{"id":881,"date":"2023-05-30T12:08:38","date_gmt":"2023-05-30T10:08:38","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/?p=881"},"modified":"2023-05-30T12:14:01","modified_gmt":"2023-05-30T10:14:01","slug":"zimmerei-dachdeckerei-vocks-haskamp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/zimmerei-dachdeckerei-vocks-haskamp\/","title":{"rendered":"Zimmerei &amp; Dachdeckerei Vocks-Haskamp"},"content":{"rendered":"<h2>Mehr als nur ein Zimmereibetrieb<\/h2>\n<p>Wenn ich meinen Freunden davon erz\u00e4hle, dass ich in den Ferien und an freien Tagen in einer Zimmerei &amp; Dachdeckerei arbeite, gibt es oft Vorurteile. S\u00e4tze wie ,,Da schleppst du doch nur schwere Sachen und Ger\u00e4te hin und her und machst dir beim Bauen und Schneiden doch nur die Knochen kaputt, das kann doch keinen Spa\u00df machen\u2018\u2018 oder ,,Da oben auf dem Dach stehen und mit so scharfen Ger\u00e4ten zu arbeiten \u2013 das ist doch viel zu gef\u00e4hrlich\u2018\u2018 bekomme ich manchmal zu h\u00f6ren. Handwerkliche Berufe haben bei Jugendlichen nicht selten ein Imageproblem. Aber in einer guten Atmosph\u00e4re vielf\u00e4ltige Aufgaben zu erledigen: das kann richtig Spa\u00df machen, wie die Zimmerei &amp; Dachdeckerei Vocks-Haskamp beweist.<\/p>\n<p>Im Industriegebiet in Steinfeld befindet sich am Tannenkamp 19 der Zimmereibetrieb. Die 1988 gegr\u00fcndete Firma tr\u00e4gt allerdings erst seit 2012 den Doppelnamen. Zuvor hie\u00df der Zimmereibetrieb noch \u201eHasskamp\u201c, bis 2012 die beiden Gesellen Tobias Vocks und Stefan Vocks den vorherigen Firmenchef Heinz Hasskamp abl\u00f6sten. Seitdem wurde die Firma zur Zimmerei &amp; Dachdeckerei Vocks-Haskamp. Schon viele Menschen fanden hier ihre Arbeitsstelle als Dachdecker oder einfacher Zimmermann. Der Gr\u00fcnder des Unternehmens, der mittlerweile 82-j\u00e4hrige Heinz Haskamp, hat immer noch nicht genug von seiner handwerklichen Arbeit. Auch heute hilft er im Firmengeb\u00e4ude mit und r\u00e4umt auf. \u201eOhne Tobi und Stefan w\u00fcrde es die Firma vermutlich nicht mehr geben, denn wir befanden uns vor der \u00dcbernahme durchaus in einer Krise und da kamen die beiden nat\u00fcrlich wie gerufen\u201c, sagt der Gro\u00dfvater von 6 Enkelkindern. Er f\u00fcgt hinzu, dass er unheimlich dankbar f\u00fcr die beiden sei, da durch sie wieder neuer Schwung in den Betrieb gekommen sei.<\/p>\n<p>Tobias und Stefan Vocks vertreten eine klare Richtlinie, die f\u00fcr die Mitarbeiter und das Image der Firma steht. \u201eWir fordern eine effektive und zufriedenstellende Arbeitsweise unserer Jungs und hoffen auf Kundenzufriedenheit. Dabei sollten wir uns alle gegenseitig respektieren und darauf achten, dass jeder seinen Job macht. Wir haben uns einen Namen gemacht und wollen als zuverl\u00e4ssig gelten\u201c, stellt Tobias Vocks klar.<\/p>\n<p>Die Arbeit im Betrieb ist vielf\u00e4ltig. Die Arbeiter von Vocks-Haskamp beginnen um 6:30 Uhr ihren Dienst. Dann bekommen sie ihre Aufgaben: den Ort der Baustelle, die Tage in denen sie fertig sein m\u00fcssen und den genauen Auftrag. \u00a0Dabei kann es sich um einen Innenausbau eines Neubaus, das Bauen eines Dachstuhls oder auch um das Eindecken eines Daches handeln. Nach dem Beladen des Anh\u00e4ngers f\u00e4hrt dann jeder mit seinem Fahrzeug zu seiner Baustelle. Die Bullis sind mit vielen Arbeitsger\u00e4ten und Material gef\u00fcllt. In einem seitlichen Regal findet man alles, von einfachen Schn\u00fcren und Klebeband, ein Flexger\u00e4t, eine Klappleiter bis hin zum Akkuschrauber.<\/p>\n<p>Bis auf eine 30-min\u00fctige Fr\u00fchst\u00fccks- und Mittagspause wird bis 16 Uhr ununterbrochen gearbeitet. \u00a0Auch wenn es meistens um Innenausbauten geht, gibt es auch Tage, an denen sie mit einem gro\u00dfen LKW-Kran aufkreuzen um auf dem Dach zu arbeiten.<\/p>\n<p>Die Arbeit, die in einem Zimmerei oder Dachdeckerbetrieb gemacht werden muss, wird aufgeteilt. Den niedrigsten Rang innerhalb dieser Hierarchie hat der Lehrling. F\u00fcr die Ausbildung ben\u00f6tigt man mindestens einen Realabschluss. Haupts\u00e4chlich beladen die Lehrlinge den H\u00e4nger mit den wichtigen Materialien und helfen vor allem beim Tragen von Holzbalken oder Dachziegeln. W\u00e4hrend der ersten Wochen schauen sie noch viel bei den Mitarbeitern zu, um dann selbstst\u00e4ndig Holzlatten zu schneiden oder die D\u00e4mmung anzubringen.<\/p>\n<p>Die Lehrlinge lernen von den Gesellen. Diese sind fest angestellt und haben handwerklich wohl die meiste Arbeit. Dazu geh\u00f6rt das Austauschen von L\u00fcftungssch\u00e4chten, Dachst\u00fchle bauen, D\u00e4mmung anbringen oder das Eindecken des Dachs mit Dachziegeln. Jeder, der Geselle ist, war auch mal ein Lehrling. Heinz Hasskamp meint: \u201eDurch diese Zeit als Lehrling mussten wir alle mal durch.