{"id":8220,"date":"2024-12-20T15:59:03","date_gmt":"2024-12-20T14:59:03","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/?p=8220"},"modified":"2024-12-20T15:59:04","modified_gmt":"2024-12-20T14:59:04","slug":"kurzgeschichten-zum-thema-weihnachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/gymharen\/kurzgeschichten-zum-thema-weihnachten\/","title":{"rendered":"Kurzgeschichten zum Thema Weihnachten"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Klasse 8c hat einen kleinen internen Schreibwettbewerb zum Thema &#8222;Weihnachtliche Kurzgeschichten&#8220; durchgef\u00fchrt. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben sich vorher lange Gedanken gemacht, welche Intention hinter der Geschichte stehen soll. Beim Schreiben haben sie versucht, die Merkmale von Kurzgeschichten aufzugreifen. Gemeinsam wurden die drei besten Kurzgeschichten ausgew\u00e4hlt, die hier nun zu lesen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Klasse 8c w\u00fcnscht ein frohes Weihnachtsfest!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>A. Schumacher<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ein Geschenk von Herzen (Mona Dickmann, Teresa Hopster, Wilma M\u00e4sker)<\/h4>\n\n\n\n<p>Es schneit. Lucy sitzt auf der kalten Fensterbank, ungl\u00fccklich, in den Himmel hinausstarrend. Ihre Mutter klopft an die T\u00fcr. Lucy ist zu sehr in ihre Gedanken vertieft, um das Klopfen zu bemerken. Als ihre Mutter hereinkommt, dreht sie den Kopf zu ihr. Sie sieht h\u00fcbsch aus. \u201eEssen ist fertig\u201c, sagt ihre Mutter mit einem aufmunternden L\u00e4cheln. \u201eIch komme gleich\u201c, antwortet Lucy und klettert von der Fensterbank herunter. Leise tappt sie ins Bad und sieht in den Spiegel. \u201eIch sehe ihm so \u00e4hnlich\u201c, denkt sie. \u201eDieses verdammte Fest.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Mutter ruft ein zweites Mal. Lucy geht ins Wohnzimmer, wo ihre Mutter bereits wartend am Esstisch sitzt. Die gef\u00fcllte Gans, der Rotkohl und die Kartoffeln dampfen auf dem Tisch. Eigentlich ist es Lucys Lieblingsessen, doch heute hat sie keinen Appetit. \u201eWerde ich Weihnachten jemals wieder so m\u00f6gen wie fr\u00fcher?\u201c, fragt sie sich traurig. Lucys Mutter f\u00e4llt es schwer, ihr Kind so mitgenommen zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die beiden fertig gegessen haben, k\u00fcndigt Lucys Mutter die Bescherung an. Unter dem mit Lichterketten und Christbaumkugeln geschm\u00fcckten Weihnachtsbaum liegen zahlreiche Geschenke f\u00fcr Lucy. Sie packt eines nach dem anderen aus. \u201eMit ihm war es immer viel sch\u00f6ner\u201c, denkt Lucy. Das letzte Geschenk sieht merkw\u00fcrdig aus. Es hat viele L\u00f6cher, doch Lucy kann nicht erkennen, was sich darin verbirgt. Ohne gro\u00dfe Erwartung geht sie zum Geschenk. Ihre Mutter bittet sie, es vorsichtig zu \u00f6ffnen. Sie hat ein erwartungsvolles L\u00e4cheln auf dem Gesicht, wie immer, wenn sie etwas Besonderes geplant hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Lucy \u00f6ffnet das Geschenk. Pl\u00f6tzlich springt ihr ein graues Fellkn\u00e4uel ins Gesicht \u2013 ein Hund! Ungl\u00e4ubig blickt Lucy ihre Mutter an und bricht in Tr\u00e4nen aus, als sie die liebevollen braunen Augen des Hundes sieht. \u201eEr hatte sich diesen Hund immer gew\u00fcnscht. Danke!\u201c, sagt Lucy und wirft sich ihrer Mutter in die Arme. Sie denkt: \u201eSeit dem Tod meines Vaters vor genau einem Jahr habe ich geglaubt, kein einziges frohes Fest mehr feiern zu k\u00f6nnen. Doch dieser Hund ist ein Erinnerungsst\u00fcck an ihn, denn er hat sich diesen immer gew\u00fcnscht. Papa wird f\u00fcr immer einen Platz in meinem Herzen haben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br>Alles geschieht aus einem Grund! (Xenja Zimmermann, Milena Klitzke)<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Wecker klingelte. \u201eHaben wir etwa schon wieder verschlafen?