{"id":103,"date":"2020-12-20T09:19:04","date_gmt":"2020-12-20T08:19:04","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gsuo\/?page_id=103"},"modified":"2025-12-17T19:03:53","modified_gmt":"2025-12-17T18:03:53","slug":"eingangsstufe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gsuo\/eingangsstufe\/","title":{"rendered":"Eingangsstufe"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Konzept der Eingangsstufe wird vom Kultusministerium des Landes Niedersachsen ausdr\u00fccklich unterst\u00fctzt und gef\u00f6rdert:<br \/>\u201eSeit dem Jahr 2004 ist im Nieders\u00e4chsischen Schulgesetz verankert, dass Grundschulen den 1. und 2. Schuljahrgang als p\u00e4dagogische Einheit f\u00fchren k\u00f6nnen. Die jahrgangsgemischte Eingangsstufe ist eine M\u00f6glichkeit, Kindern in den ersten beiden Jahren ihrer Schulzeit ein h\u00f6heres Ma\u00df an individueller F\u00f6rderung und zugleich an Kooperation im Sinne eines sozialen Lernens zu erm\u00f6glichen. Das zentrale Merkmal einer Schuleingangsstufe ist, dass das erste und zweite Schuljahr nicht als getrennte Jahrgangsklassen, sondern als jahrgangs\u00fcbergreifende<br \/>Lerngruppen organisiert werden.\u201c (siehe \u00a7 6 Abs. 4 Nieders\u00e4chsisches Schulgesetz (NSchG))<\/p>\n<p>Seit dem Schuljahr 2021\/22 f\u00fchren wir an beiden Schulstandorten die Eingangsstufe.<\/p>\n<p>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besuchen die Eingangsstufe in der Regel zwei Jahre. Lernstarke Kinder k\u00f6nnen aber auch bereits nach einem Jahr in den dritten Schuljahrgang wechseln. Kinder, die mehr Zeit zum Lernen brauchen, bleiben drei Jahre in der Eingangsstufe.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Zehn Gr\u00fcnde f\u00fcr die<br \/>Jahrgangsgemischte Eingangsstufe:<\/p>\n<p>1. Schulanf\u00e4ngerinnen und Schulanf\u00e4nger lernen von<br \/>Anfang an in einer erfahrenen Gruppe die Regeln des<br \/>Zusammenlebens.<br \/>Die neuen Schulkinder werden in eine bestehende Gruppe aufgenommen. Die aufnehmenden Kinder helfen und unterst\u00fctzen<br \/>dabei, sich zu orientieren und sich in Schule und Unterricht zurechtzufinden. Dadurch entf\u00e4llt die sonst lange Eingew\u00f6hnungsphase am Anfang der Schulzeit. (Sie kommen schneller an.)<\/p>\n<p>2. Mit Beginn eines jeden Schuljahres \u00e4ndert das Kind<br \/>seine Stellung innerhalb der Lerngruppe. Es erlebt sich<br \/>abwechselnd als j\u00fcngeres oder \u00e4lteres Mitglied der<br \/>Lerngruppe.<br \/>Das Kind erlebt sich als j\u00fcngeres Kind, das betreut wird und gut<br \/>aufgehoben ist. Es baut eine Beziehung zu seiner Lernpatin bzw.<br \/>seinem Lernpaten auf. In der Stellung des \u00e4lteren Kindes gibt<br \/>es das, was es selbst als j\u00fcngeres Kind genossen hat, weiter. Es<br \/>kann lenken, helfen und anregen. In einem immer wieder<br \/>m\u00f6glich werdenden Rollenwechsel innerhalb einer festen<br \/>Bezugsgruppe erf\u00e4hrt jedes Kind somit Erlebnisse des eigenen<br \/>K\u00f6nnens.<\/p>\n<p>3. Jedes Kind, auch ein leistungsstarkes, erlebt, dass ein<br \/>anderes (z. B. \u00e4lteres) Kind mehr kann. Aber auch jedes<br \/>langsam lernende Kind kann sich als Helfer erleben.<br \/>Auch ein Kind, das langsam lernt, erf\u00e4hrt seine Leistungsf\u00e4higkeit. Tempo ist nicht die entscheidende Gr\u00f6\u00dfe! Versagens\u00e4ngste<br \/>und Konkurrenzgef\u00fchle treten in den Hintergrund. Das Lernklima entspannt sich deutlich. Leistungsdruck, fest gefahrene<br \/>Rollenbilder und st\u00e4ndige Vergleiche werden unn\u00f6tig, weil jedes<br \/>Kind individuell lernen kann und in Kenntnis seiner St\u00e4rken und<br \/>Schw\u00e4chen anderen Kindern zur Seite steht.<\/p>\n<p>4. Die \u00c4lteren (und nicht nur die Guten) erhalten<br \/>Gelegenheit, Gelerntes zu wiederholen, wiederzugeben<br \/>und zu vertiefen.<br \/>Indem Gelerntes an andere Kinder weitergegeben wird, kann<br \/>deutlich werden, welche Aspekte und welche Lernwege das<br \/>Kind verinnerlicht hat. Gleichzeitig wird durch die M\u00f6glichkeit,<br \/>anderen Kindern Sachverhalte zu erkl\u00e4ren, das eigene Wissen<br \/>erneut angewendet und dadurch vertieft.<\/p>\n<p>5. Leistungsst\u00e4rkere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler k\u00f6nnen<br \/>bereits die Unterrichtsziele des h\u00f6heren Schuljahrgangs<br \/>anstreben.