\u201c Als Geselle hat man die M\u00f6glichkeit, seinen Meister zu machen. Der Meistertitel ist das h\u00f6chste G\u00fctesiegel, das man im Handwerk erreichen kann. Dazu muss man auf eine Gesellenschule gehen und dort eine Pr\u00fcfung ablegen. Als Meister verdient man monatlich im Schnitt bis zu 500\u20ac mehr. Zudem hat man die M\u00f6glichkeit, sich wie Tobias und Stefan Vocks selbst\u00e4ndig zu machen und seine eigene Firma zu er\u00f6ffnen. Auch wenn der Meistertitel Geld (Geb\u00fchr f\u00fcr die Gesellenschule) und Zeit kostet, lohnt es sich oft, einen Meister zu machen. Chefs eines Zimmereibetriebs fokussieren sich meist auf B\u00fcroarbeiten, in denen sie zum Beispiel Materialien wie Holz, Glaswolle oder Dachziegel bestellen oder die Planung eines Dachstuhls \u00fcbernehmen. Au\u00dferdem nehmen sie online oder per Telefon die Auftr\u00e4ge an und teilen sie ein.<\/p>\n<p>Zur Zimmerei-Vocks Haskamp geh\u00f6ren zwei Lehrlinge, drei Gesellen und zwei Meister. Die Lehrlinge Faruch Allrodes und Heiner Wobbeler sind mit ihrem Job zufrieden. \u201eAm wichtigsten ist es, dass wir uns untereinander verstehen und man aufmerksam zuschaut und lernt, ansonsten erschwert man den anderen die Arbeit\u201c, meint der 17-j\u00e4hrige Faruch. Er bringt au\u00dferdem an, dass er sich wohl aufgehoben f\u00fchlt in seinem Arbeitsumfeld, denn auch wenn der Rang des Gesellen oder des Meisters h\u00f6her steht als der eines Lehrlings, verdient jeder den gleichen Respekt und die gleiche Anerkennung. Da sind sich die Gesellen Tim Decker, Nils Middendorf und Tobias Mirwald alle einig. ,,Auch wenn wir den Jungs was beibringen sollen und wir quasi als Lehrer fungieren, sollten sich die Jungs wohl f\u00fchlen und gleichberechtigte Behandlung sp\u00fcren. Auch wenn sie nicht so erfahren sind und weniger Geld verdienen als wir\u201c, meint einer der Gesellen. \u00c4hnlich sieht es auch bei den Betreibern der Firma aus, denen flache Hierarchien wichtig sind. Denn die Chefs der Firma sitzen nicht faul an ihrem Schreibtisch, sondern helfen stets bei den Arbeiten mit, wenn es in ihren Zeitplan passt. \u201eSie sollen nicht das Gef\u00fchl haben, dass sie gravierend unter uns stehen und sie nach unserer Pfeife tanzen. Deshalb arbeiten wir, sobald es geht, immer auf der Baustelle mit um das Arbeitstempo zu erh\u00f6hen. Au\u00dferdem macht es uns auch Spa\u00df und wenn etwas nicht l\u00e4uft, tragen wir die Verantwortung\u201c, erkl\u00e4rt Tobias Vocks. \u201eIch finde, man steht auch in einem viel besseren Austausch mit seinen Mitarbeitern\u201c, f\u00fcgt Stefan Vocks hinzu. Generell sieht man anhand der Regeln ganz klar, dass die Zimmerei \u00e4u\u00dferst viel Wert auf Zwischenmenschlichkeit und Pers\u00f6nlichkeit innerhalb ihres Betriebs legt.<\/p>\n<p>Hinter dem Beruf des Zimmermanns steckt viel mehr, als man von au\u00dfen sieht. Je nach Betrieb hat man auch die M\u00f6glichkeit, seine eigenen Aufgaben zu w\u00e4hlen. Bei der Zimmerei und Dachdeckerei\u00a0 Vocks-Haskamp sieht man deutlich, wie vielf\u00e4ltig der Beruf ist und wie viel Spa\u00df er machen kann, wenn eine angenehme Arbeitsatmosph\u00e4re herrscht. Zudem sind Handwerker heutzutage \u00fcberaus gefragt.<br \/>\nvon Niklas V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als nur ein Zimmereibetrieb Wenn ich meinen Freunden davon erz\u00e4hle, dass ich in den Ferien und an freien Tagen in einer Zimmerei &amp; Dachdeckerei arbeite, gibt es oft Vorurteile. S\u00e4tze wie ,,Da schleppst du doch nur schwere Sachen und &hellip; <a href=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/zimmerei-dachdeckerei-vocks-haskamp\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9192822,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-881","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/881","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9192822"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=881"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/881\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":882,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/881\/revisions\/882"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=881"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=881"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymdamme\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=881"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}