\u201c schrie Alice. Heute ging ihr Flug nach Brasilien, und Alice war sehr nerv\u00f6s, da sie ihre Kindheitsfreunde nach Jahren wiedersehen w\u00fcrde. Michigan ist zwar sch\u00f6n, aber Alice vermisste ihr altes Zuhause. Jack, ihr Ehemann, war noch nie au\u00dferhalb Amerikas. Es w\u00e4re etwas ganz Besonderes, vor allem, da er mit der Liebe seines Lebens fliegen w\u00fcrde. Sie waren sehr gestresst, da sie in den n\u00e4chsten 30 Minuten losm\u00fcssen, um ihren Flug nicht zu verpassen. Alice konnte kaum schlafen, so aufgeregt war sie, weil sie Weihnachten in Brasilien verbringen w\u00fcrde. Dementsprechend war sie sehr m\u00fcde. Jack packte alles ins Auto, w\u00e4hrend Alice die T\u00fcren abschloss.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie fuhren los, doch sie kamen viel zu sp\u00e4t. Als sie am Flughafen ankamen, war der Check-in bereits geschlossen, und das Flugzeug war bereit zum Abheben. Alice war \u00fcberfordert, da es ihre einzige Chance war, nach Brasilien zu verreisen. Mit ihrem Job ist sie sonst zu gestresst. Die einzige Chance \u2013 verflogen. Jack versuchte, sie zu tr\u00f6sten, doch nichts half. Sie ging auf die Toilette, um ihre Tr\u00e4nen wegzuwischen, als sie pl\u00f6tzlich gegen eine alte Dame stie\u00df. Sie war so in Gedanken versunken, dass sie die alte Dame gar nicht bemerkt hatte. Alice entschuldigte sich sofort und bat um Verzeihung. Die alte Frau sah sehr aufgel\u00f6st aus und sagte traurig, dass alles gut sei. Alice glaubte ihr nicht, wollte aber nicht nachhaken, um sie nicht zu bedr\u00e4ngen. Schlie\u00dflich \u00fcberwand sie sich und fragte noch einmal nach. Die alte Dame l\u00e4chelte leicht und stellte sich vor: \u201eMein Liebes, mir geht es gut, danke der Nachfrage. Oh nein, ich habe ganz vergessen, mich vorzustellen. Ich hei\u00dfe Georgina\u201c, sagte sie und l\u00e4chelte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch hei\u00dfe Alice, freut mich, Sie kennenzulernen\u201c, stellte sich Alice vor. Die beiden kamen ins Gespr\u00e4ch, und Georgina erz\u00e4hlte, dass sie eigentlich \u00fcber die Feiertage zu ihrer Tochter nach Brasilien fliegen wollte, da diese krank ist und sie nicht wollte, dass sie Weihnachten allein verbringt. Doch auch sie hatte ihren Flug verpasst, weshalb sie so aufgel\u00f6st aussah. Alice ermutigte sie und erz\u00e4hlte ihre Geschichte und ihren Plan, die Feiertage zu verbringen, was nun ins Wasser gefallen war. Es stellte sich heraus, dass Georgina Weihnachten allein verbringen w\u00fcrde. Alice, die schon immer ein sehr offener Mensch war, konnte nicht mit ansehen, wie eine alte Dame Weihnachten allein verbringen musste. Deshalb entschloss sie sich, Georgina zu sich einzuladen, da sie wegen der Umst\u00e4nde ohnehin zu Hause sein w\u00fcrden. Georgina war ger\u00fchrt und bedankte sich herzlich f\u00fcr die Einladung, war sich jedoch unsicher, ob sie die beiden nicht belasten w\u00fcrde. Dennoch konnte sie nicht ablehnen und beschloss, Weihnachten eine neue Chance zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam fuhren sie nach Hause, a\u00dfen zusammen, spielten Spiele, redeten und lachten den ganzen Abend. Es f\u00fchlte sich an, als w\u00e4re Georgina schon immer Teil der Familie gewesen. W\u00e4hrend eines Gespr\u00e4chs erz\u00e4hlte Georgina von einem tragischen Vorfall in ihrer Familie: Ihr Sohn war vor vielen Jahren verschwunden. Man hatte \u00fcberall gesucht, doch keine Spur des damals f\u00fcnfj\u00e4hrigen Jungen gefunden. Sie begann zu weinen. Alice umarmte sie und sprach ihr ihr Beileid aus. Jack brachte ihr einen Minztee, um sie zu beruhigen.