{"id":70,"date":"2018-04-04T21:24:22","date_gmt":"2018-04-04T19:24:22","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/?p=70"},"modified":"2018-04-04T21:24:22","modified_gmt":"2018-04-04T19:24:22","slug":"die-schuelerschaft-ist-top-und-das-kollegium-ist-sehr-hilfsbereit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/2018\/04\/04\/die-schuelerschaft-ist-top-und-das-kollegium-ist-sehr-hilfsbereit\/","title":{"rendered":"\u201eDie Sch\u00fclerschaft ist top und das Kollegium ist sehr hilfsbereit\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Ein Interview von Florin Strehle, 8d<\/p>\n<p><em>Torge Bickert, Referendar am Gymnasium Hittfeld, \u00fcber seine Schulzeit, sein Studium in G\u00f6ttingen, seine Referendariatszeit am Gymnasium Hittfeld und was eine geschenkte Bettw\u00e4sche mit seiner Beziehung zum BVB zu tun hat.\u00a0\u00a0<!--more--><\/em><\/p>\n<p><strong>Florin: Herr Bickert, beginnen wir doch unser Interview mit der wichtigsten Frage f\u00fcr uns Sch\u00fcler: Wir hatten ja einige Unterrichtsbesuche bei Ihnen und bekamen danach ja h\u00e4ufig auch Schokolade von ihnen. So zum Anfang w\u00fcrde mich mal interessieren, wie viel Geld sie denn schon f\u00fcr Schokolade f\u00fcr uns Sch\u00fcler ausgegeben haben?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Torge Bickert:<\/strong> Oha, f\u00fcr Schokolade? Naja es variiert ja, manchmal gibt es nat\u00fcrlich auch Gummib\u00e4rchen, aber tats\u00e4chlich h\u00e4ngt das auch mit der Zahl der Unterrichtsbesuche zusammen. Nicht nach jedem Unterrichtsbesuch habe ich etwas verteilt, sondern nur dann, wenn die Sch\u00fcler besonders gut mitgemacht haben. Eine genaue Zahl habe ich da nicht, aber ich gebe dem n\u00e4chsten Referendar den Auftrag, dies zu z\u00e4hlen und dir zu \u00fcbermitteln.<\/p>\n<p><strong>Florin: Danke, ich erwarte dann in den n\u00e4chsten Monaten die Daten f\u00fcr meine Studie (lacht). Was jetzt wahrscheinlich viele Leser interessiert, ist die Frage, wie gut sie denn in der Schule waren.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Torge Bickert:<\/strong> Tats\u00e4chlich war ich in meinen Unterrichtsf\u00e4chern [A.d.R. Deutsch und Geschichte] sehr gut. Aber daf\u00fcr war ich in anderen F\u00e4chern wie zum Beispiel Mathematik nicht so gut (lacht). Ich habe aber dann doch ein passables Abi gemacht. Man spart ja immer in den subjektiv einfachen F\u00e4cher Energie und wendet dann besonders viel Arbeit f\u00fcr jene auf, welche einem nicht so liegen. Zum Beispiel habe ich im Abi in Mathematik mit Ach und Krach 09 Punkte geschafft. Dies war f\u00fcr mich mehr wert als jede 1 in Deutsch oder Geschichte.<\/p>\n<p><strong>Florin: Wann und wie sind sie eigentlich darauf gekommen, Lehramt zu studieren?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Torge Bickert:<\/strong> Das ist ja ein sehr langer Prozess bei der Ausbildung und dann \u00fcberlegt man immer wieder, ob man noch Lehrer sein will. Die Initialz\u00fcndung gab eigentlich der Gedanke, dass mir aufgefallen war, dass ich immer Spa\u00df hatte, Pr\u00e4sentationen vor der Klasse und anderen Gruppen zu halten. Zum Beispiel habe ich mal in der 7. Klasse ein Referat zum Bermuda-Dreieck gehalten. Da hatte ich total Lust, das Wissen, welches ich mir zuhause angeeignet hatte, weiterzugeben und die anderen Menschen davon zu faszinieren. Dies hielt eigentlich auch an und mir machte es immer am meisten Spa\u00df, Jugendliche zu begeistern. Denn wenn ich 63 bin, habe ich immer noch mit F\u00fcnft- und Sechstkl\u00e4sslern zu tun. Also ist es einfach einer der abwechslungsreichsten und sichersten Jobs.<\/p>\n<p><strong>Florin: An welcher Universit\u00e4t haben Sie denn studiert?