SchülerNews: Aus fünf Klassen mach vier und ab auf Klassenfahrt

Aus fünf Klassen mach vier und ab auf Klassenfahrt

Nun stehen schon bald die Herbstferien vor der Tür und doch war das Meiste im letzten Schuljahr (in der 7.Klasse) für unseren Jahrgang so viel anders als jetzt. Und damit meine ich nicht nur den Unterricht oder die Aufteilung der Lehrer auf die Schulklassen, sondern insbesondere meine Klassenkameraden, die zu dieser Zeit noch ganz andere waren. Denn, wie vermutlich Vielen bekannt sein dürfte, wurden die fünf ehemaligen 7. Klassen aufgeteilt, so dass diese nun als vier neue 8. Klassen mit einer völlig anderen Schülerkonstellation auftreten. Ich denke, dass es vielen dieser Schüler ähnlich wie mir ging, dass sie jenem Projekt unwillig und freudlos entgegen blickten mit einer Spur von Unbehaglichkeit aufgrund dieser Veränderung und dennoch mit einem stückweit Neugier.

An der Auslosung nahmen Klassensprecher, Elternvertreter und Lehrer teil. Ich weiß noch, wie ich an dem Tag der Entscheidung, so möchte man fast sagen, voller Spannung neben lauter anderen Leuten stand, während die Briefumschläge mit einer Vielzahl von Namen darin von einer Hand in die andere wanderten. Schließlich hatten sie alle ihren Platz gefunden und wurden alsbald geöffnet, um ihr Inneres zu offenbaren, das ich interessiert mit den darum Stehenden beäugte.

Heute denke ich entspannt daran zurück, wie dies alles vonstattenging. Vielen, mit denen ich nach dieser Veränderung darüber sprach, war anfänglich noch eine Art Abschiedstrauer anzumerken, die jedoch zumindest bei mir während der Klassenfahrt, die uns durch das sportliche und aktivitätenreiche Programm näher zusammenbrachte, fast vollständig erlosch.

Zunächst fuhren wir mit mehreren Bussen zu dem hübschen Ort St. Andreasberg im Harz, wo uns eine einladend eingerichtete Jugendherberge erwartete, die durch ein Schwimmbad, eine Sporthalle und einen hindernisreichen Mountainbike-Parcours sowie einiges weitere bestach. Der Tag unserer Ankunft stand uns zur freien Verfügung, so dass wir die Zeit fanden, das Gelände zu erkunden oder Aktivitäten wie dem Tennisspielen oder der Benutzung des Kickertisches mit alten oder neuen Klassenkameraden nachzugehen. Am darauf folgenden Tag stand der Besuch eines Klettergartens ganz oben auf der Programmliste, bei dem vor allem Überwindung, aber auch teilweise Zusammenhalt gefragt war. Und auch den Nachmittag des Tages verbrachten wir in unserem neuen Klassenverband und besuchten gemeinsam ein Bergwerk, das sogar zum Weltkulturerbe gehört, da dort eine alte Fahrkonstruktion zu finden ist, die Personen transportiert und einzigartiger Weise noch in Betrieb ist. Denn wenn Reparaturarbeiten in dem Stollen vorgenommen werden müssen, in denen heutzutage Energie erzeugt wird, nutzen Arbeiter die Konstruktion aus sich bewegenden Brettern, bei der die Gefahr ins Nichts zu stürzen besteht. So kamen wir an diesem Abend erschöpft, aber voller neuerlangtem Wissen in die Jugendherberge zurück. Den Abend verbrachten wir nach Belieben und stärkten weitgehend die Beziehungen zu unseren neuen Mitschülern. Doch auch bei dem täglichen Programm war Kooperation gefragt, so wie bei den Teamspielen am Mittwoch, bei denen wir in Gruppen kleine Aufgaben erledigen mussten, die nur durch Zusammenhalt und Zusammenarbeit zu bewältigen waren. Anschließend folgte eine Geocachingtour, die uns ebenfalls höchstgradiges Teamzusammenspiel abverlangte und uns einer vielseitigen und erlebnisreichen Wanderung in der Natur aussetzte, in der es von versteckten Hindernissen nur so wimmelte. Aber auch dabei handelte es sich glücklicherweise noch nicht um die letzte große Aktivität dieser Klassenfahrt, denn auch der Donnerstag steckte voller Spaß und dennoch reichlich Anstrengung, da wir uns an diesem Tag auf eine Mountainbiketour begaben, für die sich in den vorherigen Tagen auf dem hauseigenen Parcours des Jugendheims üben lies. Die Tour führte uns über verschiedensten Untergrund und brachte uns zu einem Bikerpark, dessen Parcours es ebenfalls zu durchfahren galt.

Alles in einem hat mir diese Klassenfahrt sehr gut gefallen und auch wenn ich meinen Bericht nun beenden muss, dachte ich auf der Rückfahrt am Freitag viel über diese nach. Darüber, dass sie sicherlich auch unsere neue Klassengemeinschaft und die aller anderen 8. Klassen gestärkt hat und ich mich nach anfänglicher Unklarheit nun in der neuen Klasse wiedergefunden habe und endgültig angekommen bin!

Viktoria Henniges, 8A