{"id":632,"date":"2019-05-25T16:55:36","date_gmt":"2019-05-25T14:55:36","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/?p=632"},"modified":"2019-05-25T23:27:31","modified_gmt":"2019-05-25T21:27:31","slug":"das-beste-an-hitler-war-dass-er-selbstmord-begangen-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/2019\/05\/25\/das-beste-an-hitler-war-dass-er-selbstmord-begangen-hat\/","title":{"rendered":"\u201eDas Beste an Hitler war, dass er Selbstmord begangen hat.\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine Reportage von Liam und Florin (beide aus der 9d).<\/p>\n\n\n\n<p><em>Am 23.01.19 fand am Gymnasium Hittfeld eine Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag statt. An diesem Tag wurden alle Sch\u00fcler aus den 5. und 6. Klassen von den Geschichtskursen des 12. Jahrgangs \u00fcber den Holocaust informiert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Um 9:43 sitzen wir in Raum 10 und blicken in gespannte sowie erwartungsvolle Gesichter. Doch pl\u00f6tzlich \u201eKnacks.\u201c In der Klasse ist Totenstille &#8211; Durchsage des Schulleiters -, der nochmals auf diesen besonderen Tag hinweist. Nach seiner Rede fangen wir direkt an. Die Zw\u00f6lftkl\u00e4ssler geben uns  einen \u00dcberblick \u00fcber den Verlauf der heutigen zwei Stunden. Danach beginnen sie direkt mit einem Experiment, bei welchem sie vier Sch\u00fclern verschiedenfarbige B\u00e4nder geben. Die Freude der Kinder ist gro\u00df, doch diese h\u00e4lt nicht lange an. Die Zw\u00f6lftkl\u00e4ssler verteilen Schokoriegel an die Kinder \u2013 wir kriegen leider keinen \u2013 doch pl\u00f6tzlich wird die Klasse unruhig, aber warum? Die vier eigentlich erfreuten Kinder, welche die B\u00e4nder tragen, bekommen keine Riegel. Es kehrt nach einer Zeit wieder Ruhe ein und die Zw\u00f6lftkl\u00e4ssler k\u00f6nnen ihre erste Frage stellen: \u201eWas haltet ihr denn davon, dass die vier Kinder keine Riegel bekommen haben und was k\u00f6nnten die Gr\u00fcnde sein?&#8220; Doch bevor die Sch\u00fcler auf die Frage antworten k\u00f6nnen, meldet sich ein Junge, der ganz selbstlos sagt: \u201eEiner kann meinen bekommen, ich mag die eh nicht.&#8220; Ein Kind mit Band springt pl\u00f6tzlich auf und schnappt sich den Riegel des Jungen. Kurzes Gel\u00e4chter, bevor ein M\u00e4dchen darauf hinweist, dass die B\u00e4nder doch mit dem Stern von den Juden vergleichbar sind. Diese Aussage erm\u00f6glicht es den Zw\u00f6lftkl\u00e4ssler, perfekt ins Thema &#8222;Holocaust&#8220; zu starten. Sie beginnen zu erkl\u00e4ren, was der Holocaust-Gedenktag ist und sprechen \u00fcber den Nationalsozialismus. Pl\u00f6tzlich meldet sich ein kleines M\u00e4dchen, erz\u00e4hlt von ihrem Referat \u00fcber Anne Frank und greift die Begriffe \u201eHitler\u201c und \u201eJuden\u201c auf. Daraufhin sagt ein Junge, dass das Beste an Hitler war, dass er Selbstmord begangen hat und auf einmal befinden wir uns in einer spannenden Diskussion. Es werden nicht nur Fragen gestellt, sondern auch Geschichten \u00fcber Gro\u00dfeltern und Bekannte erz\u00e4hlt, die im Krieg gestorben sind. Die Zw\u00f6lftkl\u00e4ssler f\u00fchren ihren Vortrag fort und erz\u00e4hlen uns von der Unterteilung der Menschen in Rassen durch die NSDAP. Woraufhin ein Junge reinruft, dass das doch ungerecht sei und er schlie\u00dflich auch aus einem anderen Land komme. Den Kindern werden daraufhin Bilder und Fakten zur Situation in den Schulen nahegebracht. Nachdem die Bilder gezeigt wurden, merken wir schnell, dass die Kinder sehr bedr\u00fcckt sind und keines etwas zum Thema beitragen m\u00f6chte. Auf einem weiteren Bild wird uns ein sehr bekanntes Bild vom Konzentrationslager in Auschwitz gezeigt. Die Zw\u00f6lftkl\u00e4ssler wollen wissen, was die Kinder \u00fcber das Bild denken, welche Gef\u00fchle aufkommen und was sie mit dem Bild verbinden. Ein F\u00fcnftkl\u00e4ssler sagt ganz sicher, das Bild sei wegen der Bahngleise in Indien entstanden. Die Klasse f\u00e4ngt an zu murmeln, ein