{"id":3071,"date":"2019-12-04T09:20:56","date_gmt":"2019-12-04T08:20:56","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/?p=3071"},"modified":"2019-11-29T09:42:01","modified_gmt":"2019-11-29T08:42:01","slug":"im-kampf-gegen-den-klimawandel-bleiben-nur-wenige-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/im-kampf-gegen-den-klimawandel-bleiben-nur-wenige-jahre\/","title":{"rendered":"\u201eEs bleiben nur noch wenige Jahre\u201c"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\"> Wissenschaftler berichtet \u00fcber den Klimawandel <\/h4>\n\n\n\n<p><em>Von Tobias B\u00f6ckermann<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Haren<\/strong>. Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist Realit\u00e4t \u2013 wer das nicht glauben will, hatte beim Akademieabend des Gymnasiums Haren Gelegenheit, sich mit den Fakten zu besch\u00e4ftigen. Mit Professor J\u00fcrgen Kropp sprach ein geb\u00fcrtiger Emsl\u00e4nder, vor allem aber ein ausgewiesener Experte zum Thema. Seine Botschaft war eindeutig. Schulleiter Michael Heuking hatte zuvor thematisch den Boden bereitet und aus der Zuschrift eines Harener B\u00fcrgers zitiert. Dieser hatte seine Teilnahme am f\u00fcr alle Interessierten offenen Akademieabend mit der Begr\u00fcndung abgesagt, am \u00fcbertriebenen \u201eHype um den Klimawandel\u201c wolle er sich nicht beteiligen. Die hysterisch herbeigeredete Apokalypse drohe in Wahrheit nicht.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:left\"><strong>\u00dcber Skeptiker<\/strong>: Professor Kropp kennt solche Skeptiker. Er sagte: \u201eMit Kritik k\u00f6nnen und m\u00fcssen Forschung und Politik umgehen \u2013 jedenfalls solange das Gegen\u00fcber f\u00fcr Argumente offen ist.\u201c Beim Klimawandel seien einige Menschen das leider nicht und das Bem\u00fchen um die Wahrheit in diesen F\u00e4llen vergebens.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Denn das sagt die Wissenschaft<\/strong>: \u201eTatsache ist: 98 oder sogar 99 Prozent der Wissenschaftler weltweit sind sich sicher, dass wir es mit einer menschengemachten Klimaver\u00e4nderung zu tun haben\u201c, sagte Kropp und notierte im Folgenden die wichtigsten Beweise daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p>Klar sei zwar, dass es immer einen nat\u00fcrlichen Klimawandel\ngegeben habe \u2013 durch Ver\u00e4nderungen der Erdstellung zur Sonne zum Beispiel.\nDieser Wandel sei aber viel langsamer abgelaufen als heute. \u201eUnd seit einer\nMillion Jahren ist das Klima weitgehend stabil gewesen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So gro\u00df ist die Ver\u00e4nderung<\/strong>: Durch die Verbrennung fossiler Energietr\u00e4ger wie Kohle, \u00d6l und Erdgas habe der Mensch seit dem 19. Jahrhundert viel Kohlendioxid freigesetzt \u2013 die Konzentration in der Atmosph\u00e4re habe im Mittel und bis vor wenigen Jahrzehnten bei 280 ppm gelegen, im Mai 2019 habe man mit 409 ppm den h\u00f6chsten Wert seit drei Millionen Jahren gemessen. Die Ma\u00dfeinheit ppm steht f\u00fcr eine Anzahl von Teilchen pro Million (parts per million) anderer Teilchen. Das bedeute einen Anstieg um 44 Prozent seit 1850, die dadurch ausgel\u00f6sten Klimaver\u00e4nderungen liefen derzeit 30-mal schneller ab als nat\u00fcrlicherweise.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Folgen<\/strong> dieser Entwicklung sind bekannt oder werden recht sicher eintreten: h\u00f6here Temperaturen, mehr Extremwetterereignisse, ein steigender Meeresspiegel.