Feueralarm in der Grundschule Powe war nur eine Übung

Im ersten Moment waren wohl doch alle etwas erschrocken, als am Donnerstagmorgen, 18.10., um 10:15 Uhr die Sirene auf dem Dach der Grundschule Powe aufheulte. Außer dem Schulleiter und dem Hausmeister wusste in der Schule niemand etwas von der Evakuierungsübung im Rahmen eines fingierten Feueralarms. „Umso besser ist es einzuschätzen, dass alle vorbildlich und ruhig gehandelt haben“, sagt Rektor Bernd Brill.

Bei Ertönen des Alarms instruierten die Klassenlehrerinnen ihre Schülerinnen und Schüler, das Gebäude geordnet und ohne Hektik zu verlassen. Das klappte im „Gänsemarsch“ tatsächlich mustergültig und ohne Durcheinander. „Die Kinder waren sicherlich zunächst etwas verunsichert und konnten den Alarm und das Anrücken der Feuerwehr nicht einordnen“, sagt Brill. Aber Übungen seien nun mal wichtig und auch vorgeschrieben, damit auch in einem Ernstfall von allen umsichtig reagiert werde, so Brill. Schon kurz nach Schuljahresbeginn im Sommer habe es eine erste Evakuierungsübung ohne Feuerwehr gegeben, damit die Erstklässler das Verhalten bei Alarm in der Schule sofort kennenlernten.

Alle Klassen versammelten sich nach der Evakuierung auf dem gekennzeichneten Sammelplatz, der großen Spielplatzwiese neben dem Schulhof. Hier wurde noch mal überprüft, ob tatsächlich alle Schüler anwesend waren. Die Freiwillige Feuerwehr Belm rückte wenige Minuten nach der Alarmierung über die Leitstelle mit einem Einsatzfahrzeug und sechs Mann Besatzung auf dem Schulhof an. Unter Atemschutz ging ein Zweiertrupp in das Gebäude. Es wurde jeder Klassenraum nach Personen und dem potenziellen Brandherd kontrolliert. Am Ende war alles in Ordnung und Einsatzleiter Thomas Piel von der Belmer Feuerwehr und Schulleiter Bernd Brill zogen ein positives Fazit. „Es wurden keine gravierenden Fehler beim Verlassen der Räume und des Gebäudes festgestellt“, sagte Brill. „Alle Fenster und Türen waren bei der Evakuierung ordnungsgemäß verschlossen worden und auch die Vollzähligkeitsmeldungen der Lehrkräfte waren so, wie sie sein sollten“. Gleichwohl werde es eine Nachbesprechung in der Schule geben, bei der die Erfahrungen der Evakuierung reflektiert werden.

Für die Kinder hatte die Alarmübung noch ein weiteres spannendes Ende. Sie durften nämlich den Feuerwehrwagen unter die Lupe nehmen und auch mal im Führerhaus Platz nehmen. Schulhausmeister Dirk Freye versorgte derweil die Feuerwehrkameraden mit Erfrischungsgetränken.

Fotos/ Text: Gemeinde Belm/ D. Meyer

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