{"id":445,"date":"2020-09-30T08:25:24","date_gmt":"2020-09-30T06:25:24","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/?p=445"},"modified":"2021-08-31T19:16:01","modified_gmt":"2021-08-31T17:16:01","slug":"der-hohe-preis-der-billigen-kleidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/der-hohe-preis-der-billigen-kleidung\/","title":{"rendered":"Der hohe Preis der billigen Kleidung"},"content":{"rendered":"<p><em>Eine der <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-447\" src=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/files\/2020\/09\/Primark-da-225x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/files\/2020\/09\/Primark-da-225x300.jpeg 225w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/files\/2020\/09\/Primark-da-450x600.jpeg 450w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/files\/2020\/09\/Primark-da-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/files\/2020\/09\/Primark-da-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/files\/2020\/09\/Primark-da-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/files\/2020\/09\/Primark-da-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>grausamsten Branchen \u00fcberhaupt, die Kleiderindustrie. Die Arbeitsbedingungen der Arbeiter, der Horror! Selbst Hilferufe der N\u00e4her und N\u00e4herinne sind in einigen Etiketten von Kleidung der Billigmarke Primark eingen\u00e4ht worden. Dennoch kaufen Millionen von Menschen ihre Kleidung dort, ohne \u00fcberhaupt zu hinterfragen, wie schwer es die N\u00e4her und N\u00e4herinnen der billigen Kleidung eigentlich haben<\/em>. Von Ida B.<\/p>\n<p>Ein Top f\u00fcr unter 5 Euro und eine Hose f\u00fcr 10 Euro. In Klamottenl\u00e4den wie Primark ganz normale Preise. Aber wie kann es \u00fcberhaupt zu derart niedrigen Preisen kommen? Welche Folgen hat diese Art von Kleiderproduktion? Und vor allem, unter welchen Umst\u00e4nden m\u00fcssen die N\u00e4her und N\u00e4herrinnen arbeiten?<\/p>\n<h2>Gro\u00dfe Beliebtheit von Marken wie Primark<\/h2>\n<p>Zuerst einmal l\u00e4sst sich feststellen, Preise wie die bei Primark locken viele, oftmals junge Kunden an. Die allermeisten Jugendlichen haben bestimmt schon mal das ein oder andere g\u00fcnstige Teil bei Primark oder anderen gro\u00dfen Billigmarken wie H&amp;M gekauft. \u00dcberf\u00fcllte G\u00e4nge, eine laute L\u00e4rmkulisse, Kleidungsst\u00fccke teilweise auf dem Boden verstreut, und trotzdem, Billigmarken wie Primark laufen. Wirft man einen kurzen Blick ins Etikett, lassen sich auch die extrem niedrigen Preise schnell erkl\u00e4ren. In L\u00e4ndern wie Bangladesch, der T\u00fcrkei oder China kann Kleidung f\u00fcr sehr geringen Kostenaufwand schnell produziert werden. Wobei der enorme Umsatz, den Firmen wie Primark macht, leider fast komplett an die Firmen geht. Nur ein sehr geringer Teil geht an die N\u00e4her und N\u00e4herinnen. Leider wissen viele nicht, was f\u00fcr eine grausame Industrie sie beim Kauf in solchen L\u00e4den unterst\u00fctzen.<\/p>\n<h2>Grausame Arbeitsbedingungen<\/h2>\n<p>Die N\u00e4her und N\u00e4herinnen arbeiten oft 6 Tage die Woche, von morgens bis abends und wer seine Arbeit nicht schafft, macht unbezahlte \u00dcberstunden. Und das f\u00fcr einen viel zu geringen Lohn, als dass man davon leben k\u00f6nnte. Es ist ebenfalls kein Geheimnis, dass die Arbeitsbedingungen auf keinen Fall angemessen sind, es gibt keine Klimaanlagen und auch die Fabriken sind oftmals einsturzgef\u00e4hrdet. Denn auch Primark hatte in der 2013 eingest\u00fcrzten Fabrik in Bangladesch Kleidung produzieren lassen. Mehr als 1100 Billigarbeiter wurden hier unter dem einst\u00fcrzenden Geb\u00e4ude begraben. 