönlichen Leistungsvermögen. Das bedeutet, dass wir jedes Kind mit unserem fachlichen und pädagogischen Wissen und Einfühlungsvermögen unterstützen und somit zum persönlichen Erfolg führen. Dazu ist es erforderlich, dass der FiBU-Raum eine örtliche Gegebenheit innerhalb des Schulgebäudes darstellt, jedoch nicht darauf begrenzt ist. Die Arbeitsweisen und Unterstützungsmöglichkeiten des FiBU-Raumes werden in die jeweiligen Klassenräume getragen und umgekehrt, sodass eine größtmögliche Vernetzung beider „Institutionen“ zum Wohle aller Kinder stattfindet, sowohl in eskalierenden Situationen als auch zum Zwecke der Prävention.

Der FiBU-Raum ist ein Ort,

den Schüler aufsuchen müssen, die den Unterricht wiederholt gestört haben (siehe Pkt. 4 im Erziehungskonzept).

Dies kann durch den Erhalt eines Laufzettels erfolgen, der nach dreimaliger Ermahnung wegen Unterrichtsstörung vom Lehrer ausgestellt wird. Die Erzieherin empfängt das Kind und unterstützt es bei der Bearbeitung des Laufzettels. Dies beinhaltet das Nachdenken über das bisherige Verhalten und die Entwicklung von Handlungsalternativen. Ggf. begleitet die Erzieherin das Kind bei der Rückführung in den Unterricht.

Bei massiven, andauernden Unterrichtsstörungen kann auf Beschluss der Klassenkonferenz eine temporäre Beschulung im FiBU-Raum angeordnet werden. In diesem Fall wird der betreffende Schüler von der im FiBU-Raum tätigen Lehrkraft unterrichtet. Auf diese Weise soll das Recht aller Schüler auf einen gewaltfreien und störungsfreien Schulvormittag sichergestellt werden.

Der FiBU-Raum ist ein Ort,

den Schüler aufsuchen müssen, wenn sie aufgrund von massiv tätlichen Angriffen ein Timeout erhalten haben (siehe Punkt 1.2 im Erziehungskonzept).

Die Eltern werden schriftlich über das Timeout informiert und erhalten ein Gesprächsangebot. Der Schüler wird den laufenden und die sich anschließenden zwei Schultage von der Lehrkraft im FiBU-Raum beschult. Während des Aufenthalts bespricht die Erzieherin außerdem mit dem Schüler die vorgefallene Situation, die dazu führte, dass ein Timeout ausgesprochen werden musste, ggf. findet auch ein Täter-Opfer-Gespräch statt.

Der FiBU-Raum ist ein Ort,

den Schüler aufsuchen, um die in den Pausen entstandenen Konflikte mit Unterstützung zu klären.

In den Hofpausen kommt es vor, dass Schüler in verbale oder körperliche Konflikte geraten. Um diese zufriedenstellend zu klären, haben sie die Möglichkeit den FIBU-Raum aufzusuchen und dort mit der Erzieherin den Vorfall zu besprechen und Verhaltensalternativen zu entwickeln. Ggf. entscheidet die Erzieherin über die daraus resultierenden Maßnahmen.

Auch werden Schüler von Lehrkräften im Anschluss an die Pause in den FiBU-Raum geschickt, wenn diese der Meinung sind, dass eine Pausensituation besprochen werden sollte.

Der FiBU-Raum ist ein Ort,

den Schüler aufsuchen, die aufgrund sozial-emotionaler Bedürfnisse aktuell nicht am gemeinsamen Unterricht teilnehmen können.

Haben Schüler das Bedürfnis Probleme zu besprechen, können sie in den FiBU-Raum kommen. Ängste und Sorgen, die von Zuhause in die Schule getragen werden und Einfluss auf die Teilnahme am Unterricht haben, können dort aufgearbeitet und besprochen werden.

Kinder, die verschiedene Verhaltensauffälligkeiten zeigen, wie z.B. Autismus-Spektrumsstörungen oder ADHS finden im FiBU-Raum eine reizarme, ruhige Lernumgebung und idividuelle Unterstützung.

Um den individuellen Bedürfnissen der Schüler auch in den Pausen besser gerecht werden zu können bieten die Erzieherin und die im Trainingsraum tätige Lehrkraft täglich ein alternatives Pausenangebot an (Vorlese-/Lesezeit in der Bücherei, Gesellschaftsspiele spielen im Musikraum).