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einige Beispiele aus dem Emsland<\/strong>: Der Landkreis hat gerade zwei extreme D\u00fcrrejahre 2018 und 2019 hinter sich \u2013 nach einem Jahr 2017 mit extrem viel Regen und abgesoffenen \u00c4ckern. Am 23. Juni 2016 waren in Gro\u00df Ber\u00dfen innerhalb 24 Stunden 150 Liter Regen gefallen \u2013 ein Rekord. Und im Juli 2019 legte Lingen mit 42,6 Grad Celsius eine nie gekannte Temperatur-Spitze f\u00fcr ganz Deutschland hin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das bringt die Zukunft<\/strong>: Vereinfacht gesagt, gebe es f\u00fcr die Zukunft mehrere Szenarien, sagte Kropp. Bisher habe die Menschheit 1800 Gigatonnen CO2 produziert, also durch Verbrennung in die Atmosph\u00e4re entlassen. Wolle man die Erderw\u00e4rmung nun noch auf 1,5 Grad begrenzen, habe man nur noch 660 Gigatonnen \u201efrei\u201c, wolle man zwei Grad Erh\u00f6hung zulassen noch 1340 Gigatonnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Debatte<\/strong>: Gemeinsam mit dem Publikum und den Sch\u00fclern Julian Kathmann und Matti Held diskutierte Professor Kropp \u00fcber CO2-Bepreisung (\u201ebestenfalls ein Anfang\u201c), zu erwartende Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me durch den Klimawandel (\u201esie werden massiv, wenn wir nicht gegensteuern\u201c) und die Zeit, die daf\u00fcr noch bleibt (\u201ewenige Jahre maximal\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Fridays-for-Future-Bewegung<\/strong> lobte der Professor, vor allem, weil sie in der Lage war, einen Druck auf die Politik aufzubauen, den es ohne sie nicht gegeben h\u00e4tte. Sicher sei: Allein das Pflanzen von B\u00e4umen als CO2-Senke werde nicht reichen, erforderlich sei ein anderer Lebensstil vor allem in den westlichen Industriel\u00e4ndern. Hier sei jeder gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Harener Gymnasium hatte vor einigen Wochen seinen ganz eigenen Weg gefunden, die Fridays-for-Future-Bewegung zu unterst\u00fctzen: Mit einem gro\u00dfen Klimatag samt Umzug durch die Stadt Haren (<a href=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/harener-setzen-zeichen-fuer-den-klimaschutz\/\">wir berichteten<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Tage nach dem Akademieabend hat die Bundesregierung\n\u00fcbrigens ihren aktuellen Klimabericht vorgelegt. Dem Report zufolge erh\u00f6hte\nsich die mittlere Lufttemperatur in Deutschland von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad.\n2013 sei man noch von 1,2 Grad ausgegangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es sei nicht auszudenken, was es bedeuten w\u00fcrde, wenn sich das in dieser Geschwindigkeit wirklich fortsetzen w\u00fcrde, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/12\/akademieabend1-1024x614.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3080\" width=\"454\" height=\"272\" srcset=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/12\/akademieabend1.jpg 1024w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/12\/akademieabend1-235x141.jpg 235w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/12\/akademieabend1-768x461.jpg 768w, https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/12\/akademieabend1-750x450.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 454px) 100vw, 454px\" \/><figcaption> Im September haben Sch\u00fcler des Gymnasiums f\u00fcr ein ver\u00e4ndertes Konsumverhalten demonstriert. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/files\/2019\/12\/akademieabend2-1024x841.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3081\" width=\"186\" height=\"259\" \/><figcaption>Professor J\u00fcrgen Kropp hat nun \u00fcber den Klimawandel berichtet.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p> Fotos: Tobias B\u00f6ckermann <\/p>\n\n\n\n<p>\naus: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/haren\">Meppener Tagespost<\/a>, Ausgabe 29.11.2019, S. 17 \n\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissenschaftler berichtet \u00fcber den Klimawandel Von Tobias B\u00f6ckermann Haren. 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