2014 dann ein weiterer Skandal, eine Kundin aus Nordirland hatte in ihrer Hose einen eingen\u00e4hten Zettel gefunden, auf dem der Schreiber sich auf asiatischen Schriftzeichen beklagt, er m\u00fcsse wie ein Ochse arbeiten und das Essen w\u00e4re ungenie\u00dfbar. Ebenfalls sind Hilferufe wie SOS zu erkennen. Doch dies scheint kein Einzelfall zu sein, weitere Kunden berichten, solche hilfesuchenden Botschaften in den Etiketten der Kleidung gefunden zu haben. In einem Kleid von einer weiteren Kundin wurde beispielsweise die Aufschrift: \u201edegrading sweatshop conditions\u201c (\u201eerniedrigende Bedingungen im Ausbeuterbetrieb\u201c) gefunden. Primark \u00e4u\u00dferte sich zu diesen Vorw\u00fcrfen und gab bekannt, sie w\u00fcrden diese F\u00e4lle nachverfolgen. Viel mehr passierte allerdings nicht.<\/p>\n<h2>Nicht nur Primark ist betroffen<\/h2>\n<p>Wie man unschwer erkennen kann, sind die Arbeitsbedingungen, unter denen die N\u00e4her und N\u00e4herinnen arbeiten, katastrophal. Doch nicht nur Billigmarken, wie Primark, SHEIN oder h&amp;m produzieren in solchen Fabriken. Auch teurere Marken, wie beispielweise Nike oder Adidas produzieren ihre Kleidung in L\u00e4ndern wie Bangladesch oder China. \u00a0Man sieht also, auch die vermeintlich hochwertigere Kleidung, wird manchmal unter genauso schlimmen Arbeitsbedingungen in teilweise denselben Fabriken, wie Primark Kleidung gen\u00e4ht.<\/p>\n<h2>Folgen einer solchen Industrie<\/h2>\n<p>Die billigen Preise bei Primark und anderen billig Marken f\u00fchren auch zu einem viel h\u00f6heren Konsum von Kleidung. Die Menschen kaufen also tendenziell mehr Kleidung, als sie eigentlich ben\u00f6tigen. Auch f\u00fcr das Klima und die Umwelt ist unsere Kleiderindustrie nicht vorteilhaft. Durch die langen Transportwege, meist durch gro\u00dfe Containerschiffe oder Flugzeuge, wird die Umwelt extrem belastet. Wer wirklich mit gutem Gewissen Kleidung kaufen will, sollte Fair Trade kaufen. Jedoch k\u00f6nnen sich viele die teureren Produkte nicht leisten und entscheiden sich dann f\u00fcr die deutlich billigere Kleidung von Marken wie Primark.<br \/>\nInsgesamt wird deutlich, dass die Kleidungsindustrie dringend einige Ver\u00e4nderungen braucht. Den Arbeitern in den Fabriken geht es ganz offensichtlich schlecht. Wer diese Industrie nicht unterst\u00fctzen will, sollte Fair Trade kaufen, was allerdings viel mehr kostet. Ein weiterer guter Ansatz ist auch, seine alten Klamotten weiterzugeben oder zu spenden, oder second hand seine Kleidung zu kaufen. Aber das wichtigste, was jeder beim Kauf neuer Kleidung tun sollte, ist, sich zu fragen: Ist es mir das wirklich wert?<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/handel\/billigmode-warum-primark-kein-skandal-schadet\/11316498.html\">https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/handel\/billigmode-warum-primark-kein-skandal-schadet\/11316498.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.focus.de\/kultur\/mode\/handel-primark-hilferuf-etikett-hilferufe-von-primark-arbeitern-in-kleidung-eingenaeht_id_3947118.html\">https:\/\/www.focus.de\/kultur\/mode\/handel-primark-hilferuf-etikett-hilferufe-von-primark-arbeitern-in-kleidung-eingenaeht_id_3947118.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.focus.de\/panorama\/welt\/colchester-in-grossbritannien-neuer-skandal-um-primark-kunde-findet-offenbar-menschlichen-knochen-in-socke_id_10235619.html\">https:\/\/www.focus.de\/panorama\/welt\/colchester-in-grossbritannien-neuer-skandal-um-primark-kunde-findet-offenbar-menschlichen-knochen-in-socke_id_10235619.html#<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/panorama\/bangladesch-30-euro-lohn-im-monat\/7440658-2.html\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/panorama\/bangladesch-30-euro-lohn-im-monat\/7440658-2.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der grausamsten Branchen \u00fcberhaupt, die Kleiderindustrie. 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