<br \/>Durch den Zuschnitt des Unterrichts auf das einzelne Kind<br \/>werden die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in ihrem Lerneifer nicht<br \/>ausgebremst. Jedes Kind kann dort abgeholt werden, wo sich<br \/>Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr weitere Lernentwicklungen bieten.<br \/>Kinder mit besonderen Begabungen haben die M\u00f6glichkeit,<br \/>ihr Wissen zu vertiefen, aber auch an Inhalten h\u00f6herer Schuljahrg\u00e4nge zu arbeiten.<\/p>\n<p>6. Kein Kind bleibt an \u00dcberg\u00e4ngen allein.<br \/>Kinder, die in ihrer Entwicklung ihrer Altersgruppe voraus sind,<br \/>k\u00f6nnen die Grundschule schneller durchlaufen. Ein Teil der<br \/>bekannten Lerngruppe geht mit ihnen. Kinder, die mehr Zeit<br \/>ben\u00f6tigen, verweilen zusammen mit einem bekannten Teil<br \/>der Lerngruppe.<br \/><br \/>7. Lehrk\u00e4fte in Jahrgangsgemischten Lerngruppen<br \/>planen und reflektieren im Team.<br \/>Die Gestaltung des Unterrichts geschieht, soweit wie m\u00f6glich, in<br \/>enger Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen den beteilig<br \/>&#8211;<br \/>ten Kolleginnen und Kollegen. In stetiger Zusammenarbeit wird<br \/>versucht, Inhalte und Vereinbarungen verst\u00e4ndlich (nach au\u00dfen)<br \/>zu vermitteln, Offenheit herzustellen und Ziele abzustimmen.<br \/>Anregungen weiterzugeben, sie anzunehmen und gemeinsam<br \/>entwickeln zu k\u00f6nnen, erm\u00f6glicht es, die eigenen Wege zu \u00fcber-<br \/>denken, neue Wege zu gehen und bew\u00e4hrte Wege auszubauen.<\/p>\n<p>8. Lehrkr\u00e4fte beobachten, dokumentieren und<br \/>handeln entsprechend der individuellen Entwicklungs-<br \/>schritte des jeweiligen Kindes.<br \/>Ein Ziel des Unterrichts ist das Eingehen auf die individuellen<br \/>F\u00e4higkeiten der einzelnen Kinder. Dazu geh\u00f6ren sowohl die<br \/>F\u00f6rderung besonderer Begabungen als auch die Unterst\u00fctzung<br \/>bei Entwicklungsverz\u00f6gerungen. Das aufmerksame und syste-<br \/>matische Beobachten der Lernentwicklungen der Kinder ist<br \/>dabei ein wesentlicher Bestandteil des Unterrichts. Auf dieser<br \/>Grundlage werden die Entscheidungen f\u00fcr die weiteren<br \/>Lernschritte getroffen.<\/p>\n<p>9. Die Klassen sind bunt gemischt. Dadurch wird<br \/>die Vielfalt und Vielseitigkeit der Kinder als Bereicherung<br \/>angenommen.<br \/>Dort, wo Unterschiede sind, entsteht Vielfalt. Eine Chance des<br \/>jahrgangsgemischten Lernens ist es, diese Vielfalt zu nutzen.<br \/>Die Verschiedenheit der Kinder anzunehmen ist eine gewinn-<br \/>bringende Herausforderung des Unterrichts.<\/p>\n<p>10. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler \u00fcbernehmen Verantwortung f\u00fcr ihr Lernen.<br \/>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler entwickeln eigenst\u00e4ndig mit Unter-<br \/>st\u00fctzung der Lehrkraft ihre individuellen Lern- und Arbeitspro-<br \/>zesse. Sie sind f\u00fcr die Weiterf\u00fchrung ihrer Arbeiten in der Schule<br \/>und zu Hause selbst verantwortlich. Der Unterrichtsablauf muss<br \/>verst\u00e4ndlich und nachvollziehbar sein. Zudem muss er nach fes-<br \/>ten und verl\u00e4sslichen Regeln ablaufen, damit ein fester Rahmen<br \/>f\u00fcr die selbstst\u00e4ndige Arbeit gew\u00e4hrleistet ist.<\/p>\n<p>* Nds. Kultusministerium: \u201eJahrgangsgemischte Eingangsstufe \u2013 ein Weg zum erfolgreichen Lernen\u201c, Oktober 2020<\/p>\n<p>Bei Fragen k\u00f6nnen Sie sich gerne an die Schule wenden. Au\u00dferdem werden ausf\u00fchrliche Informationen auf einem Elternabend f\u00fcr die Schulanf\u00e4nger gegeben.<br \/>Informationen zur Eingangsstufe im Internet gibt es unter:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mk.niedersachsen.de\/startseite\/schule\/unsere_schulen\/allgemein_bildende_schulen\/grundschule\/die_eingangsstufe\/die-eingangsstufe-6230.html\">Die Eingangsstufe | Nds. Kultusministerium (niedersachsen.de)<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Konzept der Eingangsstufe wird vom Kultusministerium des Landes Niedersachsen ausdr\u00fccklich unterst\u00fctzt und gef\u00f6rdert:\u201eSeit dem Jahr 2004 ist im Nieders\u00e4chsischen Schulgesetz verankert, dass Grundschulen den 1. und 2. Schuljahrgang als p\u00e4dagogische Einheit f\u00fchren k\u00f6nnen. 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