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Torge Bickert:<\/strong> An der Georg-August-Universit\u00e4t in G\u00f6ttingen. Kann ich nur empfehlen! Sie ist auch jetzt wieder Eliteuniversit\u00e4t. Als ich gekommen bin, haben sie diesen Status verloren. Aber ich glaube nicht, dass das an mir lag (lacht).<\/p>\n<p><strong>Florin: Was haben Sie denn studiert? Einfach nur ihre F\u00e4cher?<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Torge Bickert:<\/strong> Genau, das hei\u00dft dann nat\u00fcrlich etwas anders, n\u00e4mlich Geschichtswissenschaft und Germanistik, aber im Endeffekt sind das die beiden F\u00e4cher.<\/p>\n<p><strong>Florin: Man h\u00f6rt ja h\u00e4ufig, dass die Uni der entspannteste Lebensabschnitt ist. War das bei ihnen auch so?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Torge Bickert:<\/strong> Ja. Das erste Mal nach der Schulzeit in eine eigene Wohnung, weg von zuhause, zu ziehen, verspricht sehr viel Freiheit. Man kann dann so viel feiern und essen wie man will. Noch dazu kann man mit den Leuten zusammenleben, mit denen man will. Andererseits verlangt dies nat\u00fcrlich auch sehr viel Disziplin: Man muss zu den Vorlesungen gehen, die Seminare besuchen und f\u00fcr die vielen Facharbeiten lernen.<\/p>\n<p><strong>Florin: Nach der Universit\u00e4t kommt ja das Referendariat. Wird man denn als Referendar der Schule zugewiesen oder kann man sich diese selbst aussuchen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Torge Bickert:<\/strong> Also beim Referendariat ist es so: Man bewirbt sich erst einmal im Land Niedersachsen. Dieses wei\u00dft einem dann, nachdem man einige W\u00fcnsche abgegeben hat, einem Studienseminar zu. Ich wurde dem Studienseminar L\u00fcneburg zugewiesen, was auch mein Wunsch war. Dann hat mich das Studienseminar L\u00fcneburg zum Gl\u00fcck dieser Schule zugewiesen. Andererseits war es jedoch auch nicht so vorteilhaft, da L\u00fcneburg und Hittfeld recht weit auseinanderliegen. Dann habe ich mich nat\u00fcrlich im ersten Moment ein bisschen ge\u00e4rgert, jedoch war ich dann sehr gl\u00fccklich, als ich diese tolle Schule kennenlernte.<\/p>\n<p><strong>Florin: Ist das Gymnasium Hittfeld trotz der Entfernung zum Studienseminar also eine \u201ereferendarsfreundliche\u201c Schule?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Torge Bickert: <\/strong>Ja. Es sind dabei viele Faktoren wichtig. Die Sch\u00fclerschaft ist top und das Kollegium ist sehr hilfsbereit. Aber man muss sich nat\u00fcrlich immer erst einfinden. Herr Weinreich hat uns da sehr geholfen und sich immer mit uns Referendaren zusammengesetzt.<\/p>\n<p><strong>Florin: Wie sieht denn Ihrer Meinung nach der perfekte Unterricht aus. Wollen sie noch mehr mit Medien arbeiten, als es so schon manche Lehrer machen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Torge Bickert:<\/strong> Du meinst wahrscheinlich eher die neueren Medien wie Fernsehen und White-\/Activeboard, weil die Tafel ist ja auch ein Medium. Ich finde, dass die gr\u00fcnen Tafeln ausgedient haben. Diese Schule ist ja schon sehr weit in diesem Gebiet, ich glaube 30 % oder 40 % der Klassenr\u00e4ume haben Activeboards und da gibt\u2019s noch ganz andere Schulen, welche das gar nicht haben.<\/p>\n<p><strong>Florin: Wenn man wei\u00df, wie man es bedient (lacht)!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Torge Bickert: <\/strong>Genau, das ist auch der Punkt. Denn im Studium lernt man bez\u00fcglich ActivBoard nichts.<\/p>\n<p><strong>Florin: Jetzt haben wir viel \u00fcber Medien im Unterricht gesprochen. Kommen wir doch mal konkret zu Ihnen: Wie w\u00fcrden sie sich denn als Lehrer selber beschreiben?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Bickert: <\/strong>Wie ich so als Lehrer bin?