{"id":2840,"date":"2019-11-22T09:13:00","date_gmt":"2019-11-22T08:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/?p=2840"},"modified":"2019-11-22T12:37:06","modified_gmt":"2019-11-22T11:37:06","slug":"harener-gymnasiasten-treffen-polnische-partner-in-kreisau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/harener-gymnasiasten-treffen-polnische-partner-in-kreisau\/","title":{"rendered":"Auf den Spuren des politischen Widerstands"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Harener Gymnasiasten treffen polnische Partner in Kreisau<strong><br><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p><strong>Haren<\/strong>. Der niederschlesische Ort Kreisau, bekannt f\u00fcr den politischen Widerstand des sogenannten Kreisauer Kreises gegen den Nationalsozialismus, war Schauplatz einer internationalen Begegnung von Sch\u00fclern des Gymnasiums Haren und dessen Partnerschule aus der polnischen Hauptstadt Warschau. Untergebracht war man in der internationalen Jugendbegegnungsst\u00e4tte, die als gro\u00dfz\u00fcgiges Landgut bis zum Jahre 1945 im Familienbesitz der Adelsfamilie von Moltke gewesen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die\ndeutschen und polnischen Jugendlichen widmeten sich an diesem\ngeschichtstr\u00e4chtigen Ort im Rahmen diverser Workshops der anspruchsvollen\nThematik des Widerstands gegen totalit\u00e4re Regime, wobei ein besonderes\nAugenmerk auf die Eheleute Helmuth James und Freya von Moltke gerichtet war,\ndie bis zum Jahre 1943 gemeinsam in Kreisau gelebt hatten, bis der Ehemann von\nder Gestapo verhaftet und im Januar 1945 in Pl\u00f6tzensee auf bestialische Art und\nWeise hingerichtet worden war. Der Briefwechsel des Ehepaars aus diesem\nZeitraum ist mittlerweile der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich, so dass sich auch die\nHarener Gymnasiasten mit ihren Austauschpartnern im Gut Kreisau ein Bild von\nder leidenschaftlichen Zwischenmenschlichkeit, aber auch, im Wissen dar\u00fcber,\nsich niemals wiederzusehen, von den Vorstellungen der von Moltkes von einer\nfriedlichen und demokratischen Nachkriegsordnung machen konnten. \u201eUns ist\nbesonders anhand der Besch\u00e4ftigung mit der Thematik vor Augen gef\u00fchrt worden,\nwelch hohes Gut die Meinungsfreiheit ist\u201c, berichtete die Harener Sch\u00fclerin\nCarina Dall, auch im Wissen um die Tatsache, dass angesichts h\u00e4ufig anonymer\nHassparolen im Internet gegenw\u00e4rtig eindeutige Grenz\u00fcberschreitungen\nfestzustellen sind, die einer demokratischen Gesinnung zuwiderlaufen. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBeeindruckt hat uns auch der Tagesausflug nach Breslau\u201c, sagte der 15-j\u00e4hrige Timothy Hache, der ebenso wie seine Mitsch\u00fcler von der Pr\u00e4senz der sogenannten Breslauer Zwerge \u00fcberrascht war, jenen Figuren, die auf eine politische Oppositionsbewegung im damals kommunistischen Polen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind und die das Thema Widerstand nochmals in einem anderen Kontext pr\u00e4sent werden lie\u00dfen. Der Besuch des Denkmals f\u00fcr Kardinal Kominek mit der Inschrift \u201eWir vergeben und bitten um Vergebung\u201c bot einen weiteren Anlass f\u00fcr eine kritische Auseinandersetzung mit einer einseitigen Zuweisung einer T\u00e4ter- beziehungsweise Opferrolle zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und in den Nachkriegsjahren. In diesem Zusammenhang konnten wiederum Bez\u00fcge zur Harener Stadtgeschichte und zur Herausforderung einer historischen Aufarbeitung hergestellt werden. Von 1945 bis 1948 war die emsl\u00e4ndische Stadt eine polnische Enklave. \u00a0 \u201eWir haben nicht nur viel f\u00fcr den Geschichtsunterricht gelernt, sondern konnten auch pers\u00f6nlich sehr viel von dieser Begegnung mitnehmen, sind sich Carina Dall und Timothy Hache einig, die auch feststellen mussten, dass die Unkenntnis der Landessprache einem harmonischen und friedlichen Miteinander mit den polnischen Altersgenossen nicht im Wege steht. Neben dem inhaltlichen Erkenntnisgewinn best\u00e4tigten auch Studienr\u00e4tin Uta M\u00f6hlenkamp und Oberstudiendirektor Michael Heuking, die die Reise organisiert hatten, diese Einsch\u00e4tzung, so dass man bereits heute mit Vorfreude auf die kommende Begegnung im th\u00fcringischen Weimar blickt. pm<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/11\/Austausch-Kreisau-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2842\" \/><figcaption>Viel \u00fcber den politischen Widerstand zur Zeit des Nationalsozialismus lernten die Sch\u00fcler des Gymnasiums Haren und der Partnerschule aus Warschau. Foto: Gymnasium Haren <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\"> <br>aus: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/haren\">Meppener Tagespost<\/a>, Ausgabe 22.11.2019, S. 17 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Harener Gymnasiasten treffen polnische Partner in Kreisau Haren. 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