{"id":4833,"date":"2022-06-24T10:19:36","date_gmt":"2022-06-24T08:19:36","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/?p=4833"},"modified":"2022-06-24T10:19:37","modified_gmt":"2022-06-24T08:19:37","slug":"die-letzte-pflaume-des-fruehlings","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/die-letzte-pflaume-des-fruehlings\/","title":{"rendered":"Die letzte Pflaume des Fr\u00fchlings"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Besuch des M\u00e4rchenerz\u00e4hlers und Rezitators Eberhard Vogelwaid<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Haben wir richtig geh\u00f6rt? Dort steht ein Geist und gar kein richtiger Mensch aus Fleisch und Blut? Jedenfalls behauptete das der Rezitator Eberhard Vogelwaid von sich in einer selbst verfassten Ballade. Demnach sei er in Afrika einem L\u00f6wenangriff zum Opfer gefallen und nur noch als Geist vorhanden. Damit brachte er am Dienstag, den 21. Juni 2022, in der 5. Stunde die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der 7. Klassen zum Gruseln. Einige Zeit sp\u00e4ter gab er jedoch zu, ein bisschen geflunkert zu haben \u2013 er sei ja noch nie in Afrika gewesen! Schlie\u00dflich m\u00fcsse man nicht ferne L\u00e4nder bereist haben, um dar\u00fcber lebendige Balladen verfassen zu k\u00f6nnen. Das bewies er sogleich mit der Ballade \u201eJohn Maynard\u201c von Theodor Fontane, die von einem Schiffsungl\u00fcck auf dem Eriesee zwischen Detroit und Buffalo erz\u00e4hlt, bei dem der Steuermann alle anderen heldenhaft rettet und selbst in den Flammen umkommt. Beim \u201eErlk\u00f6nig\u201c von Goethe durften die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der 7. Klassen selbst ihr Ged\u00e4chtnis bem\u00fchen. Ebenso gefordert waren sie beim Fehlerz\u00e4hlen in der Ballade eines unbekannten Dichters, die wir aber alle kennen: <em>Die Nacht war schwarz, der Mond schien helle<\/em> \u2026 Die genaue Fehlerzahl soll hier jedoch nicht verraten werden, damit die Zuh\u00f6renden mit ihrem Spezialwissen weiterhin Eindruck machen k\u00f6nnen. Nur zwei Fragen seien erlaubt: Wachsen Birnen an Apfelb\u00e4umen? Und sind Pflaumen im Fr\u00fchling reif?<\/p>\n\n\n\n<p>In der Stunde zuvor brachte Eberhard Vogelwaid f\u00fcr die F\u00fcnftkl\u00e4ssler im Forum M\u00e4rchen zu Geh\u00f6r, zum Beispiel M\u00e4rchen aus D\u00e4nemark und Norwegen. Einem indonesischen M\u00e4rchen war zu entnehmen, dass ein selbst gew\u00e4hltes Schicksal leichter zu ertragen ist als ein Schicksal, welches von h\u00f6heren M\u00e4chten auferlegt wird. Besonders eindrucksvoll erz\u00e4hlte er ein M\u00e4rchen aus der Ukraine, in dem die menschenfressende Hexe Baba Jaga ein M\u00e4dchen verschont, weil dieses imstande ist, alle gestellten Aufgaben zu erledigen. Dabei wird es von der Liebe ihrer Mutter in Form einer hilfsbereiten Puppe unterst\u00fctzt. Diese Hilfe bekommt das M\u00e4dchen auch zu Hause, wo ihr zwei garstige Stiefschwestern das Leben schwer machen. Nicht nur M\u00e4rchenexperten erkannten schnell Parallelen zum bekannten Aschenputtel und verstanden dieses ukrainische M\u00e4rchen als Pl\u00e4doyer f\u00fcr Menschlichkeit und Friedfertigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Besuch des M\u00e4rchenerz\u00e4hlers und Rezitators Eberhard Vogelwaid war auch dieses Mal wieder etwas ganz Besonderes. Schon einige Jahrg\u00e4nge durften seine eindrucksvollen Vortr\u00e4ge genie\u00dfen und in der pandemiebedingten Pause hat er uns gefehlt. Sch\u00f6n, dass wir nun wieder seiner einzigartigen Stimme lauschen durften!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>E. Partmann-\u00c4hlen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuch des M\u00e4rchenerz\u00e4hlers und Rezitators Eberhard Vogelwaid Haben wir richtig geh\u00f6rt? Dort steht ein Geist und gar kein richtiger Mensch aus Fleisch und Blut? Jedenfalls behauptete das der Rezitator Eberhard Vogelwaid von sich in einer selbst verfassten Ballade. 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