<\/p>\n<p><strong>Florin: Ja, sehen sie sich eher als Lernbegleiter oder als Wissensvermittler?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Bickert: <\/strong>Es gibt einen ber\u00fchmten Wissenschaftler namens Goffman, der sagte: \u201eWir spielen alle Theater\u201c. Und das ist tats\u00e4chlich auch so! Manchmal ist man als Lehrer der Manager, bei Gruppenarbeiten zum Beispiel. Wenn man seinen Sch\u00fclern beratend zur Seite steht. Manchmal bin ich der Unterhalter, wenn man am Anfang z.B. ein Gedicht vortr\u00e4gt, und manchmal auch der klassische Lehrer, wenn man wirklich vorne steht und den Sch\u00fclern etwas beibringt. Ich versuche da immer die Waage zu halten, und ich m\u00f6chte nicht zu streng sein, obwohl ich manchmal das Gef\u00fchl habe, ich bin zu streng und dann sehe ich andere Lehrer die strenger sind als ich und das muss man dann lernen.<\/p>\n<p><strong>Florin: Unser Interview, Herr Bickert, wird ja sicherlich von abertausenden von Sch\u00fclern gelesen (schmunzelt). Daher haben Sie jetzt eine Minute Zeit, Werbung f\u00fcr das Lehramt zu machen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Bickert: <\/strong>Also, wenn man Lust hat, anderen Menschen etwas beizubringen und irgendwie diese Energie hat, den Funken \u00fcberspringen zu lassen, dass man so begeistert ist von einer Thematik, dann unbedingt Lehrer werden! Man hat viel mit jungen Leuten zu tun. Man kann in einem gewissen Rahmen tun, was man will und den Unterricht aufbauen, wie man will. Man verdient auch ganz gut im Vergleich zu anderen Berufen und es bringt einfach Spa\u00df! Es gibt bestimmt auch Phasen, in denen der Beruf, so wie alle anderen auch, mal weniger Spa\u00df macht. Aber im Gro\u00dfen und Ganzen solltet ihr den Beruf auf jeden Fall ergreifen. Zumal jetzt auch wieder viele Lehrer gesucht werden! Und auch f\u00fcr Grundschullehramt mache ich unbedingt mal Werbung.<\/p>\n<p><strong>Florin: Okay, das klingt gut! Ich werde es mir \u00fcberlegen. Finden Sie es manchmal anstrengend, Lehrer zu sein? Sch\u00fcler k\u00f6nnen ja manchmal anstrengend sein.\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Bickert: <\/strong>Ja, es kann ein anstrengender Beruf werden, man will ja eigentlich jeden Sch\u00fcler individuell unterst\u00fctzen. Aber das ist bei einer Klassengr\u00f6\u00dfe von ca. 28 Sch\u00fclern nicht m\u00f6glich. Und wenn man den Anspruch hat, dann ist das sehr schwierig, auch noch die wichtige Freizeit zu haben. Lehrer ist ja ein sehr Burnout-gef\u00e4hrdeter Beruf, das darf man auch nicht vergessen. Da stecken viele Lehrer sehr viel Energie hinein. Denn als Lehrer hat man viele M\u00f6glichkeiten: Man kann einfach nur seine F\u00e4cher unterrichten, man kann aber auch Arbeitsgemeinschaften f\u00fchren, man kann eigene Projekte verfolgen. Und wenn es dann ganz viele Einzelteile gibt, verliert man den \u00dcberblick. Man muss da seine Grenzen finden. Au\u00dferdem muss man auch auf seine Stimme achten, und man kommt auch nicht wie bei anderen Berufen nach Hause und hat Schluss! Wenn man in einer Beh\u00f6rde arbeitet, dann hat man um 17 Uhr Schluss. Das gibt es als Lehrer nicht. Man muss immer noch abends den Unterricht vorbereiten, man muss Sachen korrigieren und vieles mehr. Das, was man sieht, ist nur die Spitze des Eisberges. Man sieht nur, dass der Lehrer in der Klasse steht. Aber es ist noch so viel mehr. Man muss aufpassen aber man kann alles ausbalancieren.