<br>Alice war neugierig und fragte nach einem Bild des kleinen Jungen oder einer Geschichte aus seiner Kindheit. Georgina erz\u00e4hlte: \u201eIch wei\u00df noch, damals, als wir in Brasilien lebten, haben wir das Weihnachtsfest unter Palmen verbracht und sind im Meer geschwommen. Wie ich diese Zeit vermisse.\u201c Sie holte ein Bild aus ihrer dunkelroten Handtasche hervor. Alice betrachtete das Foto mit gro\u00dfen Augen und zog sofort ein kleines Bild aus ihrer Brieftasche. Sie hielt die beiden Bilder nebeneinander und stellte fest, dass sie identisch waren. Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen und brach in Tr\u00e4nen aus \u2013 vor Freude.<br>Das Bild, das sie in ihrer Brieftasche trug, war das Einzige, was von Jacks Kindheit existierte \u2013 bis zu diesem Moment.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><br>Der Weihnachtsstreit (Dominik Weinberg, Eric J\u00fcngerhans) <\/h4>\n\n\n\n<p>Am 24. Dezember ging ich nach unten und freute mich sehr auf die Geschenke am Abend. Meine Eltern waren sehr besch\u00e4ftigt, weil am Abend auch noch meine Gro\u00dfeltern zum Essen kommen sollten. Als der lange Nachmittag vorbei war und es endlich Geschenke gab, war ich schon voller Vorfreude, da ich mir ein neues Handy gew\u00fcnscht hatte. Doch w\u00e4hrend ich meine Geschenke auspackte, bemerkte ich, dass es auf keinen Fall ein neues Handy war. Stattdessen bekam ich nur Socken.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Vater fragte: \u201eFreust du dich gar nicht \u00fcber das Geschenk?\u201c Ich antwortete: \u201eDoch, klar.\u201c Innerlich war ich jedoch sehr entt\u00e4uscht und w\u00fctend, weil meine Br\u00fcder viel teurere und sch\u00f6nere Geschenke bekommen hatten.<br>Am Abend ging ich alleine spazieren. In unserem Dorf gibt es ein kleines Altenheim, und ich kam daran vorbei. Ich sah die alten Leute, die anscheinend nur noch sich selbst haben. Doch sie wirkten alle so gl\u00fccklich. Warum sind sie denn so zufrieden? Wollen die nicht auch coole Geschenke haben?<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Gedanken begleiteten mich w\u00e4hrend meines Spaziergangs. Als ich wieder am Altenheim vorbeikam, sah ich, wie ein alter Mann ein Foto geschenkt bekam, vermutlich von seiner Frau. Ich merkte pl\u00f6tzlich, dass es an Weihnachten, Ostern oder Geburtstagen nicht um die Geschenke geht. Viel wichtiger ist die Zeit, die man mit seiner Familie verbringt. Weihnachten ist ein Familienfest, das man nur einmal im Jahr mit seinen Liebsten feiern darf.<\/p>\n\n\n\n<p>Pl\u00f6tzlich bekam ich ein schlechtes Gewissen. Ich rannte nach Hause, um mich bei meinen Eltern zu entschuldigen. Als ich dort ankam, sah ich, dass meine Familie traurig aussah. Warum sind sie traurig? M\u00fcssten sie nicht w\u00fctend auf mich sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich ging sofort ins Haus. Bevor ich etwas sagen konnte, kamen Oma und Opa direkt auf mich zu und dr\u00fcckten mich so fest, dass ich kaum noch atmen konnte. \u201eKomm mit uns, wir haben etwas f\u00fcr dich\u201c, sagten sie.<br>Was haben die denn jetzt f\u00fcr mich? Sie brachten ein kleines Geschenk, so gro\u00df wie ein Handy. Ich war total \u00fcberrascht. Als ich das Geschenk \u00f6ffnete, h\u00fcpfte ich vor Freude. Es war tats\u00e4chlich das Handy, das ich mir gew\u00fcnscht hatte! Ich umarmte sofort meine Gro\u00dfeltern und Eltern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich entschuldigte mich bei meiner Familie f\u00fcr mein Verhalten. Alle lachten mich aus, und ich lachte einfach mit. Am Ende hatten wir noch einen wundersch\u00f6nen Weihnachtstag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Klasse 8c hat einen kleinen internen Schreibwettbewerb zum Thema &#8222;Weihnachtliche Kurzgeschichten&#8220; durchgef\u00fchrt. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben sich vorher lange Gedanken gemacht, welche Intention hinter der Geschichte stehen soll. 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