{"id":2894,"date":"2019-11-11T20:29:54","date_gmt":"2019-11-11T19:29:54","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/?p=2894"},"modified":"2019-11-11T20:49:43","modified_gmt":"2019-11-11T19:49:43","slug":"projekt-den-toten-einen-namen-geben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/projekt-den-toten-einen-namen-geben\/","title":{"rendered":"Projekt &#8222;Den Toten einen Namen geben&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Betreff: Mein Gro\u00dfvater Kirievsky Michail Fjodorowitsch<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Mit dieser Betreffzeile erreichte die Gedenkst\u00e4tte Esterwegen Anfang September 2019 eine E-Mail-Anfrage aus Russland. Darin bittet die Verfasserin die Mitarbeiter der Gedenkst\u00e4tte um Mithilfe bei der Suche nach dem Begr\u00e4bnisort ihres Gro\u00dfvaters, Kirievsky Michail Fjodorowitsch, der als sowjetischer Kriegsgefangener im Emsland zu Tode kam. <\/p>\n\n\n\n<p>Anhand dieser E-Mail machte Sabine Mith\u00f6fer, Mitarbeiterin der Gedenkst\u00e4tte Esterwegen, den jungen Projektteilnehmern, die gebannt zuh\u00f6rten, im Rahmen dieser Auftaktveranstaltung deutlich, welche Zielsetzung das Gymnasium Haren bei der Umsetzung des Projekts \u201eDen Toten einen Namen geben\u201c verfolgt und welchen Beitrag sie selbst mit ihrer praktischen Arbeit dabei leisten: \u201eIhr gebt ihnen mit dem Namen ein St\u00fcck ihrer Identit\u00e4t zur\u00fcck!\u201c, so Sabine Mith\u00f6fer.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/11\/tonziegel_04.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2900\" width=\"300\" height=\"384\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Seit bereits drei Jahren besch\u00e4ftigen sich Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Gymnasiums Haren mehrmals im Schuljahr mit der Situation der   sowjetischen Kriegsgefangenen, die in den Emslandlagern inhaftiert waren und hier gestorben sind. Die Grundidee besteht darin, ihnen durch eigenes Wirken die Namen der auf der Kriegsgr\u00e4berst\u00e4tte in Oberlangen anonym bestatteten Soldaten sichtbar zu machen und sich   dabei inhaltlich mit den Schicksalen der sowjetischen Kriegsgefangenen (nicht nur im Emsland!) im Zweiten Weltkrieg auseinanderzusetzen. Unterst\u00fctzung erhielt die Gruppe wieder von Marco Wingert, Schulreferent\u00a0 vom Volksbund Deutsche Kriegsgr\u00e4berf\u00fcrsorge e. V., der mit der Fachgruppe Geschichte zusammen dieses Projekt vor einigen Jahren auf den Weg brachte. Er f\u00fchrte die Teilnehmer sehr behutsam an die historischen Ereignisse des Zweiten Weltkrieg heran und erl\u00e4uterte auch die ideologischen Grundlagen des Nationalsozialismus. F\u00fcr viele der eher j\u00fcngeren Teilnehmer bot sich so ein (vielleicht) erster Zugang zu den Ereignissen, die Deutschland vor 80 Jahren in die Katastrophe f\u00fchrten. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDen Toten\neinen Namen geben\u201c steht im Zeichen des Friedens und der Vers\u00f6hnung und ist\ndamit Bestandteil der regionalen Erinnerungs- und Gedenkkultur. Die Eichenstelen\nmit den sichtbaren Namen auf Tontafeln sind aber auch zugleich eine Mahnung vor\nden Folgen menschenverachtender Diktaturen und Kriegen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/11\/tonziegel_02-1024x659.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2882\" width=\"333\" height=\"330\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Frau Christa Giessen vom Kunstkreis Haren e. V. stand an diesem ersten Nachmittag der Gruppe erneut mit Rat und Tat zur Seite und zeigte praktische Tipps bei der k\u00fcnstlerischen Verarbeitung des Tons. Gemeinsam mit den Kollegen Frau Meyering und Herrn Strohmeier (Fachgruppe Geschichte) konnten innerhalb von zwei Stunden wieder mehrere Tonziegel erstellt werden. Gar nicht so \u00a0leicht, es sieht einfacher aus als es ist! Unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zeigten gro\u00dfes Geschick und Ausdauer und h\u00e4tten gerne noch weitergearbeitet an diesem Nachmittag.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/11\/tonziegel_03-e1573495116325-971x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2887\" width=\"300\" height=\"256\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nun hei\u00dft\nes warten: Bis die Tafeln fertig f\u00fcr das Anbringen an den Eichenstelen auf dem\nFriedhof in Oberlangen sind, wird eine Weile vergehen, denn sie m\u00fcssen zun\u00e4chst\naush\u00e4rten und gebrannt werden. Anschlie\u00dfend werden die Tonziegel engobiert und\nein zweites Mal gebrannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir freuen\nuns bereits jetzt auf den Fortgang dieses spannenden Projekts und bedanken uns\nbei allen Beteiligten, die die erste Projektphase zu einem gelungenen Ergebnis\nf\u00fchrten!<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:right\">K. Kleesiek-Herding, Fachgruppe Geschichte<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Betreff: Mein Gro\u00dfvater Kirievsky Michail Fjodorowitsch Mit dieser Betreffzeile erreichte die Gedenkst\u00e4tte Esterwegen Anfang September 2019 eine E-Mail-Anfrage aus Russland. 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