<\/p>\n<p><strong>Florin: Wo wir gerade bei Arbeitsgemeinschaften sind, wollen sie denn mal eine machen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Bickert: <\/strong>Ja, man muss ja bedenken: Unser Dasein als Referendare an einer Schule ist ja zeitlich begrenzt. Aber wenn ich eine Arbeitsgemeinschaft machen w\u00fcrde oder k\u00f6nnte, dann w\u00fcrde ich vermutlich entweder eine Theater-AG machen, oder eine Film-AG, in der man dann richtige gro\u00dfe Projekte h\u00e4tte, von der Aufnahme, zum Schnitt bis zum Hochladen. Das habe ich n\u00e4mlich als Sch\u00fcler geliebt! Oder eine AG zur Lesef\u00f6rderung, in der man sich einfach trifft und Geschichten vorlie\u00dft und das richtige Lesen \u00fcbt, damit man z.B. richtig betonen lernt. Das w\u00e4ren vermutlich meine ersten Ideen!<\/p>\n<p><strong>Florin: Das ist jetzt vermutlich eine recht schwere Frage. M\u00f6gen sie lieber Geschichte oder Deutsch?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Bickert: <\/strong>Das ist witzig, weil ich frage auch manchmal andere Kollegen, was sie lieber m\u00f6gen und manche haben echt immer eine Antwort, welches Fach sie favorisieren. Bei mir ist das aber gar nicht so. Beide sind sehr ausgeglichen. In Geschichte kann ich mich richtig in vergangene Themen st\u00fcrzen und den Gegenwartsbezug mit den Sch\u00fclern herausarbeiten. Themen wie Rom, Erster und Zweiter Weltkrieg sind ganz spannende Themen f\u00fcr mich. Im Gegensatz dazu kann ich in Deutsch alles durch Texte anpacken, was in der Gegenwart passiert. Und ganz wichtig ist, dass zu dem Fach Deutsch auch immer der Umgang mit bewegten und unbewegten Bildern geh\u00f6rt. Und das Fach erm\u00f6glicht mir dies.<\/p>\n<p><strong>Florin: Das hatten wir jetzt glaube ich nicht so richtig oft. Zweimal vielleicht, einmal sollten wir eine Passage aus \u201eDie Stadt der Kinder\u201c als Foto darstellen aber sonst f\u00e4llt mir gerade nichts ein.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Herr Bickert: <\/strong>Leider machen Lehrer das nicht so h\u00e4ufig, weil sie oft bef\u00fcrchten, dass dies zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Nat\u00fcrlich ist Filmsprache auch eine neue Sprache mit Cutten, bestimmten Lichteinstellung, und daher zeitaufwendig zu lernen. Aber man muss ja einen Film auch nicht immer ganz sehen. Jedoch kann man ja, so wie bei Texten und Romanen auch, einzelne Teile herausnehmen und genau analysieren.<\/p>\n<p><strong>Florin: Kommen wir einmal zu einem anderen wichtigen Thema<\/strong><strong>: F\u00fcr welchen Fu\u00dfballverein sind sie denn?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Bickert:<\/strong> (lacht) Tja, ich bin tats\u00e4chlich kein richtiger Fu\u00dfballfan! Also ich bin schon f\u00fcr Deutschland, aber ich k\u00f6nnte mich niemals f\u00fcr einen Verein entscheiden, weil ich denke, die Fans stehen zu der Mannschaft aber die Spieler wechseln sofort, wenn das Geld stimmt. Und nur die Fans tragen den Geist der Mannschaft und da brauche ich keine millionenschweren M\u00e4nner zu unterst\u00fctzen, von denen ich mir sowieso die Namen nicht merken kann (lacht).<\/p>\n<p><strong>Florin: Dann bin ich ja nicht der einzige!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Bickert:<\/strong> Fr\u00fcher in der Grundschule war ich Dortmund-Fan, weil ich mal eine BVB-Bettdecke bekommen hatte, so einfach war das! Und auf dem Gymnasium war ich dann mal kurz Bayernfan.<\/p>\n<p><strong>Florin: Spielen Sie auch selbst Fu\u00dfball?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Bickert:<\/strong> Lehrerfu\u00dfball, heute Nachmittag geht\u2019s wieder los mit Herrn Martin, Herrn Wille, Herrn Hasselmeier. Ansonsten jogge ich auch und in G\u00f6ttingen habe ich fr\u00fcher mal Volleyball gespielt und war mal in einem Tanzkurs, was ich jetzt auch nochmal stark machen muss f\u00fcr die m\u00e4nnlichen Sch\u00fcler! Man imponiert M\u00e4dchen, wenn man gut tanzen kann!<\/p>\n<p><strong>Florin: Ich glaube das machen auch einige in der 9. und 10. Klasse.