{"id":2535,"date":"2019-09-25T05:25:43","date_gmt":"2019-09-25T03:25:43","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/?p=2535"},"modified":"2019-09-27T17:17:14","modified_gmt":"2019-09-27T15:17:14","slug":"harener-setzen-zeichen-fuer-den-klimaschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/harener-setzen-zeichen-fuer-den-klimaschutz\/","title":{"rendered":"Harener setzen Zeichen f\u00fcr den Klimaschutz"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gestalten statt anzuklagen: 800 Menschen bei Kundgebung des Gymnasiums<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Von Tobias B\u00f6ckermann<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Haren.<\/strong> Nicht nur protestieren, sondern informieren \u2013 unter diesem Motto l\u00e4sst sich die Gro\u00dfkundgebung zusammenfassen, die das Gymnasium Haren am Freitag auf die Beine gestellt hat. Mehr als 700 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler stellten im Rahmen der Fridays-for-Future-Bewegung ebenso nachdenklich wie entschieden entscheidende Fragen: \u201eWas kann man gegen den Klimawandel tun, und was kann ich tun, damit unsere Generation eine Zukunft hat?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und dabei hatte die Schulgemeinschaft den 20. September 2019\nals Tag ihrer Gro\u00dfveranstaltung eher zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlt. Denn dass an diesem\nFreitag an vielen Orten der Welt junge Menschen ihre Forderungen an die Politik\nstellen w\u00fcrden, hatten die Harener Ende Mai, als sie ihren Tag planten, gar\nnicht auf dem Schirm.26 Workshops<\/p>\n\n\n\n<p>Die Harener Sch\u00fcler wollten erstens niemanden anklagen wegen\nder Klimakrise. Sondern es ging ihnen darum, was sie und ihre Familien selbst\ntun k\u00f6nnen. Und zweitens wollten sie an zwei selbst vorbereiteten Projekttagen\nein inhaltliches Fundament zum Thema Klimaschutz schaffen und dann auf dem\nAlten Markt in Haren dar\u00fcber informieren.<\/p>\n\n\n\n<p>All das ist gelungen. Denn nicht nur waren einige Dutzend\nZuh\u00f6rer gekommen, um den Sch\u00fclern, Lehrern und der Kirche bei ihren kurzen\nReden zuzuh\u00f6ren. Vor allem wohl haben sich die Kinder und Jugendlichen in der\nVorbereitung des Freitags selbst zu Experten f\u00fcr die eigene Zukunft\nweitergebildet. So jedenfalls berichtete Sch\u00fclersprecher Julian Kathmann, und\nso sahen es auch Schulleiter Michael Heuking und sein Stellvertreter Christian\nRinn\u00e9.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer Weg ist in diesem Fall auch das Ziel\u201c, sagte Heuking\nund bezeichnete die eigenst\u00e4ndige Vorbereitung der insgesamt drei Projekttage\nals demokratischen Prozess der Schulgemeinschaft ebenso wie als denkw\u00fcrdiges\nDatum seiner fast 40 Jahre w\u00e4hrenden Laufbahn als P\u00e4dagoge. Und tats\u00e4chlich\nhatten sich die Sch\u00fcler in 26 Themengruppen mit dem Klima- und auch dem eigenen\nLebenswandel besch\u00e4ftigt. Die Initiative war von Tabea Fischer, Janna Gerdes,\nKirsten Guske, Mathilda Janssen, Antonia Veenker und Lilly Wilde ausgegangen,\ndie gemeinsam in die 10c gehen. Sch\u00fclersprecher Julian Kathmann, Lehrer und der\nJahrgang 12 halfen dann bei der Organisation.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach zwei Tagen Vorbereitung ging es am Fraitag um 10 Uhr\nlos von der Schule aus in Richtung Alter Markt, nach wenigen Minuten waren die\nSch\u00fcler dort angekommen und pr\u00e4sentierten eine ganze Reihe von Plakaten.\nInhaltlich ging es um die Rettung der Meere und der Schildkr\u00f6ten ebenso wie um\nden Ausstieg aus der Kohle oder um Plastikm\u00fcllvermeidung. Spr\u00fcche wie: \u201eFr\u00fcher\nwar der Fisch in der Packung, heute ist die Packung im Fisch\u201c, \u201eMake the planet\ngreat again\u201c oder \u201eViele H\u00e4nde schnelles Ende\u201c zeugten ebenso von einer Prise\nSarkasmus, wie von politischem Bewusstsein.