Kind ruft rein, dass es ein Minenschacht sein k\u00f6nnte. Daraus folgt ein langsamer \u00dcbergang zu den Konzentrationslagern. \u201eKZs\u201c und  \u201eGhettos\u201c werden angesprochen. Eine Sch\u00fclerin meint, die Juden seien durch die Gleise abgeschottet worden. Ein Kind ruft pl\u00f6tzlich, ob das nicht Auschwitz sei. Die Zw\u00f6lftkl\u00e4ssler geben ihm recht. Das Kind fragt weiter, wie es den m\u00f6glich sei, dass die Juden dort bis zu ihrem Tot arbeitet haben. Nachdem alle Fragen der Kinder gekl\u00e4rt wurden, stellen die Zw\u00f6lftkl\u00e4ssler nun welche. \u201eH\u00e4ttet ihr den Juden geholfen?\u201c Die Kinder stimmen zu, sagen aber auch, dass sie Angst h\u00e4tten, unter ihren Freunden als schlecht zu gelten oder erwischt zu werden. Ein kleines M\u00e4dchen ist \u00fcber das Verhalten der Nazis entsetzt und will sie bek\u00e4mpfen. Danach geht es noch um den Judenstern und um die Befreiung der Konzentrationslager. Durch die schlauen Fragen der Kinder wird deutlich, wie interessiert sie am Thema sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun geht es in die Arbeitsphase.  Station 1: Quiz. Station 2: Comic. Station 3: Bildfolge. Die Kinder ordnen sich ihrem Interesse nach zu. Es wird schnell klar, dass das Quiz am beliebtesten ist. Die Bildfolge bearbeiten  nur wenige. W\u00e4hrend der Arbeitsphase haben wir die Chance, die Kinder und Zw\u00f6lftkl\u00e4ssler zu interviewen. Die Sch\u00fcler erz\u00e4hlen uns, sie seien hier interessierter  als im normalen Unterricht. Wir fragen die Kinder, was sie am spannendsten finden. Manche meinen das \u201cThema rund um Hitler\u201d, andere finden das Quiz und die Infos sehr spannend. Es gibt viele unterschiedliche Meinungen, aber im Gro\u00dfen und Ganzen finden alle, dass es schrecklich ist, wie die Juden behandelt wurden und sind \u00fcberrascht, wie extrem die Judenverfolgung war. <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist kurz vor 11:00 Uhr. Nach knapp 80 Minuten Unterricht f\u00e4llt auf, dass viele Kinder nicht mehr arbeiten oder sich nicht mehr konzentrieren k\u00f6nnen. Dadurch entsteht eine gewisse Unruhe im Raum. Doch es steht noch eine Diskussionsrunde an. Die Zw\u00f6lftkl\u00e4ssler wollen wissen, wie sie das Handeln der Nationalsozialisten finden. Die Kinder sagen, dass sie es schlecht finden und dass es total normal sei, einen andere Religion zu haben. Sie finden, jeder Mensch sollte gleich behandelt werden. Zum Abschluss stellen die Zw\u00f6lftkl\u00e4ssler noch eine Frage: Wir sollen uns vorstellen, dass wir im Schulbus auf dem Weg nach Hause s\u00e4\u00dfen und ein Kind zu uns sagen w\u00fcrde: \u201eDer Holocaust-Gedenktag ist doch unn\u00f6tig, es ist doch schon 80 Jahre her. Wen interessiert das noch?\u201c Die kluge Antwort eines Sch\u00fclers: \u201cIch w\u00fcrde ihm sagen, dass man daran erinnern muss, damit so etwas nicht nochmal passiert.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Es klingelt zur Pause. Doch bevor die Kinder fertig eingepackt haben, bittet die Lehrerin, die mit mit Raum war, noch einmal um Ruhe und bedankt sich sich bei den Zw\u00f6lftkl\u00e4sslern. * Applaus * <\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend ist klar geworden, wie wichtig es ist, den Holocaust-Gedenktag an unsere Schule einzubinden. Auch wenn das Thema sehr komplex und ersch\u00fctternd f\u00fcr F\u00fcnft- und Sechstkl\u00e4ssler ist, haben es die Oberstufensch\u00fcler geschafft, ihnen spielerisch das Thema n\u00e4herzubringen. Denn schlie\u00dflich ist es nie zu fr\u00fch, sich mit den Untaten der Nationalsozialisten zu befassen.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Reportage von Liam und Florin (beide aus der 9d). Am 23.01.19 fand am Gymnasium Hittfeld eine Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag statt. An diesem Tag wurden alle Sch\u00fcler aus den 5. und 6. Klassen von den Geschichtskursen des 12. 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