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Herr Bickert:<\/strong> Ja, weil dort dann auch Abtanzb\u00e4lle sind. Ich habe es auch in der 9. Klasse gelernt.<\/p>\n<p><strong>Florin: Okay! Haben sie lieber Apple oder andere Marken?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Bickert:<\/strong> Nat\u00fcrlich Apple (lacht). Da ist es nat\u00fcrlich so: Ich habe dann auch \u00fcberlegt, ob ich mir einen Macbook kaufe. Bei Apple bekomme ich eine hohe Qualit\u00e4t und eine lange Lebensdauer. Bei den anderen Marken bekomme ich f\u00fcr das gleiche Geld eine bessere Leistung. Man muss \u00fcberlegen, was man lieber mag.<\/p>\n<p><strong>Florin: Was ist denn f\u00fcr sie als Geschichtslehrer das beste Thema in Ihrem Fach?<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Herr Bickert:<\/strong> Naja, also ich bin immer begeistert, neue Themen kennenzulernen aber von den alten Themen nach wie vor Rom und 2. Weltkrieg. Aber ansonsten auch Themen, welche nicht fest im Lehrplan verankert sind. Also ich hatte jetzt letztens Hexenverfolgung mit einer siebten Klasse und das fand ich total spannend! Das ist ja auch ein Erg\u00e4nzungsthema im Lehrplan. Das verrate ich mal jetzt, ich glaube 50% der Sch\u00fcler, also du darfst jetzt nat\u00fcrlich nicht die Klasse in das Interview tun, dachte noch, dass es Menschen mit magischen Kr\u00e4ften und Hexen gibt! Und ich war erstmal total \u00fcberrascht. Und ich meinte dann: \u201eEs gibt keine Menschen, die zaubern k\u00f6nnen\u201c und einige Sch\u00fcler sagten dann: \u201eH\u00e4 doch, das existiert!\u201c Das war halt nochmal ein Thema, welches ich selber nie gemacht hatte! Und wenn man mal \u00fcberlegt, Bibi Blocksberg, die kleine Hexe, fliegt auf ihrem Besen und alles ist super aber noch vor 500 Jahren wurden Hexen verbrannt und dann kann man \u00fcberlegen, warum ist das passiert und weshalb glaubten Menschen an Hexen.<\/p>\n<p><strong>Florin: Vielleicht waren es ja S\u00fcndenb\u00f6cke oder so.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Bickert:<\/strong> Exakt! Ganz genau Florin, das ist es! Und wenn irgendwie die Ernte schlecht war oder eine schwangere Frau kein Baby zur Welt brachte, waren immer Hexen schuld. Und es gibt ja noch heute, wenn man was im R\u00fccken hat oder sich verknackst hat, den Hexenschuss!<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Florin: Stimmt! Zocken sie oder spielen sie Brettspiele?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Bickert:<\/strong> Als Brettspiele spiele ich gerne Schach oder Carcassonne. Und Risiko kann ich empfehlen! Als Videospiele habe sehr gerne Wirtschaftssimulationen oder Strategiespiele wie Age of Empires oder Anno gespielt. Ich mag solche Spiele, bei denen man sich etwas Eigenes erschaffen kann. Aber aktuell habe ich leider nicht so viel Zeit.<\/p>\n<p><em>Kurze Zeit nach diesem Interview hat Herr Bickert seine Pr\u00fcfung zum Abschluss des Referendariats mit Bravour bestanden. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch auf diesem Wege.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Interview von Florin Strehle, 8d Torge Bickert, Referendar am Gymnasium Hittfeld, \u00fcber seine Schulzeit, sein Studium in G\u00f6ttingen, seine Referendariatszeit am Gymnasium Hittfeld und was eine geschenkte Bettw\u00e4sche mit seiner Beziehung zum BVB zu tun hat.\u00a0\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":9192572,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-70","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9192572"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":159,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70\/revisions\/159"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.nibis.de\/hittnews\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}