<\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00fclersprecher Julian Kathmann berichtete in seiner\neindrucksvollen Rede, dass demonstrierende Sch\u00fcler nicht selten auf Widerstand\naus der Welt der Erwachsenen stie\u00dfen nach dem Motto: \u201eIhr protestiert einfach\nnur und bewegt nichts.\u201c Genau das wolle man am Gymnasium Haren eben nicht,\nsagte Kathmann. \u201eWir wollen keine leeren Parolen, keine Anklage und vor allem\nam Ende keine M\u00f6glichkeit f\u00fcr andere zu behaupten, wir h\u00e4tten keine Ahnung von\ndem, was wir tun.\u201c Deshalb die 26 Workshops jeweils mit der Frage: \u201eWas k\u00f6nnen\nwir tun? Lebe ich als Vorbild f\u00fcr andere?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Elternratsvorsitzende Astrid Sch\u00f6ningh zog symbolisch\nihren Hut vor den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern und war stolz, Teil einer\nSchulgemeinschaft zu sein, an der die Kinder f\u00fcr ihren Standpunkt und f\u00fcr eine\nextrem wichtige Sache k\u00e4mpften. Pfarrer Tobias Kotte und Pastor Thorben Rakowski\ndankten den Sch\u00fclern f\u00fcr ihren Einsatz f\u00fcr einen achtsameren Umgang mit der\nErde. Sie lie\u00dfen die Glocken ihrer Kirchen l\u00e4uten, \u201edamit alle mitbekommen, was\nhier passiert\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Und Schulleiter Michael Heuking stellte in seiner Rede eine\nfiktive Kontroverse in den Mittelpunkt, wie sie in diesen Tagen zwischen den\nGenerationen tats\u00e4chlich ausgetragen werden k\u00f6nnte. Darin beklagt ein Mann,\nJahrgang 1964, fr\u00fcher habe er klimabewusster gelebt und nun \u00fcberhaupt keine\nLust, sich von jungen Rotzl\u00f6ffeln sagen zu lassen, wie er leben solle. Aber\nAnklagen aus einem fr\u00fcheren Leben n\u00fctzten aber nichts, sagte Heuking sinngem\u00e4\u00df.\nWichtig sei, wie man das Leben heute gestalte. Und gerade da stehlen sich nach\nseiner Einsch\u00e4tzung die Erwachsenen allzu h\u00e4ufig aus der Verantwortung. Dass\nnun die Sch\u00fcler des Gymnasiums genau diese Verantwortung \u00fcbern\u00e4hmen, sei ein\nstarkes Zeichen der Hoffnung. \u201eIhr seid f\u00fcr mich ein Vorbild.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Kundgebung auf dem Marktplatz, die mit dem gemeinsamen Lied \u201eWe are the world\u201c endete, zog die Schulgemeinschaft zur\u00fcck zur Schule und besch\u00e4ftigte sich weiter mit dem Thema, unter anderem in einer \u201eHarener Klimakonferenz\u201c.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"575\" src=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/09\/demo-1024x575.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2537\" srcset=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/09\/demo.jpeg 1024w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/09\/demo-250x141.jpeg 250w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/09\/demo-850x478.jpeg 850w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/09\/demo-768x431.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Die Gro\u00dfkundgebung am Freitag auf dem Harener &#8222;Alter Markt&#8220; hatte gut 800 Teilnehmer. <br>Foto: Tobias B\u00f6ckermann <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>aus: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/haren\">Meppener Tagespost<\/a>, Ausgabe 21.09.2019, S. 14 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestalten statt anzuklagen: 800 Menschen bei Kundgebung des Gymnasiums Von Tobias B\u00f6ckermann Haren. 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