{"id":1421,"date":"2019-01-10T10:09:36","date_gmt":"2019-01-10T09:09:36","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/?p=1421"},"modified":"2019-01-22T12:25:21","modified_gmt":"2019-01-22T11:25:21","slug":"austauschfahrten-mit-polen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/austauschfahrten-mit-polen\/","title":{"rendered":"Austauschfahrten mit Polen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Erster Austausch mit den polnischen Sch\u00fclern des XLVIII Liceum Og\u00f3lnokszta\u0142c\u0105ce im. Edwarda Dembowskiego Warschau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Rahmen einiger Treffen hatten wir, acht Sch\u00fcler der jetzigen Jahrgangsstufe 11, uns gemeinsam mit Frau M\u00f6hlenkamp und Herrn Heuking auf die Austauschfahrt nach Warschau vorbereitet. Am fr\u00fchen Morgen des 5. Juni 2018 ging es dann los, vom Bahnhof Emmeln aus mit dem Zug in Richtung Warschau. Wir alle freuten uns sehr auf den Austausch und waren gespannt, was uns erwarten w\u00fcrde, weil wir schlie\u00dflich die erste Gruppe waren, die am Austausch mit dem Lyceum teilnahm. Zwar hatte es am Gymnasium Haren schon vorher Austauschfahrten nach Polen gegeben, jedoch war nach einer umfassenden Schulreform in Polen und dem damit einhergehenden Schulwechsel des polnischen Deutschlehrers Herrn Przybylski, mit dem unsere Schule in Kontakt gewesen war, eine neue Schulpartnerschaft zustande gekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Bereits auf der Zugfahrt zeigte sich, wie praktisch es war, zwei Sch\u00fcler dabei zu haben, die geb\u00fcrtig aus Polen kamen: Dank Maciej und Katja hatten wir keinerlei Verst\u00e4ndigungsprobleme auf unserer Fahrt. Nach der langen Zugfahrt von \u00fcber zw\u00f6lf Stunden wurden wir alle von unseren Gastfamilien sehr herzlich empfangen und waren dankbar, dass wir uns ausruhen konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">An den darauffolgenden drei Tagen hatten wir sehr viel Programm. Wir konnten uns nicht nur in der Partnerschule einen Einblick in den Unterricht verschaffen, sondern besuchten dar\u00fcber hinaus eine Trampolinhalle, das Kopernikus-Zentrum, das Museum Polin, in dem die Geschichte der polnischen Juden dargestellt ist, und nach Krakau, wo wir eine Stadtf\u00fchrung erhielten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1423\" src=\"http:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/01\/Polen-Austausch.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Programm war also sehr vielf\u00e4ltig und spannend. Besonders die Fahrt nach Krakau, wo es auch ein j\u00fcdisches Viertel gibt und der Besuch des Museums Polin f\u00fchrten uns das in der Vergangenheit spannungsreiche Verh\u00e4ltnis von Polen und Deutschland vor Augen und machten uns deutlich, wie gl\u00fccklich wir uns heute sch\u00e4tzen k\u00f6nnen, dass ein solcher Austausch \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist. Positiv in Erinnerung geblieben ist uns, dass trotz dieser Konflikte der Vergangenheit, die Stimmung auf der Fahrt nicht getr\u00fcbt wurde. Wir alle haben uns sehr gut mit unseren Austauschsch\u00fclern verstanden und alle konnten sich auf Englisch gut miteinander unterhalten; besonders als wir abends zusammensa\u00dfen um uns beispielsweise das WM-Spiel der polnischen Fu\u00dfballnationalmannschaft anzusehen, war allen anzumerken, dass die Vergangenheit f\u00fcr unser Miteinander keinerlei negative Auswirkungen hatte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1564\" src=\"http:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/01\/warschau4.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"532\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach diesen kurzen aber sehr intensiven drei Tagen in Warschau ging es wieder zur\u00fcck ins heimatliche Haren, wo wir uns dann daran machten, gemeinsam mit Frau M\u00f6hlenkamp und Herrn Heuking das Programm f\u00fcr den Gegenbesuch zu gestalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Am 19. November 2018 war es dann so weit: Die polnischen Sch\u00fcler und ihre beiden Lehrer kamen am Nachmittag zum f\u00fcnft\u00e4gigen Gegenbesuch in Haren an. Auch sie waren nach der langen Zugfahrt sehr m\u00fcde und so fuhren wir erst einmal mit unseren G\u00e4sten nach Hause. Am Abend trafen wir uns dann zum Abendessen und Empfang gemeinsam mit unseren Eltern in der Mensa wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auf Anhieb verstanden sich alle wieder sehr gut und wir tauschten uns dar\u00fcber aus, was wir in der Zeit zwischen den Besuchen gemacht und erlebt hatten. Auf unserer Programmliste standen diesmal ein Besuch der Gedenkst\u00e4tte Esterwegen, ein Besuch im Moormuseum Geeste, der Empfang im Rathaus Haren, bei dem uns B\u00fcrgermeister Markus Honnigfort viel \u00fcber die Zeit berichtete, als Haren Maczk\u00f3w hie\u00df, und eine Fahrt ins Auswandererhaus nach Bremerhaven. Abends hatten wir jeweils Zeit zur freien Verf\u00fcgung, in der wir uns trafen, um Karten zu spielen und gemeinsam zu essen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Verlauf des Gegenbesuchs wurde vor allem deutlich, wie sehr wir als Gruppe zusammengewachsen waren: Die polnischen Sch\u00fcler brachten uns Deutschen viele verschiedene Arten bei, mit einfachen Skat-Karten die unterschiedlichsten Spiele zu spielen und wir zeigten ihnen einige uns bekannte Spiele, die sie noch nicht kannten. Auch konnte man feststellen, dass keiner mehr darauf bedacht war, sich \u00fcberwiegend mit den eigenen Gastsch\u00fclern zu unterhalten, sondern dass jeder sich mit jedem gut unterhalten konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Vor allem die Besuche in Esterwegen und im Rathaus riefen uns ins Bewusstsein, dass die Errungenschaften der letzten Jahre in Bezug auf das deutsch-polnische Verh\u00e4ltnis Wertsch\u00e4tzung verdienen. Auf beiden Seiten wurde sich im Rahmen unserer Gespr\u00e4che und der Reflexion am Ende des Austauschs f\u00fcr den Zusammenhalt positioniert, und immer wieder war der Europagedanke Thema. Die polnischen Sch\u00fcler und auch wir erkannten, dass wir die Verantwortung f\u00fcr das Bestehen des Friedens in der Zukunft tragen und wie wichtig es ist, daran mitzuwirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dieser Gedanke ist auch eines der wichtigsten Dinge, die alle aus dem Austausch mitnehmen konnten: Die Bedeutung des internationalen Zusammenhalts und des Friedens, der nicht selbstverst\u00e4ndlich ist und f\u00fcr dessen Bestehen alle zusammenarbeiten m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach vier Tagen ging auch der Gegenbesuch zu Ende und alle waren sich einig, dass wir eine sehr sch\u00f6ne Zeit in Warschau und auch hier in Haren hatten. Deshalb waren auch alle traurig, als es dann hie\u00df, sich voneinander zu verabschieden. Doch wer wei\u00df, ob sich nicht irgendwann einmal die Gelegenheit eines Wiedersehens bietet.<\/p>\n<p><code>[good-old-gallery id=\"1425\"]<\/code><\/p>\n<p style=\"text-align: right\">Luisa Herbers, 11c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erster Austausch mit den polnischen Sch\u00fclern des XLVIII Liceum Og\u00f3lnokszta\u0142c\u0105ce im. 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